blue

Verfasst am: 30.03.2024, 11:34
Jemilili
Jemilili
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Hi Fio, auch hier nochmal danke für Deine Worte. Es war etwas mühsam und erforderte so ca 600 Versuche mich anzumelden.....

Aber da bin ich...Tada....
DAS Wetter ist grau, ich drücke mich ums Training und überlege welches Kuscheltier oder Utensil mir helfen würde, mich trösten würde, mich ablenken würde....das Forum tut es jedenfalls sehr gut.
Dabei bleibe ich erstmal. Ich habe auch ein paar Skills (aus der Therapie): Igelball, Lavendelöl, ein Stein einer Freundin.
Bis jetzt hilft bei der doofen SChmacht immer noch abwarten. Tief atmen, wenn mir bewusst wird, wie angespannt ich bin.

Schönen Samstag Dir!

Verfasst am: 30.03.2024, 15:58
Fiordaliso
Fiordaliso
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freue mich, dass hier wieder leben reingekommen ist und lege nun nur für mich stella maris auf, https://www.youtube.com/watch?v=kTxoYzqy8lE -- mal wieder -- bevor ich losmuss. einen wunderschönen samstag für alle, hoffe, die technik hält

Verfasst am: 30.03.2024, 18:37
Eichel
Eichel
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Liebe Fio,

was für eine tolle Idee, Musik die Ost und West verbindet, da wächst vielleicht endlich zusammen, was zusammen gehört, wäre doch zu schön!
Und dann noch Mario Adorf, ich mag ihn sehr!

Ob du mit der Bestellung eines blauen Schafs bereits „rein rechtlich Besitzerin“ des Selben bist, wage ich zu bezweifeln. Aber ich bin sicher, du wirst den rechtlichen und tatsächlichen Besitz erlangen. Und ganz offensichtlich bereitet dir ein blaues Schaf so viel Freude, die reicht für mich mit, denn ich bin am Dauerschmunzeln!

So, nun ist schon Tag 28 geschafft! Kinder wie die Zeit vergeht!

Liebe Grüße Ela

Verfasst am: 31.03.2024, 11:47
Fiordaliso
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der 31.3., wieder 11h, the same procedure wie einige zeit zuvor:

Zitiert von: Fiordaliso
vor ca. 1 stunde eine 8,70 EUR teure zigarette geraucht. ganz geplant: 10 EUR ausgepackt und auf den beifahrersitz gelegt. an der tankstelle gehalten. meine gabs nicht, also die langen ... beim an der ampel stehen aufgemacht, 19 rausgenommen, in kotbeutelchen zerbröselt ... kotbeutelchen mit zigarettenbröseln zuhause ganz tief in mülltonne versenkt ... in der wohnung tasche ausgepackt, ... mit zigarette auf den balkon.


diesmal gab es die kurzen blauen, d.h. diese hat mich nur 8.50 gekostet. insgesamt im märz (incl. der beiden noch nicht ganz rauchfreien tage zu beginn) 22 zigaretten geraucht, die mich 32,20 EUR gekostet haben.

Zitiert von: Fiordaliso
versucht, mich darauf zu konzentrieren, wie es mir beim rauchen geht. wie SIE schmeckt. eigentlich gar nicht. ziemlich heftig gezogen. wieso ist mir dies immer wieder so wichtig (gewesen), dieses gefühl, das ja im grund keines ist ausser ziehen und ziehen und eben viel dampf um fast nichts. leichtes brennen auf der zunge. zweimal leichtes hüsteln. ein bisschen enttäuscht (weil ich es gemacht habe) und ein bisschen erleichtert (weil ich nicht weiss, warum ich es wieder tun sollte) und traurig (über mich und diese ganze suchtscheisse). angst, dass nun der ganze stress der letzten woche wieder anfängt (2 std. bis normalisieren blutdruck, 12 std. sauerstoff, 1 tg. blutnikotin, 2 tg. geruchgeschmack, 3 tg. atmungssystem, 4 tg nikotinabhängigkeit na usw.) und eben das ganze stumme kopfgeschrei, um mich zur nächsten zigarette zu zwingen. mir gut zugeredet, dass dies keinesfalls so sein muss. vorfall, nicht rückfall, hatte irgendwer geschrieben. nach einer pause die 2. hälfte geraucht. bei den letzten zügen immer gedacht ojeojeoje, das soll nun der letzte zug an der letzten zigarette gewesen sein? ganz runter geraucht und trotzdem die kippe noch mal unter wasser ertränkt.


