Mein neues Wohnzimmer-3 Wochen geschafft

Verfasst am: 16.12.2022, 20:44
OmaKirsten
OmaKirsten
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Nachdem ich ein paar Tage nicht ins Forum gekommen bin und es mit meinem alten Namen auch nicht mehr klappte ziehe ich jetzt in ein neues Wohnzimmer und hoffe auf viele Besucher.

Morgen habe ich 3 Wochen geschafft. Manchmal staune ich über mich dass ich noch nicht wieder aufgegeben habe, aber das ist diesmal keine Option. Oft packt mich das heulende Elend. Ich hoffe das geht jetzt nicht monatelang. Ich kann mein Kaffee auch ohne Zigarette genießen.
Wann mir die Zigarette fehlt....in Pausen wenn ich was gemacht habe und mich ausruhe, wenn ich mich freue oder wenn ich mich ärgere. Besonders wenn ich mich unglücklich fühle und einsam, wenn ich sozusagen im selbstmitleid versinke würde ich am liebsten sofort eine ins Gesicht stecken. Das ist die Sucht sagt mein Verstand, wie schön das Rauchen jetzt wäre sagt mein altes ich.
Am besten hilft mir im Moment hier sitzen, möglichst nicht denken. Um mich abzulenken fehlt mir irgendwie die Kraft. Die wird wiederkommen oder?

Verfasst am: 16.12.2022, 21:15
Mactipp000
Mactipp000
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Hallo Kirsten,
Genauso isses - aufgeben ist keine Option.
Oder wie willst Du vier Wochen schaffen nach Deinen morgigen drei Wochen?

Ich kenne das anfangs auch. Die Zigarette fehlt, aber das ging schnell vorüber.

Die Kraft, die Dir fehlt kommt auch wieder....und sie ist ja noch vorhanden, sonst wärst Du ja nicht soweit gekommen.

Immer schön bei Gelüsten ins Forumm kommen

LG Christian

Verfasst am: 16.12.2022, 21:55
Klara Fall
Klara Fall
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Hallo Kirsi
Nun habe ich Dich auch wiedergefunden, hier etwas Deko für Dein neues Wohnzimmer.



Du hast schon recht, auf Dauer ist es sicher nicht gut, inaktiv zu sein. Doch in den ersten Wochen ist alles erlaubt, finde ich. Je nachdem wie stark man mit dem Entzug zu tun hat, kann diese Zeit wirklich sehr anstrengend sein. Mental und körperlich. So wie ich lese, ist das auch bei Dir so. Ich sehe es deshalb gar nicht so negativ, am Anfang mal wenig aktiv zu sein. Das kommt alles wieder.

Ich hatte für die ersten Wochen überhaupt keine Erwartungen, nur nicht rauchen, das war das Ziel. Wenn ich mich dafür drei Wochen hätte einschliessen und/oder ins Bett legen müssen, egal. So schlimm war‘s aber dann auch nicht. Allmählich ging es tatsächlich schrittweise besser, und dann nach einer nochmal anstrengenden Phase von ca. 2 Wochen besserte sich die ganze Sache erheblich. Heute bin ich viel aktiver als vor dem Rauchstopp und freue mich jeden Tag, dass ich frei von dem fürchterlichen Gift bin.

Eins ist sicher: Dir wird es auch bald wesentlich besser gehen. Sei geduldig mit Dir und finde jeden Tag eine Kleinigkeit, die Dir gut tut.

Verfasst am: 17.12.2022, 06:55
Unbekannt
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Verfasst am: 17.12.2022, 08:05
OmaKirsten
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Liebe/r Jenö,

das geht mir wohl auch so. Überforderung = Sucht. Und leider bin ich oft überfordert mit meinem Leben. Es läuft seit Jahren irgendwie scheiße. Aber wie man sieht hat das Rauchen ja auch seit Jahren nicht geholfen.
Gestern Nacht habe ich hier viel gelesen, das hat mir gut getan.

Ich freue mich auf deinen nächsten Besuch.

Verfasst am: 17.12.2022, 12:01
katjag
katjag
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hallo, liebe kirsten, ich komme sehr gerne in dein wohnzimmer! ich habe in den letzten beiden tagen sehr viel rumgelesen = versucht, mir widerstand gegen rauchwünsche anzulesen, einiges aufgeschrieben zum dran erinnern, wenns wieder mal doof ist, einfach gegengedanken gegen sucht-flut, die dann ja auch schnell wieder aus der aufmerksamkeit raus ist bisher, gott sei dank.

aber weshalb ich in dein wohnzimmer gekommen bin: ich bin auch berlinerin, auch mit hund, fühle mich auch immer mal wieder vom leben überfordert UND ich drücke (nicht nur) uns sowas von die daumen!!!

alles liebe,
katja

Verfasst am: 17.12.2022, 12:15
Unbekannt
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Verfasst am: 17.12.2022, 12:54
OmaKirsten
OmaKirsten
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Jenö das schaffst du ganz bestimmt.
Ich habe gesundheitlich auch schon viel durchgemacht. Irgendwie geht es immer wieder weiter. Aufwärts will ich gar nicht sagen.
Was ich jetzt mache ist für mich das Schwerste was ich in letzter Zeit gemacht habe. Aber ich muss....feige sein gilt nicht. Auch für dich nicht!!!

Verfasst am: 17.12.2022, 13:07
rauchfrei-lotsin-monika
rauchfrei-lotsin-monika
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Liebe Kirsten,
Mir ist nicht verborgen geblieben wie sehr du kämpfst und ich sehe, dein Krönchen ist oben geblieben.
Natürlich ist es mit einer psychischen Vorbelastung und dazu noch mit einer nicht verarbeiteten leidvollen Vergangenheit, eine Hausnummer größer einer Sucht zu entsagen. Jedoch gibt es absolut keine Krankheit, keine Situation, die sich durch rauchen mit dem Rauch auflöst. Dazu hast du ein Ehrenamt, dass viel Kraft kosten kann. Immer nur geben und sich selbst hinten anstellen? Nur wer sich selbst liebt, hat dann auch was abzugeben.
Und dann kommt auch noch von Außen, he, du musst aber aufhören zu rauchen, macht doch keiner mehr! Jede Zigarette wird vermiest und dazu kommen dann auch noch Schuldgefühle. ALLe schaffen das mit links , nur ich nicht
Und das macht deinen Rucksack noch schwerer. Hier sind sehr viele Geschichten von Menschen, die unterm Teppich hergehen mussten, um die Sucht aufrecht gehend zu besiegen!
Liebe Kirsten, wie ich lese, bekommst du sehr viel liebe Zuschriften. Das wird dich weiter tragen.
Auch für Jenö war und ist es immer sehr schwer und er geht es mit Würde an. KLaraFall hat immer so aufmunternde Worte für dich ...
Bleib dabei und pflege hier die Kontakte. Schreiben war auch für mich eine sehr gute Therapie.

Ich wünsche dir und deiner Enkeltochter ein weihnachtliches Wochenende
Monika

Verfasst am: 17.12.2022, 18:03
Jutta M
Jutta M
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Hallo Kirsten, schön, dass du ein neues Wohnzimmer hast. Manchmal braucht man einfach einen Tapetenwechsel. Dass du schon drei Wochen geschafft hast, ist toll, nun werden wir auch einen Monat schaffen. Liebe Grüße von Jutta