Beziehungsprobleme durch Rauchstopp

Verfasst am: 03.04.2024, 10:05
Jemilili
Jemilili
Dabei seit: 10. 06. 2023
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Beiträge: 320 Beiträge

Hey Jonas, das ist richtig toll. Ich hab vor 9 Jahren versucht aufzuhören und mein damaliger Freund war super verständnisvoll. Es ist toll, dass du deine Freundin mit ins Boot holst. Es bleibt ja auch nicht für immer so schwer, aber wie wir ja wissen: aller Anfang ist schwer. Drück dir die Daumen, dass weiterhin leichter läuft!
Vg
Jem

Verfasst am: 03.04.2024, 10:01
SarahAnne
SarahAnne
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Beiträge: 461 Beiträge

Guten Morgen Jonas,

das klingt toll, dass du dich besser fühlst nachdem du durchgehalten hast.

Da kannst du auch mega stolz sein. Sucht und Entzug sind heftig und jeder Tag, den wir den Dreck nicht inhalieren ist ein großer Gewinn.

Deine Freundin raucht nicht, wenn ich das richtig verstanden habe. Sei nicht zu enttäuscht, wenn sie nicht jedes Gefühl nachvollziehen kann. Ich finde es klasse, dass ihr gesprochen habt und sie Verständnis hat. Das hilft sehr.

Ich habe mich während der Anfangszeit oft von Rauchern und Nichtrauchern nicht wirklich verstanden gefühlt.
Da hat mir das Forum viel geholfen.

https://rauchfrei-info.de/community/forum/Topic/show/DESC/T/der-aprilzug-2024-bahn-frei-fuer-ein-rauchfreies-leben-mit-andrea-und-lix-d-11245/

Ich hab dir mal den link zum April Zug rein kopiert. Da haben alle dann in etwa den gleichen Stand beim Rauchstopp. Du kannst ja mal rein schauen, falls du Interesse hast.

Ich wünsche dir weiter viel Erfolg beim Rauchstopp.

Liebe Grüße Sarah

Verfasst am: 03.04.2024, 09:44
Jonas3985
Jonas3985
Themenersteller/in
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Beiträge: 2 Beiträge

Hallo Leute,

Vielen lieben Dank für all diese netten, ausführlichen und vor allem aufbauenden Worte. Ich hab gestern dann doch durchgehalten und bin nicht los, um Zigaretten besorgen.
Und es stimmt, man fühlt sich wirklich besser, wenn man dem Verlangen nicht nachgeht und diese Phase durchsteht.

Was mir aufgefallen ist, ist, dass es einem wohl wesentlich leichter fällt aufzuhören, wenn man die Unterstützung aus seinem Umfeld hat, und nicht noch zusätzlich unter Druck gesetzt wird.
Habe nämlich gestern mit meiner Partnerin drüber gesprochen, wie es mir geht und wir schwierig das ist.
Und dann hatte sie auch Verständnis. Seit dem Gespräch habe ich irgendwie viel weniger Lust darauf, eine zu rauchen.

Interessant, was da alles so mitspielt im Kopf.

Nochmal vielen lieben Dank euch allen! Man fühlt sich hier im Forum wirklich wahnsinnig gut aufgehoben

Liebe Grüße
Jonas

Verfasst am: 03.04.2024, 09:36
greta64
greta64
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Beiträge: 305 Beiträge

