50 + - rauchfreie Tage

Verfasst am: 03.02.2015, 19:35
bilisu
bilisu
Themenersteller/in
Dabei seit: 21. 11. 2014
Rauchfrei seit: 2994 Tagen
Beiträge: 115 Beiträge

ein liebes Hallo an alle,
ich war so neugierig und sehr interessiert auf/an diesem Gedankenaustausch. Und ich fand es schön, dass so ganz langsam entsprechende Rückmeldungen kamen. Die "alten Hasen" werden wissen, dass ähnliche Gespräche schon einmal stattfanden - da war ich allerdings noch nicht hier. (nach langem Stöbern habe ich die entsprechenden Seiten gefunden )
Leider habe ich inzwischen einfach sehr große Probleme und es kostet mich enorm viel Kraft, den Alltag auf die Reihe zu bekommen. Und deshalb bleibt nicht mehr viel Energie, mich hier weiter zu engagieren.
Ab nächster Woche werde ich nun kurzfristig drei Wochen in Urlaub sein. Vielleicht geht es ja danach weiter - mal sehen.
LG Bilisu

Verfasst am: 26.01.2015, 18:40
Lothlórien
Lothlórien
Dabei seit: 29. 11. 2014
Rauchfrei seit: 3066 Tagen
Beiträge: 142 Beiträge

Liebe Bilisu !

ich lasse dir liebe Grüße hier und möchte dir danken, dafür, daß du mich besuchen kamst, obwohl keine Botschaft von mir kam.
Ich war verhindert, habe aber versucht ein paar erklärende Worte in meinem Post da zu lassen.
Lass du deinen Kopf bitte auch nicht hängen.
Ich hatte auch keinen Klick, es war eine reine Vernunftsentscheidung.
Du bist nun auch schon so ein großes Stück vorangekommen!
Ich denke, du musst, so wie ich, wahrscheinlich lernen, dich selbst anzunehmen, zu belohnen und zu lieben.
Ich muss das gerade auch lernen, vielleicht sollten wir einen Workshop zusammen machen .

Ich denke an Dich!

Verfasst am: 26.01.2015, 16:52
rauchfrei-lotsin-andrea
rauchfrei-lotsin-andrea
Dabei seit: 16. 08. 2011
Rauchfrei seit: 4192 Tagen
Beiträge: 7736 Beiträge

Also mein Erleben zu dem Thema konzentriert sich auf ein Zusammenspiel von vernunftgeleiteten Gedanken UND Gefühlen. Einen Klick hatte ich auch nicht, aber einen sehr intensiven Wunschgedanken "Ich wünsche mir nichts so sehr wie mit dem RAuchen aufzuhören). Und Angst: vor den Geräuschen in der Lunge, vor dem Husten und dem, was das anzeiget: eine kranke Lunge.

Gefühle sind für mich sehr wichtig für eine anhaltende Motivation: Stolz und Freude über das erreichte, Glücksgefühle über sinnlich Erlebtes (Düfte statt Gestank).

Dann wieder der Gedanke: Ich bleibe meinem Entschluss zu rauchfreiem Leben treu. Und auch die Angst: wenn ich jetzt hinlange, falle ich wieder in die Sucht und schaffe es mein Leben lang nicht mehr, davon loszukommen.

Also ich als sehr von Gefühlen bestimmtem Menschen brauche unbedingt auch motivierende Gefühle.

Ist interessant der Gedankenaustausch hier

Verfasst am: 22.01.2015, 20:36
bilisu
bilisu
Themenersteller/in
Dabei seit: 21. 11. 2014
Rauchfrei seit: 2994 Tagen
Beiträge: 115 Beiträge

Hallo Rüdiger,
dann lass uns mal den "Club" eröffnen und uns gegenseitig davon abhalten, in diese Falle zu tappen
Bilisu

Verfasst am: 22.01.2015, 19:07
bilisu
bilisu
Themenersteller/in
Dabei seit: 21. 11. 2014
Rauchfrei seit: 2994 Tagen
Beiträge: 115 Beiträge

