Rauchfrei in den Herbst - goldener Oktober 2020

Verfasst am: 08. 10. 2020, 05:31
rauchfrei-lotse-andreas
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Hallo Ursula, herzlich Willkommen. Diese "eine" funktioniert eigentlich nie, Die Gefahr ist einfach zu groß, schnell ins alte Muster zu verfallen.

Umso schöner, dass Du hier mitfahren willst und diese Sucht nun endgültig bezwingen willst und wirst!!

@"Jolanteheine gerade bei Stress und Ärger hat mit mir wirklich dieser Knetball aus dem Starterpaket geholfen. So waren die Finger beschäftigt und ich konnte mich abreagieren.

Allen einen schönen Vize-Freitag.

Andreas

Verfasst am: 08. 10. 2020, 08:20
bildhauer68
bildhauer68
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Guten Morgen an alle im Zug... heute ist mein hoffentlich letzter Rauchtag. Ab morgen soll/wird alles anders werden. Ich habe die letzten Tage viel gelesen, mir einiges aufgeschrieben und mein "Aufgabenglas" ist gut gefüllt. Dies ist, finde ich, eine wirklich gute Sache. Habe "vorgeübt" und bin abends statt auf den Balkon eine Rauchen schon mal ohne Zigarette spazieren gegangen. Meine Fitnessmatte steht schon im Wohnzimmer bereit. Es ist also alles vorbereitet... habe aber trotzdem Angst dass, wenn ich alleine Zuhause bin, ich mich selbst beschummeln könnte. Habe durch Kurzarbeit morgen auch noch frei... auch nicht sonderlich förderlich da ich auf der Arbeit doch abgelenkter bin. Drückt mir die Daumen dass es gut startet... und allen anderen... bleibt standhaft Eure Marion

Verfasst am: 08. 10. 2020, 10:41
Jolanteheine
Jolanteheine
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Hallo, Wie geht es Euch allen Oktober-Aufhörern heute? Es ist bei mir dr 4. Tag und der erste Tag im Büro. Nicht so einfach, aber es hat ja auch keiner gesagt es wäre einfach.... ich hoffe ich halte weiter durch, sagt doch mal wie es Euch so geht, was macht Ihr so zur Ablenkung, außer arbeiten...?? Bis bald
GLG Jolante

Verfasst am: 08. 10. 2020, 11:03
KlausRausB
KlausRausB
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guten Morgen liebe Oktober-Zugreisende,

ich bin der Klaus und habe auch im Oktober aufgehört und schaue gerne bei Euch rein. Ich habe eben gelesen, dass von einfach keine Rede war-genau, denn einfach kann jeder und wer wirklich aufhören möchte, der muss auch ein klein bisschen stur bleiben und kämpfen.
Ich war ein starker Raucher und habe es auch geschafft, dann schafft ihr das auch-basta

ich kopiere mal meine Erfolgsgeschichte bei euch rein und ihr könnt euch ein Bild davon machen, dass selbst starke Raucher schaffen können.

Über 40 Jahre habe ich den Dreck mir in die Lungen gezogen,bis ich vor ca 5 Jahren merkte,dass ich sehr schlecht Luft bekam.Kurzum-ich habe COPD!Natürlich habe ich immer weiter geraucht und ich bekam immer weniger Luft.Egal,dachte ich mir,also habe ich immer noch weiter geraucht.Bis zu jenem Stadium,wo ich tagsüber mindestens 2 grosse Hustenanfälle bekam und nachts beim schlafen auch sehr doll husten musste.
Mein Tag begann damit,dass ich mir erstmal eine reinzog um überhaupt in den Tag rein zu kommen.Vor der Arbeit habe ich ca 10 Zigaretten verbrannt und einen Verbrauch von ca 40 Stück am Tag.Ich habe also so um die 5.000 Euro im Jahr verbrannt-schon Wahnsinn!
Ich kam zu dem Entschluss,dass ich unbedingt aufhören muss.Zur Erkenntnis kam ich,als mich eine der fürchterlichsten Grippe erwischt hat,die ich je in meinem verqualmten Leben hatte.Das war im Februar 2019.Meine "Vorbereitung" dauerte ca 8 Monate,als ich dann in meinem Urlaub im Oktober das Buch von Allen Carr gelesen habe.
Mit einer hohen Erfolgsquote wurde ich hellhörig und besorgte mir das Buch rechtzeitig zum Urlaub.In der ersten Woche habe ich noch reichlich gequalmt und am Wochenende habe ich dann das Buch aufgesaugt-Seite um Seite las ich nun dieses Buch und im Unterbewusstsein rauchte ich mittendrin meine letzte Zigarette.
Ich hatte also noch eine Woche Urlaub und konnte mich so auf dem Nikotinentzug konzentrieren und ging recht wenig Menschen auf die Nerven.Allerdings änderte sich das natürlich als ich dann wieder arbeiten ging.Ich entschuldigte mich schon im Vorfeld bei meinen Kollegen,die allesamt sich tapfer hielten. *grins
Nun bin ich seit fast 7 Monaten rauchfrei.Sicherlich denke ich ab und zu an das Dreckszeug,aber bisher habe ich immer wieder NEIN gesagt und das Monster verschwand dann schnell wieder.Mir ist auch bewusst,dass ich immer-also mein ganzes Restleben-auf der Hut sein muss und ich werde mir alle Mühe geben um nie wieder Tabaksteuer zahlen zu müssen.
Ich hoffe,dass ich dem ein oder anderen Leser und Leserinnen,Mut zur Aufgabe geben konnte.Ich und viele andere hier im Forum sind das beste Beispiel,dass extreme Ex-Raucher das auch schaffen können.Jeder muss wissen,wann und wie es am besten für einen ist.Auch sollte man nicht unvorbereitet einfach so aufhören,sondern sich auch hierbei die erforderliche Zeit einfach nehmen.