Guten Morgen lieber Jonas,

im Gegensatz zu dir habe ich viele Jahre geraucht, am Ende waren es über 40!
Einen ersten Versuch damit aufzuhören habe ich mit Anfang 30 unternommen. Genau, wie du es auch beschreibst, war ich unausstehlich, ich war so wütend, aufgeregt, nervös, ohne Freude. Ich erinnere mich, dass ich an einem Nachmittag stundenlang im Bett lag und unkontrolliert weinen musste. Mein Freund hat mich am Ende fast angefleht, dass ich wieder rauche, nur damit ich wieder normal bin, obwohl er eigentlich völlig gegen das Rauchen war.
Also habe ich das gemacht. Weitergeraucht. Mindestens 20 Jahre lang. Mehrere Versuche damit aufzuhören gab es schon, diese waren jedoch meist von kurzer Dauer, weil ich wegen dieser veränderten Stimmungslage immer wieder eingeknickt bin. Nun, bei meinem letzten Rauchstopp ,habe ich mir Nikotinkaugummis besorgt und immer, wenn Gefühle des starken Rauchverlangens, der Wut, Aggression, Trauer hoch kamen, eines davon eingeworfen. Das hat für mich die Sache wirklich verändert. Ich kam einfach nicht in diese Negativspirale, sondern war die ersten Tage des Rauchstopps sogar eher gut drauf und ganz euphorisch, dass ich es ganze Tage schaffe nicht zu rauchen. Insgesamt hab ich in der ersten Woche nur wenige Kaugummis gebraucht und dann war es auch gut, aber da ist anscheinend jeder anders. Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen, dass du stark bleiben kannst und am Ende wirst du megafroh sein, dass du nicht wieder angefangen hast (denn dann musst du irgendwann wieder aufhören, oder mit fortschreitender Zeit die negativen Konsequenzen des Rauchens tragen).
Liebe Grüße. Greta.

Verfasst am: 02.04.2024, 21:48
KippeMachtNixBesser1
KippeMachtNixBesser1
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Beiträge: 14 Beiträge

Lieber Jonas,

oh bitte bitte geh nicht los um dir Zigaretten zu kaufen, nur damit du dann wieder "gut drauf" und "entspannt" bist und dann wieder alles friedlich in der Beziehung abläuft.

Was du geschrieben hast, erinnerte mich sehr an mich selbst.

Während des ersten Monats im Rauchstopp war ich auch ziemlich oft und überwiegend schlecht drauf. 2-3 Mal habe ich zu meinem Mann in einem Streit oder einer angespannten Situation gesagt " ach scheiß drauf! ich rauche jetzt wieder eine! Dann bin ich wenigstens wieder gut drauf und keiner leidet unter mir oder wegen meiner miesen Laune!" Es war teilweise echt heftig. Aber weißt du was? Ich bin froh, dass ich es nicht gemacht habe. Denn dann wäre ich weiter in dem Teufelskreislauf der Schleichenden Selbstzerstörung namens Zigaretten rauchen gefangen geblieben. Dann hätte ich den Punkt nicht erreicht an dem ich jetzt bin: es geht mir besser und sieht nicht mehr so düster aus. Ich kümmere mich besser um mich und es geht mir besser, und das alles ohne Zigarette! Hätte ich am Anfang nicht gedacht. Aber der Weg dorthin war/ist zäh und steinig.

Bitte rede mit deiner Partnerin und sei geduldig mit dir. Übe und lerne fürsorglich zu dir selbst zu sein. Dir selbst immer wieder was gutes zu tun bringt wirklich sehr viel. Und Akzeptanz auch. Dann bist du halt gerade nicht gut drauf, dein Körper und Kopf entgiftet gerade. Das ist kein Zuckerschlecken am Anfang. Das merkst du jetzt und deine Freundin auch. Aber es lohnt sich langfristig, wenn du und sie weiter Durchhaltet.

Ich wünsche dir nur das Beste und ganz viel Durchhaltevermögen und Kraft und Unterstützung!

Viele liebe Grüße

Verfasst am: 02.04.2024, 14:15
Paul2.1.
Paul2.1.
Dabei seit: 22. 02. 2024
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Beiträge: 79 Beiträge

Hallo Jonas,
es war schon eine gute Idee, dich hier im Forum anzumelden und Kontakt zu suchen.
ich kenne es auch mit der schlechten Laune und der Reizbarkeit
Durch das ständige Nikotin ist Dein Gehirn mit Reizen überschwemmt worden und bei einem Entzug müssen wir uns erst daran gewöhnen wie es sich anfühlt wenn die Droge fehlt.