Hallo littlesun,
ich habe auch mehr als 35 Jahre geraucht (siehe auch: Ich habe aufgehört/ "Hilfe, meine Motivation löst sich in Luft auf" ) und bin etwa so lange rauchfrei wie du. Und im Moment geht es mir genauso wie dir. Ich muss mich ganz arg anstrengen, nicht zu rauchen und weiß manchmal nicht mehr, mit was ich mich ablenken soll. Keine Ahnung woran es liegt - bei vielen anderen scheint es nicht ganz so schlimm zu sein. Vielleicht sollten wir einfach den ´"Club der ganz Hartnäckigen" gründen und uns gegenseitig stützen. Ich wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Durchhaltevermögen und freue mich, wieder von dir zu hören.
LG Bilisu

Verfasst am: 21.01.2015, 14:27
rauchfrei-team
rauchfrei-team
Dabei seit: 07. 07. 2011
Rauchfrei seit:
Beiträge: 1233 Beiträge

Lieber bilisu,

Konkrete statistische Erfahrungswerte, an welchem konkreten Tag nach einem Rauchstopp die meisten Menschen ihr Vorhaben aufgeben, liegen uns nicht vor. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass es bei einer Tabakentwöhnung recht häufig zu Rückfällen kommt und dass sich zwischen 46 und 76 Prozent aller Rückfälle in der ersten Woche nach dem Rauchstopp ereignen. Die Frage nach einer „magischen Grenze“, ab der man es „geschafft“ hat, der Rauchstopp also stabil ist, beschäftigt viele Menschen, die mit dem Rauchen aufhören und auch jene, die diesen Schritt noch vor sich haben. Der Gedanke daran bzw. der Wunsch nach einem solchen Stichtag ist nachvollziehbar, denn oft wird eine Tabakentwöhnung von einem Gefühl der Unsicherheit begleitet, ob der Rauchstopp gelingen mag oder nicht und dieses Gefühl würde man natürlich gerne durch die Gewissheit ablösen, ab einem bestimmten Tag, „fertige Nichtraucherin oder Nichtraucher“ zu sein. Diese Gewissheit bzw. Erfolgszuversicht nimmt in den meisten Fällen mit jedem Tag der Rauchfreiheit zu. Dennoch gilt es, aufmerksam gegenüber potentiellen Rückfallsituationen zu bleiben. Schon aus diesem Grund wäre es schwierig, einen allgemeingültigen Zeitpunkt für einen stabilen Rauchstopperfolg zu benennen: Auch noch lange Zeit nach Tag X können bestimmte – individuell sehr unterschiedliche Situationen und Stimmungen – ein Rauchverlangen auslösen. Wer darauf vorbereitet ist, kann dieses Verlangen leichter bewältigen. Eine Userin im Chat beschrieb diesen Sachverhalt passend, indem sie sich als „aufmerksame Nichtmehrraucherin“ bezeichnete. Die psychische Abhängigkeit vom Rauchen dauert zum Teil lange an und ist sehr unterschiedlich ausgeprägt. Auch deshalb lassen sich Faustregeln bzw. bestimmte Stichtage so schwer benennen. In wissenschaftlichen Studien werden unterschiedliche Grenzwerte verwendet, an denen ein Rauchstopperfolg festgemacht wird, häufig wird die 3-, 6- oder 12-Monatsgrenze verwendet. Die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls hängt unter anderem vom Umgang mit Risikosituationen, Bewältigungsstrategien (zum Beispiel bei Stress), der allgemeinen Lebensbalance und auch der eigenen Erfolgszuversicht ab. Diese Faktoren lassen sich stärken, Tipps und Anregungen dafür gibt es unter anderem in der rauchfrei community.

