September 2022 - Für was lohnt es sich, rauchfrei zu werden?

Verfasst am: 17. 09. 2022, 21:51
Klara Fall
Klara Fall
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Zitiert von: Senifor
Was aber wenn das Suchtproblem (wie auch die anderen psychischen Erkrankungen) eher ein emotionales Problem ist ? (was es vielleicht nicht bei jedem ist) ....
Vielleicht kann ich am Montag mal fragen in dem Rauchfrei-Kurs

Senifor


Hallo Senifor und schön Dich kennenzulernen.
Dann berichte gerne mal vom Kurs, das wäre sicher spannend.
Es wird wohl bei den meisten von beidem etwas sein.

Verfasst am: 17. 09. 2022, 21:38
Senifor
Senifor
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Hallo Klara,

ich fahre meist nicht mit in dem Zug und bin über deinen Beitrag gestoßen. Erstmal schön, dass du dich entschlossen hast aufzuhören.
Ich hadere auch immer wieder damit, dass ich eben nicht alles mit reiner Analyse in den Griff bekomme. Ich bin jetzt kein Experte, aber ich denke das "analytische (logische) Nachdenken" ist viel langsamer, als die emotionalen Reaktionen. Was aber wenn das Suchtproblem (wie auch die anderen psychischen Erkrankungen) eher ein emotionales Problem ist ? (was es vielleicht nicht bei jedem ist) ....
Vielleicht kann ich am Montag mal fragen in dem Rauchfrei-Kurs (macht bei uns ein Psychologe)

LG und bleibt stark.

Senifor

Verfasst am: 17. 09. 2022, 21:18
Klara Fall
Klara Fall
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Tag 5 geht zu Ende. Ich bin weiterhin sehr unruhig und konnte wieder nicht richtig schlafen. Die Schmachtattacken kamen auch nicht zu knapp, aber ich konnte einigermassen gut meistern, also jedenfalls besser als gestern und vorgestern. Diese Sache mit den Rezeptoren kam mir da jedes Mal wieder in den Sinn. Das habe ich mir so bildlich vorgestellt.

Hallo Linda

Schön dass ich eine Mitfahrerin kennenlerne, Du bist ja am Startbahnhof schon direkt eingestiegen und fährst bereits seit zwei Wochen mit! Da hast Du auch schon einige Stationen geschafft, wow. Tja, ablenken, abhauen oder sich konfrontieren, so unterschiedlich sind wir Menschen. Dem einen hilft dies, dem anderen das.

Diskutieren aber bringt wahrlich niemanden weiter, das haben wir wahrscheinlich alle schon lernen müssen.
Welche Veränderungen stellst Du denn nach zwei Wochen bei Dir so fest? Das würde mich interessieren.

Hallo Claudia

Ich drücke Dir die Daumen für morgen!

Verfasst am: 17. 09. 2022, 20:20
Linda63
Linda63
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Herzlich willkommen zurück,Claudia und alles Gute für morgen.
Weiter Musik machen zu können,wenn du rauchfrei bist, ist eine gute Motivation.

Verfasst am: 17. 09. 2022, 18:16
claud74
claud74
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Hallo alle zusammen!

Ich war schon vor kurzem hier dabei, bin dann aber rückfällig geworden. Ich musste mich hier komplett neu anlegen, da es technische Probleme bzgl. des Rauchausstiegsdatums gegeben hat.

Auf jeden Fall bin ich jetzt gut vorbereitet und habe morgen meinen Ausstiegstag.
Ich freue mich besonders darauf, dass ich dann endlich meine Stimme wieder bekomme. Sie ist sehr rau und der HNO sagte mir, dass ich Wasser in den Stimmbändern habe. Ist wohl ein weit verbreitetes Problem unter den Rauchern. Ich habe außerdem echt Luftprobleme. Das merke ich besonders beim Trompete spielen. Bin Mitglied einer Blaskapelle und habe da echt große Probleme mit der Luft. Möchte dieses Hobby aber weiter ausüben, weil es riesigen Spaß macht. Das Musizieren entspannt einfach.

Ich springe dann ab morgen wieder mit auf auf den Zug.

Euch allen noch einen schönen Abend.

LG Claudia

Verfasst am: 17. 09. 2022, 16:16
Linda63
Linda63
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@ Ingo: Danke!
@ Beronic: Auf die Wange klopfen,kannte ich nicht. Am Handgelenk,dort wo man den Puls fühlt,zu klopfen,das habe ich mal gelesen. Ich habe ein Zopfgummi am Handgelenk und ziehe da ab und zu dran.
@ Klara Fall

Zitiert von: Klara Fall
Diese 4 A's von denen ich hier an mehreren Stellen gelesen habe, die funktionieren bei mir nicht so. Ich bin ein totaler Kopfmensch, bei mir muss alles analysiert werden und logisch erklärbar sein. Damit kann ich so eine Challenge wie Rauchen aufhören annehmen. Ablenken oder Abhauen funktioniert deswegen bei mir nicht so gut, bei mir ist es besser, ich stelle mich breitschultrig vor das Problem und frage es aus und finde in den Antworten alle Widersprüche und Fadenscheinigkeiten. Dann schrumpft das Problem wie ein alter Luftballon zusammen.

Hallo Klara und herzlich willkommen erst mal!
Ich analysiere im Normalfall auch, aber wenn so ein richtig starker Suchtgedanke aufkommt,kann ich zumindest nicht mehr klar denken. In dem Moment ist mein Kopf leer,wie gelöscht und in solchen Momenten hilft nur abhauen oder atmen.
Danach könnte ich analysieren, tue ich im Moment noch nicht. Mir ist noch mit Ablenkung besser geholfen,ich bin noch nicht stabil genug. So schätze ich mich ein und mit der Sucht will ich mich auf keinen Fall auf eine Diskussion einlassen.
Die 1. Woche hast du nun fast geschafft, wie fühlst du dich denn?
@Andrea: als Belohnung gab es einen Tomate - Mozzarella Salat.

