April 2020 - wer fährt mit?

Verfasst am: 02. 04. 2020, 05:30
rauchfrei-lotse-andreas
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Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, was für Situationen ich meiden sollte. Zigaretten haben mich in allen Situationen und ständig begleitet. Es gibt kaum einen Tagesablauf oder eine Situation die nicht mit Rauchen belegt ist. Ich für mich "halte das jetzt einfach aus". Es ist nach wie vor so, dass ich alle 5-10 Min denke, ich brauch jetzt dringend eine Zigarette. Dann lauf ich einfach wieder im Kreis, atme ein und aus, bis das vorbei ist. Würde gerne was sinniges machen, kann mich aber auf nichts konzentrieren. Ich weiß ja, dass das in den nächsten Tagen besser wird. Also muss ich jetzt eben durchhalten. Jede Stunde ist ein Fortschritt und jeder Tag ein kleiner Sieg.


Hallo Chris, drei Tage sind schon geschafft, ist doch schon eine tolle Leistung. Du sagst es ganz richtig: jeder Tag ist ein Sieg.

Das mit den Meiden ist ja aktuell eine gute Frage, viele Gewohnheiten sind ja eh stark eingeschränkt. Ablenkung ist da sehr wichtig, alles was Dich auf andere Gedanken bringt ist da genau richtig. Selber habe ich damals mit Laufen angefangen. Aber auch Lesen, Musik hören.. ein Tipp den ich damals auch bekommen habe war, das Malen eine gute Ablenkung sei, da es auch gut beruhigen würde. Es gibt da eine Vielzahl von Malbüchern für Erwachsene mit Vorlagen. Was könnte Dich ablenken?

Die Gedanken um die Zigarette werden Dich noch einige Zeit begleiten, insgesamt werden die ersten 10 - 14 Tage als die schwierigsten angesehen.

Dir für den heutigen Tag viel Erfolg und alles gute

Andreas

Verfasst am: 01. 04. 2020, 19:07
KetteRechts
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Hey Chris,

es geht soweit ganz gut - an Entzugserscheinungen merke ich noch nicht viel, wird aber bestimmt noch kommen.
Ich hatte mir für heute echt viel vorgenommen und genau nichts geschafft dafür viel gelesen, im Netz, beim Spitzer, in Wohnzimmern, in Berichten über den Virus, usw.

Ist aber nicht schlimm, dann fange ich eben morgen oder übermorgen damit an.

Der Krieg, den wir hier gegen die Zigis führen wird meiner Meinung nach im Kopf gewonnen, die körperlichen Entzugserscheinungen sind dann eher Kindergeburtstag.

Wünsche uns allen eine entspannte Fahrt und vor allem ERFOLG!

Verfasst am: 01. 04. 2020, 18:48
ChrisCullen
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Zitiert von: KetteRechts

Moin Chris,

auf jeden Fall fahre ich mit Dir mit! Werde Dir auch immer den einen Tag Vorsprung lassen, versprochen
Ich habe gestern Abend die letzte geraucht, also heut ist mein erster Tag!

Auf das der Zug voll werde!

LG Matze


Hi Matze,

schön, dass Du mit dabei bist! Wie gehts Dir bis jetzt?

Verfasst am: 01. 04. 2020, 18:44
KetteRechts
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Moin Chris,

auf jeden Fall fahre ich mit Dir mit! Werde Dir auch immer den einen Tag Vorsprung lassen, versprochen
Ich habe gestern Abend die letzte geraucht, also heut ist mein erster Tag!

Auf das der Zug voll werde!

LG Matze

Verfasst am: 01. 04. 2020, 14:42
ChrisCullen
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Zitiert von: rauchfrei-lotse-andreas


Was führte damals zum Rückfall? Vielleicht magst Du uns ja mal beschreiben, wie Du dich vorbereitet hast. Die Schmacht verläuft oft in Wellen, alles was Dich auf andere Gedanken bringt und ablenkt ist da genau richtig.

Siehe Deine Angst auch als Vorteil, durch sie wirst Du noch vorsichtiger sein und bestimmte Situationen eher meiden. Deine Partnerin sollte ab so nett sein und nicht in Deiner Nähe rauchen.


Hallo Andreas,

danke für Deine Antwort! Zu meinem Rückfall führte damals die Trennung von meiner damaligen Frau. Also im Grunde führte sehr großer emotionaler Stress zu dem Rückfall damals.

Meine einzige Vorbereitung war im Grunde das Datum. Da ich mit meiner Partnerin ausgemacht hatte, dass wir ab Montag räumlich getrennt leben werden bis die Sache mit dem Virus irgendwann vorbei ist, dachte ich mir, dann versuche ich den Rauchstopp gleich wenn diese (neue) Situation eintritt.

Ich wusste ja vom letzten Versuch (lang ist es her), dass der Entzug für mich mehr oder weniger ein "Ritt durch die Hölle" ist. Damals war ich 14 Tage völlig von Sinnen, konnte keinen klaren Gedanken faßen und war extrem aggressiv gegenüber (fast) jedem, der mir über den Weg gelaufen ist. Ich war eine Zumutung für alle Mitmenschen und für mich selbst. Diese Zeit nochmals durchzumachen hat mich viele Jahre davon abgehalten es nochmals zu versuchen.

Also dachte ich, wenn ich das machen will, dann mach das jetzt gleich in dieser neuen Situation. Ich lebe nun auf absehbare Zeit alleine und lebe in dieser Zeit auch isoliert von allen Menschen. Da wird also niemand von mir in dieser Zeit negativ tangiert. Ich muss es also "nur" für mich selbst schaffen.

Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, was für Situationen ich meiden sollte. Zigaretten haben mich in allen Situationen und ständig begleitet. Es gibt kaum einen Tagesablauf oder eine Situation die nicht mit Rauchen belegt ist. Ich für mich "halte das jetzt einfach aus". Es ist nach wie vor so, dass ich alle 5-10 Min denke, ich brauch jetzt dringend eine Zigarette. Dann lauf ich einfach wieder im Kreis, atme ein und aus, bis das vorbei ist. Würde gerne was sinniges machen, kann mich aber auf nichts konzentrieren. Ich weiß ja, dass das in den nächsten Tagen besser wird. Also muss ich jetzt eben durchhalten. Jede Stunde ist ein Fortschritt und jeder Tag ein kleiner Sieg.

Verfasst am: 01. 04. 2020, 13:24
rauchfrei-lotse-andreas
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Hallo Chris, herzlich Willkommen und Glückwunsch zum erfolgreichen Start. Deine Gesundheit wird es Dir sehr danken und die Lebensfreude wird sich schnell verbessern.

Wenn man mehrere Anläufe braucht, ist das völlig normal, jeder reagiert halt anders und muss erst seinen Weg finden. Das Du es schaffen wirst, bin ich mir ziemlich sicher, warum auch nicht? Wenn ich es, als starker Raucher mit zwei Big Packs/Tag geschafft habe, wirst Du es auch schaffen.

Was führte damals zum Rückfall? Vielleicht magst Du uns ja mal beschreiben, wie Du dich vorbereitet hast. Die Schmacht verläuft oft in Wellen, alles was Dich auf andere Gedanken bringt und ablenkt ist da genau richtig.

Ein paar Tipps findest Du unter dem grünen Reiter "Aufhören" oder auch in der Broschüre http://www.bzga.de/pdf.php?id=253e87a4d2e5ed98979066bc64837c80. Auch das Starterpaket, was innerhalb Deutschlands kostenlos verschickt wird, ist eine gute Hilfe, besonders der Knetball http://www.bzga.de/infomaterialien/foerderung-des-nichtrauchens/foerderung-des-nichtrauchens-informationsmaterialien-fuer-erwachsene/rauchfrei-startpaket/ Wie lange man momentan warten muss, kann ich Dir nicht sagen. Normalerweise dauert es gut eine Woche.

Der nächste Vorteil ist der von Dir gestartete Zug, wo Du viele Gleichgesinnte triffst. Gerade in der Gruppe macht es Spaß, wenn man sich gegenseitig unterstützt.

Siehe Deine Angst auch als Vorteil, durch sie wirst Du noch vorsichtiger sein und bestimmte Situationen eher meiden. Deine Partnerin sollte ab so nett sein und nicht in Deiner Nähe rauchen.

Trage doch noch Dein Startdatum nach. Klicke dafür einfach oben rechts auf Deinen Namen um ins Profil zu gelangen.

Möge der Aprilzug wieder ein tolles Team zusammen bringen.

Viele Grüße

Andreas

Verfasst am: 01. 04. 2020, 11:28
ChrisCullen
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Hi, mein Name ist Chris und ich habe am Montag mit dem Rauchen aufgehört.

Es ist mein 2. Versuch. Der erste Versuch war ein paar Jahre nach der Geburt meiner Tochter. Ich war 3 Jahre rauchfrei und hab dann nach der Trennung von meiner Ex Frau wieder mit dem Rauchen begonnen. Das war 2006.

14 Jahre später also Versuch Nr. 2. Angefangen hab ich übrigens 1993 (ziemlich spät mit 24 Jahren).

Warum jetzt?

Ich habe Angst, dass das Rauchen mein Leben in Zeiten von Corona noch stärker gefährden könnte, als sowieso schon.

Aufgrund einer Autoimmunkrankheit erhalte ich seit 8 Jahren Medikamente die sich negativ auf mein Immunsystem auswirken. Dazu habe ich Asthma (da sollte man sowieso nicht rauchen, aber das ist eine andere Geschichte). Ich gehöre darum zur Risikogruppe bezüglich Corona

Meine Lebenspartnerin arbeitet im Krankenhaus in der Intensivstation. Sie betreut nun ausschliesslich Patienten die unter einem ganz schweren Krankheitsverlauf des Corona 2 Virus leiden. Das Risiko mit Corona angesteckt zu werden ist trotz Schutzbekleidung immer vorhanden.

Aufgrund des hohen Ansteckungsrisikos leben wir nun bis auf weiteres in separaten Wohnungen getrennt voneinander.

Da meine Partnerin selbst ebenfalls raucht und nicht aufhören will/kann, möchte ich die getrennte Zeit von ihr nun nutzen um mit dem Rauchen aufzuhören. Ich habe Angst, dass das Rauchen eine Art Sargnagel sein könnte, wenn ich mich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen infizieren würde (langfristig ist es das sowieso).

Dass ich den Montag überstanden habe, ist ein toller Erfolg. Ich bin fast den ganzen Tag im Kreis gegangen und hab ständig 10x ein und ausgeatmet. Das Verlangen nach Nikotin ist gewaltig (was mich nicht überrascht). Es hat bis jetzt trotzdem geklappt.

Ob ich das schaffe? Keine Ahnung. Ich möchte das unbedingt. Leider ist mein "Motivationsfaktor" vor allem die Angst. Ich finde das nicht gut. Aber aktuell hilft es mir, den Entzug durchzustehen.

So, jetzt geh ich eine Runde Nordic Walking machen. Das hilft auch immer ein wenig.

Fährt jemand mit mir mit?

LG,
Chris