ich wünsche euch viel Kraft,Sturheit und den Willen nie mehr den Dreck für viel viel Geld zu inhalieren.



Gruss Klaus

Verfasst am: 08. 10. 2020, 11:51
Marakind
Marakind
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Hallo zusammen,

wie geht es euch allen? Wie kommt Ihr klar?

Hat jmd Erfahrung mit Ersatzprodukten? Kann das wirklich helfen?

Heute ist Tag 5 und ich muss gestehen dass ich seither 4 Nikotinlutschtabletten gelutscht habe und komme mir vor wie ein Versager.

Ich fühl mich mies weil ich das an Tag 4 begonnen habe obwohl das Nikotin da ja schon gut abgebaut sein sollte..

Die Dinger schmecken grausig aber konnten mich vor einer Panikattacke abfangen..

Jetzt fühl ich mich schuldig.

Das Verlangen ist nach wie vor riesig..

Gestern hatte ich Besuch. Nichtraucher. Und doch wurde mir bewusst wie sehr ich selbst mir die Kippe in meinen Alltag integriert habe.

Mein Starterpack kam an. Aber Minzbonbons und Knetball machen mich eher noch nervöser..

Mein Umfeld ist toll. Mama und Tochter sind stolz, mein Mann auch. Er raucht weiterhin.

Ich versuche mich abzulenken so gut es geht. Ich frage mich nur ob ich mir mit den Lutschtabletten nun nicht geschadet habe..

Kennt Ihr das dass manche Raucher dann pampig werden bzw enttäuscht sind weil man die gemeinsamen Rituale unterbricht?

Ich war mit meiner Tante immer gemeinsamer Raucher. Gerade in der gemeinsamen harten Zeit als meine Mama im Krankenhaus war..
Die gemeinsame Kippe gehörte immer dazu. Verband uns. Wir waren ein Team so doof das klingt..

Jetzt war ich zu Besuch. Und sie raucht alleine und ich merke da ist jetzt irgendwas zwischen uns..

Als ob ich sie verraten hätte.

Als sie meinem Mann im Treppenhaus begegnete hat sie zu ihm sowas gesagt wie, dass sie nun die letzten beiden Raucher seien, man müsse jetzt zusammenhalten..

Als hätte ich versagt, verloren... im Kampf gegen was?

Im Kampf gegen ein gesünderes Leben?
Das trifft mich sehr, bin ich doch eh gerade sehr überempfindlich..

Ich warte ja nur auf Sprüche wie " na willst nicht doch eine" .. oder.. das packst du auf Dauer eh nicht...
Und doch merke ich auch positive Veränderungen. Ich schlafe viel besser. Das ist seltsam, hatte immer Schlafstörungen. Doch jetzt bin ich abends müde wie es sein soll und schlafe entspannter.

Ubd ich merke wie es stinkt . Da mein Mann im Bad raucht ist es mir ein Graus gewesen den Raum zu betreten. Anfangs weil ich mich triggert auch Rauchen zu wollen und jetzt ists einfach nur ekelig in der Nase ..

Apropos Nase.. ich denke ich rieche alles besser.. das ist irgendwie total toll, ich finde es spannend und versuche das alles viel bewusster wahrzunehmen.

Und ich habe auch einen Plan was ich mit dem gesparten Geld anstellen möchte.

Ein größeres Aquarium für meine Axolotl
Die brauchen dringend ein neues, größeres da ich gerade einen Notfallaxolotl aus dem Tierheim aufpeppel. Und das alte wäre für 5 zu klein.

Das motiviert mich.

Das Ablenkungsglas möchte ich mir auch anlegen..
Da gibts viel was ich schon lange vor mir her schiebe und das kombiniert mit Sachen die mir gut tun, die ich auch aufschieben weil ich mir selbst nur selten gutes gönne.. ich denke würde mir sicher helfen..

Ich wünsche allen Mitstreitern Mut, Kraft und alles was Ihr für euch braucht um Durchzuhalten..

Ein eigenes Wohnzimmer anlegen?
Da muss ich mal schauen wie das funktioniert.