Verfasst am: 16. 09. 2022, 22:39
Klara Fall
Klara Fall
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Die Broschüre, die Du mir empfohlen hast Andrea, die finde ich super. Ich habe noch nicht alles durch, aber schon ein paar gute Tipps gelesen. Meine Zuversichtsskala könnte etwas höher sein, momentan noch so Mittelfeld.

Das Ding mit den unbedienten Rezeptoren ist mir schon mal besonders hängengeblieben, als ich eins von diesen Quit Smoking-Büchern gelesen habe. Sowas ist interessant, kein Wunder dass man eine solche Unruhe in sich hat. Hoffentlich bessert sich das in absehbarer Zeit.

Am Wochenende werde ich mir mal eine Liste machen, welche Dinge mir Glück verschaffen. Etwas weiss ich schon, ich liebe nämlich Geocaching. Und meine liebe Labrador-Hündin.

Ich glaube, der Septemberzug braucht noch einige Fahrgäste, sieht doch etwas mau aus.

Verfasst am: 16. 09. 2022, 17:40
rauchfrei-lotsin-andrea
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Liebe Klara,

mein Bild von dir gerade vor Augen: Du bist wie ein Fohlen, das auf wackeligen Beinen steht und Laufen lernt. Nur weiter staksen, eines Tages wirst du frei über die Prärie galoppieren. Was macht dir Mut? Wie stark ist deine Zuversicht auf einer Skala von 1 bis 10? Wie kannst du deine Zuversicht gegebenenfalls erhöhen?

Deine Angst wegen deines Hustens und deiner Schmerzen in der Brust kann dir sehr hilfreich sein, wenn du sie als Warnsignal nutzt, dass dein Rauchstopp wichtig ist. Einmal bei einem fetzigen Schmachter hat mir der Gedanke geholfen: wenn ich es jetzt nicht schaffe, schaffe ich es vielleicht nie mehr. Ich bin durchgekommen durch diesen Moment des Suchtdrucks. Welcher Gedanke könnte dir helfen?

Da du dich gerne informierst, gerne etwas logisch erklärt siehst, Bescheid weißt, hier mal ein Absatz zu den Prozessen in unserem Körper, die zu Schmacht führenich bin aber keine Chemikerin/Physiologin): wenn Nikotin sich an den Acetyl-Cholin-Rezeptor im Gehirn angedockt hat, werden verschiedene Botenstoffe freigesetzt wie Dopamin und Serotonin, sogenannte "Glücksbotenstoffe". Die Zellen bauen nun weitere Rezeptoren in die Zellmembran ein . Fehlt nun Nikotin durch einen Rauchstopp, gibt es zu viele freie Rezeptoren, der Dopaminspiegel sinkt. "Schmacht" entsteht, das berüchtigte Craving. Unserem Belohnungszentrum fehlt die Möglichkeit, uns glücklich zu machen. Diese körperlichen Entzugserscheinungen sind nach ein bis zwei Wochen Abstinenz weg. Die Die psychische Abhängigkeit dagegen kann noch lange fortbestehen. Weil z.B. bestimmte Situationen und oder Gefühle mit dem Rauchen verknüpft sind.

Deswegen ist es so wichtig, sich in der Umgewöhnungsphase möglichst viele und sinnliche Glückserlebnisse zu verschaffen. Was könnte das bei dir sein? Welchen Sport liebst du, welche Gerüche? Und es ist wichtig, sich neue Rituale anzugewöhnen, denn unser Gehirn liebt feste Gewohnheiten zu festgelegten Orten und Zeiten. Z.B. Kaffee und Zeitschrift lesen (auch virtuell: du kannst dir hier im Kiosk ein Thema aussuchen und darin blättern) oder Pause machen mit Musik hören....

Wie ging es dir Heute? Und wenn sich die anderen Septemberzügler nicht bei dir melden, könntest du sie ja besuchent in ihren Wohnzimmern (= Fäden) oder sprech die Nutzer im Augustzug an...

Ich wünsche dir einen interessant und abwechslungsreich gestalteten Abend und drücke dir die Daumen.

Herzliche Grüße
Andrea

Verfasst am: 16. 09. 2022, 13:05
rauchfrei-lotsin-andrea
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Liebe Linda, lieber Ingo
herzlichen Glückwunsch zu zwei Wochen in Rauchfreiheit und dir, Ingo schon zu 15 Tagen alles Gute. Ihr habt euch Meilensteine erarbeitet. Welche Belohnungen habt ihr euch für euch ausgedacht? Denkt an euren "Glücksbotenstoffhaushalt", der will gepusht werden im Entzug. Ich freue mich auf Quittenduft und ein neues spannendes Buch.

Herzliche Grüße an Alle
Andrea

Verfasst am: 16. 09. 2022, 12:59
Beronic
Beronic
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Rauchfrei seit: 89 Tagen
Beiträge: 48 Beiträge

Ich wünsche euch Erfolg!!
Bestellt euch den 100 Tage Kalender oder und ladet ihn euch runter auf euer Mobilgerät. Mir hilft er. Jeden Tag lese ich meine Seite mehrfach durch, und erfreue mich dass er immer dünner wird. Das ist unfassbar...und die Bilder passen! Ich muss oft schmunzeln Dieser 100 Tage Kalender wirklich gut aufgebaut.
Bei Schmachtattacken hilft bei mir Eis essen und, nimm 2 Bonon...
Und probiert mal aus auf die Wange unter dem Auge leicht zu klopfen....das hilft auch
Viel Erfolg
Grüße Nicole