Zitiert von: Jonas3985

...
Es fällt mir schwer zu lachen, und es fühlt sich an, als hätte ich keine Freude mehr am/im Leben. Dazu kommt, dass ich gerade auch noch in einer sehr schwierigen Phase in meinem Leben bin, was den Rauchstopp zusätzlich noch erschwert.

Ich glaube zwar nicht, dass es einen perfekten Moment im Leben braucht um wirklich mit dem Rauchen aufzuhören
aber eine zusätzliche Baustelle kann es sicher erschweren.

Zitiert von: Jonas3985

Aber ich hab ein bisschen Angst, dass das langfristig etwas an der Beziehung kaputt macht. Die einzige Möglichkeit, die ich sehe, diese Launen und diese ständige Anspannung loszuwerden, ist, jetzt zur Tankstelle um die Ecke zu gehen und eine zu rauchen, in der Hoffnung, dass dann alles wieder wie vorher ist.


Wenn Du zur Tankstelle fährst löst Du den Suchtdruck für den Moment auf aber Du entkommst damit der Sucht nicht.
Sprich mit Deiner Freundin, dass es schwer und anstrengend ist sich von einer Droge zu entziehen.
Die schlechte Laune ist ein vorübergehendes Phänomen, es kann auch sein, dass die schlechte Laune in Wellen aufkommt und dann wieder verschwindet.
Aber, und das kann ich Dir versprechen, es wird nicht für den Rest Deines Lebens so bleiben.
Ich hätte keine 2000 Tage schaffen können wenn meine schlechte Laune vom Anfang so geblieben wäre.

LG von Paul

Verfasst am: 02.04.2024, 13:35
Junior75
Junior75
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Beiträge: 10 Beiträge

Hallo Jonas,

das mit der miesen Stimmung legt sich nach ein paar Tagen.
Bei mir war es auch so.
Wenn jetzt eine rauchst geht es dir nicht besser und du machst dir zusätzlich noch vorwürfe.

Halte durch!

Verfasst am: 02.04.2024, 13:14
Jonas3985
Jonas3985
Themenersteller/in
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Beiträge: 2 Beiträge

Hi,
ich bin Jonas und heute ist mein 4. Tag ohne Nikotin.
Ich habe diese Iqos HEETs geraucht, meine letzte Zigarette ist schon einige Monate her. Insgesamt Nikotin-abhängig war ich ziemlich genau 7 Jahre.

Nun habe ich vor 4 Tagen meinen ersten "richtigen" Rauchstopp-Versuch gestartet, und bin dementsprechend seitdem immer ziemlich mies gelaunt.
Es fällt mir schwer zu lachen, und es fühlt sich an, als hätte ich keine Freude mehr am/im Leben. Dazu kommt, dass ich gerade auch noch in einer sehr schwierigen Phase in meinem Leben bin, was den Rauchstopp zusätzlich noch erschwert.

Meine Freundin ist Nicht-Raucherin, und war es auch schon immer. Ich lebe mit ihr zusammen, und seit meinem Startversuch streiten wir fast durchgehend oder es herrscht zumindest eine sehr angespannte Stimmung.

Offensichtlich liegt das natürlich daran, dass ich so mies gelaunt bin, weil mir das Nikotin fehlt.

Aber ich hab ein bisschen Angst, dass das langfristig etwas an der Beziehung kaputt macht. Die einzige Möglichkeit, die ich sehe, diese Launen und diese ständige Anspannung loszuwerden, ist, jetzt zur Tankstelle um die Ecke zu gehen und eine zu rauchen, in der Hoffnung, dass dann alles wieder wie vorher ist.

Bevor ich das mache, will ich wenigstens die Chance nicht ungenutzt lassen und hier im Forum mal nachfragen, ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat, und da vielleicht ein bisschen berichten könnte?