Endlich wieder frei...?!

Verfasst am: 20.02.2024, 18:17
rauchfrei-lotsin-andrea
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Hallo Pati,

herzlich willkommen auch von mir und du hast ja schon so wertvolle Rückmeldungen bekommen! Wie geht es dir denn HEUTE? Du bist heute schon drei Wochen rauchfrei, eine tolle Leistung!

Meine Idee, wie du die Wochenenden mit Rauchern rauchfrei und damit giftfrei überstehst: Mir hat geholfen, die Zugehörigkeit zu verlagern. Wenn ich mit meiner besten Freundin zusammen saß - einer Kettenraucherin - sagte ich mir innerlich: Ich gehöre auch zur Gruppe der Nichtmehrraucher und WIR rauchen nicht.

Denn mit Brüdern abhängen - da ist viel Zusammengehörigkeitsgefühl und sich eintakten in das was die anderen tun mit im Spiel.

Viele gesunde Genüsse im Alltag und weiterhin viel Erfolg wünsche ich dir

Herzliche Grüße

Andrea

Verfasst am: 12.02.2024, 23:36
janipiep
janipiep
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Hallo Pati,

hast du schon den Februarzug mit den aktuellen Frischlingen entdeckt? In den Monatszügen sammeln sich lauter Menschen, die auch gerade aufhören. Der Erfahrunsaustausch und das gegenseitige Verständnis, das es nur unter Leuten gibt, die gerade auf dem gleichen Level sind und Ähnliches durchmachen, sind Gold wert. Mit deinen Raucherfreunden wirst du über deine Probleme als frischer Nichtmehrraucher nicht reden können, und Nichtraucher verstehen dich erst recht nicht.

Hier gehts zum Zug: https://rauchfrei-info.de/community/forum/Topic/show/DESC/T/rauchfrei-zug-februar-24-mit-begeisterung-endlich-nikotinfrei-11203/

Alles Liebe
Jani

Verfasst am: 12.02.2024, 11:46
Pati87
Pati87
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Hallo Janipiep,

danke für Deine Nachricht, das hilft mir sehr

Ich glaube auch, ich muss von Wochenende zu Wochenende denken.
Und es wird von mal zu mal leichter.

Die Idee mit den Bonbons oder Kaugummis ist eigentlich echt gut.
Ist ja letztendlich auch eine Dauerbeschäftigung für den Anfang, anstatt dem stinkenden Zeugs.

Ich versuch das mal.

Für den Notfall hab ich meine nikotinfreie E-Zigarette, aber am Ende wäre es ja schon schön, man wäre ganz frei von all dem.

Danke Euch

Verfasst am: 12.02.2024, 11:12
janipiep
janipiep
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Hallo Pati und erstmal einen riesigen Glückwunsch zum Rauchstopp!

Ich guck immer mal hier rein, und bei deinen Zeilen hab ich mich sofort in die Gefühlswelt meiner Anfangszeit zurückgesetzt gefühlt. Ich kenne diese Angst sehr gut, irgendwas nie mehr richtig genießen zu können. Bei mir waren es vor allem Sonnenuntergänge am Meer, die ich mir ohne Zigarette nicht vorstellen konnte.

Spoiler: Inzwischen find ich selbst die Sonnenuntergänge ohne Kippe viel schöner.

Und weißt du was? Mit jedem Abend, an dem du erfolgreich rauchfrei daneben gesessen hast, während sich ständig jemand ne Zigarette angesteckt hat, wächst dein Haben-Konto, dein Erfahrungsschatz an gemeisterten Nichtraucher-Situationen und deine Gewissheit: Ja, es geht!

Und irgendwann wirst du Spaß dabei haben, den anderen beim Rauchen zuzugucken, weil du dir insgeheim immer auf die Schulter klopfen kannst, dass du den Käse einfach gelassen hast, als der richtige Moment gekommen war. Vielleicht noch nicht nächstes und auch noch nicht übernächstes Wochenende... Aber das nächste Wochenende wird schon sehr viel leichter als das letzte, schließlich hast du jetzt schon die Erfahrung im Rücken, dass es geht.

Vielleicht versuchst du nächstes Wochenende am Lagerfeuer einfach mal, ganz bewusst stolz auf dich zu sein. Und wenn es kritisch wird, hau kurz aus der Situation ab, komm z.B. hier ins Forum und schreib dir alles von der Seele. Oder koch dir einen Tee, hau dir kaltes Wasser ins Gesicht, trink ne Brause, lad dir ne Rauchfrei-App und guck wie sich deine Gesundheit seit dem letzten Schmachter schonwieder verbessert hat, ... Ich hab am Anfang Fishermans Bonbons gelutscht ohne Ende und dann mit offenem Mund bis in die Lunge Fisherman inhaliert. Andere haben sich Strohhalm-Zigaretten gebastelt und daran gezogen - auch nicht alberner als an ner Zigarette zu lutschen
Du hast Zeit! Finde ganz in Ruhe für dich heraus, was dir hilft, du kannst jeden Abend an jedem Wochenende etwas anderes ausprobieren, und dabei arbeitet die Zeit für dich mit.

Ich wünsche dir viel Erfolg, ganz viel "Ich will!" und "Ich kann!" und viel Freude beim Ausprobieren!

Alles Liebe
Jani

Verfasst am: 12.02.2024, 10:51
Pati87
Pati87
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Danke für Deine Nachricht

Natürlich habe ich in den 8 Jahren Nichtrauchen viiiele Raucher getroffen.
Aber ich hatte ein anderes Leben.
Ich war ja fast immer mit den Kindern.