Ich grüße euch alle recht herzlich

Natalie

Verfasst am: 09. 10. 2020, 00:02
ursula0408
ursula0408
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HI MarakInd,
Ich hab leider nur Erfahrung mit den falschen Ersatzprodukten. Ich habe lange gedampft, aber davon kommt man auch nicht wirklich weg. Ist zu nahe an den Rauchgewohnheiten. Aber ansonsten würd ich mir gar keine Gedanken um die Meinung anderer machen., mit was für Hilfsmitteln ich die Nikotinschmacht in den Griff bekomme. Da tickt doch jeder anders. Hauptsache du bist es irgendwann mal los.
Irgendwie ist es doch voll doof:
Wir qualmen jahrelang und keiner stört sich wirklich dran und wenn man aufhört, dann muss es voll korrekt, ohne Hilfsmittel, einfach nur mit mentaler Stärke sein! Ist vollkommen Gaga. Nimm alles, was irgendwie hilft. Wenn irgendjemand gute Erfahrungen damit hatte und von den Kippen losgekommen ist, probiers aus. Nach Jahren fragt kein Mensch mehr, wie es funktioniert hat!
Ich wünsche dir morgen einen relaxteren Tag.
LG

Verfasst am: 09. 10. 2020, 05:12
rauchfrei-lotse-andreas
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Hallo Natalie, selber habe ich damals Pflaster zur Hilfe genommen und mit ihnen sehr gute Erfahrungen gemacht. Man gewinnt etwas Zeit und der Körper wird schrittweise entwöhnt. Auch das Spray ist hilfreich, da man es bei Verlangen einsetzen kann.

Dieser Knetball aus dem Paket ist sehr gut, wenn man nervös ist und die Finger beschäftigen kann. Gerade im Berufsverkehr, oder bei Stress war es doch toll etwas für die Hände zu haben zum abreagieren.

Ich glaube, Raucher bekommen ein schlechtes Gewissen, wenn jemand im Freundeskreis aufhört. Ihnen wird dann bewusst, dass sie ein Problem haben was sie gerne verdrängen. Wenn sie aber dann sehen, dass es gut läuft, wagen sie vielleicht auch einen Anlauf.

Allen ein schönes, rauchfreies Wochenende

Andreas

Verfasst am: 09. 10. 2020, 07:51
Goldhamster
Goldhamster
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Moin moin,

jo, bin seit gestern dabei, und bisher hat vermutlich meine Euphorie mich davon abgehalten. Gestern nachmittag bin ich dann in die Muckibude, bischen Dampf ablassen. Ansonsten hilft mir scharfe Sachen lutschen.

Hab schon viele Versuche hinter mir. Leider habe ich schlechte Erfahrungen gemacht mit Ersatzprodukten, weil damit das Teufelchen im Kopf keine Ruhe gibt. Jetzt habe ichs einfach gelassen, und hoffe, das bleibt so.
Schade, dass es keine Plazebos gibt. Wäre cool, wenn der Apotheker dann nach 3 Wochen sagt:
"Hey, die Pflaster brauchst du nicht mehr. Die letzten 300, die du für 3000€ gekauft hast, waren von Hansaplast und konnten gar nix ;-)"
Naja , wünsche allen, gut durch den Tag zu kommen.

Verfasst am: 09. 10. 2020, 08:25
Conny_k.
Conny_k.
Dabei seit: 09. 10. 2020
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Hallo Zusammen,
ich bin Conny, 43 Jahre und habe mit zarten 13 Jahren
das Rauchen angefangen.
Am Donnerstag den 01.10 um 22.00 Uhr Abends habe
ich meine letzte Zigarette geraucht. Ich habe viele hohen und
Tiefen aber ich schaffe es Step by Step. Das Einzige was mir gerade
wirklich schwer zu schaffen macht ist die Schlaflosigkeit.
Jede zweite Nacht schlafe ich keine einzige Minuten und das
geht mir gerade sehr an die mentale Substanz und ich könnte
einfach nur den ganzen Tag weinen.
Hat jemand von Euch hier ähnliche Erfahrungen gemacht
und kann mir bitte weiterhelfen. Es ist echt deprimierend nicht
schlafen zu können.

Herzliche Grüße und vielen Dank
Conny

Verfasst am: 09. 10. 2020, 10:39
Jolanteheine
Jolanteheine
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Hallo Conny,
ich bin heute bei Tag 5 und hatte die gleichen Probleme, habe sehr schlecht geschlafen, mittlerweile geht es aber etwas besser, ich hatte die ersten 3 Tage frei also Urlaub.... ok das hilft dir jetzt auch nicht weiter, außer dass ich sagen kann es ist bei mir besser geworden. Ich hoffe sehr dass es bei dir auch bald besser wird, reicht ja wenn wir uns mit der Situation als solche, rauchfrei zu werden, auseinander setzen müssen.

Ich drücke dir die Daumen. Oder du suchst mal deinen Hausarzt auf? Er kann dir doch bestimmt helfen bei den Schlafstörungen?

GLG
Jolante