Freundliche Grüße,
Ihr Team von rauchfrei-info.de

Verfasst am: 19.01.2015, 19:33
bilisu
bilisu
Themenersteller/in
Dabei seit: 21. 11. 2014
Rauchfrei seit: 2994 Tagen
Beiträge: 115 Beiträge

ein großes Dankeschön an Andreas, Signe und auch an Markus, für die fundierten Antworten auf meine Frage.

ich bin ein sehr neugieriger Mensch und weiß auch, dass bei solchen Programmen wie hier, Auswertungen erfolgen. Ich finde theoretisches Hintergrundwissen wichtig und spannend und es geht gar nicht so sehr darum, wo ich mich persönlich in diesen "Statistiken" wiederfinde. Mir geht es auch um die Frage, ob ich mich auf dieser Seite mit meinen Fragestellungen wiederfinde und damit auch längerfristig Unterstützung beim Aufhören erfahren kann. D.h. auch, wie kann die Zahl der "Hartnäckigen 50 + RaucherInnen" hier erhöht werden? Wenn nicht hier - wo dann?
Ich empfinde die Beiträge der "älteren" NichtraucherInnen hier als überaus wertvoll und es gibt ganz viele Themen, die sich bei allen "AnfängerInnen" wiederholen. Manchmal ist es aber einfach Zufall, auf diese Beiträge zu stoßen. Das finde ich sehr schade.
So genug Theorie für heute
Grüße an alle
Bilisu

Verfasst am: 16.01.2015, 05:42
rauchfrei-lotse-andreas
rauchfrei-lotse-andreas
Dabei seit: 18. 06. 2013
Rauchfrei seit: 3513 Tagen
Beiträge: 8662 Beiträge

Hallo Bilisu. Ich habe Deine ursprüngliche Frage mal weitergeleitet und hoffe das Du bald eine Antwort bekommst. Viele Grüße

Andreas

Verfasst am: 14.01.2015, 19:51
bilisu
bilisu
Themenersteller/in
Dabei seit: 21. 11. 2014
Rauchfrei seit: 2994 Tagen
Beiträge: 115 Beiträge

ich wollte hier tatsächlich einfach eine statistische Frage stellen aber jetzt wird es inhaltlich sehr interessant ( mal davon abgesehen, dass meine ursprüngliche Frage bisher von den Angefragten nicht beantwortet wurde - vielleicht sollte dieses Thema dann doch besser zu "Ich habe aufgehört".) geht das??

Aber davon einmal abgesehen, wir können doch den Weg des "Aufhörens" nicht isoliert von unseren sonstigen Verhaltensmustern und Lösungsmechanismen abtrennen. Und so unterschiedlich wir Menschen sind, sind eben auch unsere Wege, unsere Gedanken, unsere Probleme beim Aufhören. Es ist doch schon alleine interessant zu überlegen, warum ein Mensch (so wie ich) mehr als 35 Jahre braucht, um einen Versuch zu starten. Da ist doch schon eine Menge schief gelaufen bzw. ganz viel wird mit dem Rauchen verbunden oder kompensiert. Das löst sich doch nicht in ein paar Wochen auf.
Und an Markus: Ich war jetzt einfach mal davon ausgegangen, dass du Markus, dich über das "Aufhören" hinaus mit Fragen beschäftigst - die im Rückschluss ja wieder für das Aufhören wichtig sind. Darauf war/bin ich neugierig. Ich würde mich über einen spannenden Austausch freuen.
Bilisu

Verfasst am: 12.01.2015, 20:42
Mine
Mine
Dabei seit: 18. 02. 2013
Rauchfrei seit: 3631 Tagen
Beiträge: 311 Beiträge

Hei Ihr,
spannende Fragen,... u ich kenn sie auch und hab ich damit auch fast irr gemacht.
Stur bleiben ist u bleibt das Motto der 1. u jeglicher weiterer Stunden.
Wir haben uns eben einmal komplett das Hirn umgekrempelt um der Raucherei jegliche erdenkliche positive Eigenschaft zuzusprechen u nun muss man Aktion Brainwash nochmal retoure machen.
Ich hatte immer wieder gaaanz bedrängende Momente. Die Intensität verblast jedoch eine gewisse Attraktivität kann Niko doch immermal wieder auf mich ausüben.
Doch die Reaktion kann eben nur harte Kante sein u den Kopf wieder zurechtsortieren.
Jungs bleibt stark!