Und wenn nicht, dann hat mich der Rauch eher gestört, ich wollte zumindest nicht in geschlossenen Räumen sitzen, wenn geraucht wurde.
Hatte dann am nächsten Tag meistens einen richtigen Kater mit Kopfschmerzen, ohne getrunken zu haben.

Jetzt ist es irgendwie so, dass es sich so anfühlt, als wären diese Abende eben größtenteils bestehend aus dem Rauchen. Also als wäre das Rauchen abendfüllend. Ich empfinde ganz viel Leere dabei, nicht zu rauchen.

Aber klar, vielleicht ist das echt nur Gewohnheit und diese Abende können sich auch bald wieder frei anfühlen.

Verfasst am: 12.02.2024, 10:18
Bolando
Bolando
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Hallo Pati,
schön, dass du hier hergefunden hast. Herzlich willkommen. Sicher ist es eine Chance weiterzumachen, wenn man wegen Krankheit schon mal 4 tagelang nicht geraucht hat. Und es ist eine gute Idee diese Chance zu nutzen. Du nennst sehr gute Gründe dafür wieder frei zu sein und hast aber Sorge, dass du das in Gesellschaft von Rauchern nicht durchhältst. Hast du in deinen 8 freien Jahren keine Raucher getroffen? Also ich ertrage die Gesellschaft von Rauchern problemlos. Es dauert eine Weile, bis man sich daran gewöhnt hat, aber es dauert sowieso eine Weile bis man sich an das Nichtmehrrauchen gewöhnt hat. Also auch du kannst das schaffen, wenn du willst. Du musst an dich glauben und es stur durchziehen.
Viel Erfolg und alles Gute

Verfasst am: 12.02.2024, 09:16
Pati87
Pati87
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Huhu zusammen,

dann hab ich jetzt wohl auch ein Wohnzimmer

ich bin Pati, bin 36 Jahre alt und habe vor 14 Tagen völlig ungeplant aufgehört zu rauchen.
Ich lag mit einer Mandelentzündung flach und konnte wegen der Halsschmerzen 4 Tage lang gar nicht rauchen und dann entstand die Idee, ob das nicht vielleicht eine Chance ist, weil ich die ersten Tage ja schon geschafft habe

Ich muss dazu sagen, dass ich 2014 schon mal aufgehört hatte.
Am 1.1.2014.
Ich bin dann im Juni 2014 schwanger geworden und habe 8 Jahre lang nicht geraucht.

Bin dann irgendwie nach und nach wieder in die Falle getappt.
Nach zwei Schwangerschaften und einer langen Zeit zuhause, meine Ehe ist in die Brüche gegangen, ich bin wieder vermehrt feiern gegangen. Und unter Alkoholeinfluss hat die kleine Stimme in meinem Kopf das Rauchen mit Freiheit/Jugend verknüpft und dann war ich ganz schnell wieder drin.

Ich rauche also "erst" seit November 2022 wieder regelmäßig, aber dafür richtig viel, sobald ich Zeit für mich / Zeit ohne Kinder hatte.

Vor den Kindern habe ich nie geraucht, was aber auch dazu geführt hat, dass ich mich oft gesehnt habe nach Zeit ohne die Kinder, um meiner Sucht nachgehen zu können

Ich kann gerade die Zeit mit den Kindern also viel mehr genießen, weil es da ja auch gar keine Verknüpfung gibt.

Was mir allerdings richtig schwer fällt, sind die Momente ohne Kinder, die ich mit anderen Rauchern verbringe.
Mein Partner raucht und wir verbringen die Wochenenden ohne Kinder oft bei ihm im Garten unter der Laube oder am Feuer.
Oft sind seine Brüder mit dabei.
Wir stehen/sitzen zusammen, quatschen und es wird geraucht.
Die Verknüpfung zu lösen, ist extrem schwer.

Ich hab es dieses Wochenende geschafft, es fühlt sich aber doch seeehr unfrei an.
Die Gedanken kreisen eigentlich permanent darum, den Abend irgendwie durchzustehen und ich kann die Zeit eigentlich nicht wirklich genießen.

Ich hab mir eine E-Zigarette ohne Nikotin gekauft, das hat mir damals auch über die schlimmsten Momente hinweg geholfen.
Trotzdem frage ich mich gerade, ob ich die Abende am Wochenende unter Rauchern jemals wieder genießen kann, wenn ich nicht mehr auf den Zug mit aufspringe
Oder ich frage mich, was ich stattdessen machen kann, wenn die anderen rauchen.?!

Dabei sein möchte ich schon, also ich möchte die Situation ungerne meiden.

Die Wochenenden machen mir gerade am meisten zu schaffen.

Jetzt ist erstmal Montag, Tag 14
Und trotzdem kommt ja auch wieder der Freitag Abend, an dem die Kinder bei meiner Mutter untergebracht sind und ich da wieder durch muss...

Habt ihr Tipps für diese Situation? Ohne sie meiden zu müssen und mich ausschließen zu müssen?
Ich bin in der Runde die einzige Nichtraucherin, also es ist auch keine wirkliche Option, die Situation nach drinnen zu verlegen

Ich möchte es wirklich schaffen.
Ich merke sooo sehr, wie viel mehr Motivation ich im Alltag habe, aktiv zu sein.
Wieviel Zeit ich sonst sitzend und rauchend verbracht habe.
Jetzt hab ich auf einmal ganz andere Optionen für die Zeit für mich.
Vorher hab ich mich immer nur aufs Rauchen gefreut und gar keine Lust gehabt, was anderes zu machen.
Also ich sehe das Gefängnis schon sehr klar.
Es sind die Momente, die mit dem Rauchen verknüpft sind, die es so schwer machen.

Danke Euch fürs Lesen