was war anders? ich war höchstens ein bisschen enttäuscht. enttäuschung hätte ja vorausgesetzt, dass es ne andere erwartung gegeben hätte. die gab es nicht wirklich, ich war mir vorher eher sicher, dass ich diese zigarette rauchen würde. auch nicht enttäuscht über den geschmack: diesmal schmeckte sie eher vertraut, nicht "wie eigentlich" kein geschmack. und nicht wirklich erstaunt: wie sollte mir, was mich so viele jahrzehnte begleitet hat, nicht mehr vertraut sein. auch keine so furchtbare angst, "dass nun der ganze stress der letzten woche wieder anfängt ... und eben das ganze stumme kopfgeschrei, um mich zur nächsten zigarette zu zwingen". ich habe vom letzten mal verstanden, dass dies nicht so sein muss/wird. der märz war beschmutzt mit 22 zigaretten, der april soll es nicht sein.

wofür ich sorgen muss: dass ich mich mit meiner hybris nicht wieder hinstrecke wie in diesem andern april: rauchfrei bis zum 11., dann eine, rauchfrei bis zum 23., wieder eine und "na siehst du, geht doch", am 24. 5, einen tag tief luft geholt, bevor mich am 26. die sucht wieder im griff hatte.

beautiful madness -- https://www.youtube.com/watch?v=t_eCNMMyL_Y -- eher wie ein zwiegespräch. dieser april soll mir gehören. DIESER APRIL WIRD MIR GEHÖREN

Verfasst am: 31.03.2024, 13:33
Freie Oma
Freie Oma
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liebe Fio,

DER APRIL WIRD DIR GEHÖREN !

ganz bestimmt!

Ich verstehe , was Du erzählst. So begann es eigentlich immer wieder bei mir, eine , ui, das ging ja, Pause, nochmal, dann war eh schon der Monat " beschmutzt" und ....

Das hat sich wiederholt bis jetzt ( toi, toi , toi ) . Jetzt, wo ich zum erstenmal den Eindruck habe, dass ich es begriffen habe. Begriffen, dass es "die eine" nicht gibt.
Und mir auch so langsam immer mehr sagen kann: wozu auch? Mir fehlt sie nicht mehr. Ich empfinde keinen Verlust mehr. Stattdessen Freude, dass ich das nicht mehr muss.
So l a n g s a m !
Siehe mein Kampf vor ein paar Tagen. Ich vermute, es wird noch immer mal wieder Kämpfe geben.
Aber trotzdem ist das so langsam Freude empfinden sehr real und gibt mir zumindest eine Ahnung, wohin ich will.
Mal mehr, mal weniger, aber nie ganz weg. Und das ist gut.

Wenn wir diese Ahnung , diesen Wunsch, wie auch immer man es für dich ausdrücken mag, nicht hätten, wären wir gefangen in unserer Sucht und würden uns garnicht rausbewegen wollen.

Daher ein Hoch auf diese Ahnung, auf Dein blaues Schaf, auf alles, was in Richtung Freiheit führt.



Wie Du mir geschrieben hattest, liebe Fio


Wir fliegen weiter

Verfasst am: 31.03.2024, 14:29
Eichel
Eichel
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Liebe Fio,

anders als frei Oma kenne ich diese On-Off-Beziehung zur Kippe nicht und mir fällt es auch schwer es zu verstehen.

Für mich war das „Schlimmste“, dass ich einen Stoff, den ich (zum Überleben) brauche, beim Entzug nicht bekomme. Und dann passiert etwas (was auch immer) schlimmes mit mir. Deshalb habe ich 3 Wochen Pflaster geklebt, dann war körperlicher Entzug durch und mir konnte nichts mehr passieren. So meine ziemlich bescheuerte Denke zu Beginn!

Man muss kein Prophet sein, um zu wissen, dass die homöopathischen Dosen Nikotin im März, nicht deine Sucht befriedigt haben.

Meine liebe Fio, ich wünsche dir sehr, dass du die in jeder Hinsicht toxische On-Off-Beziehung beenden kannst, du brauchst die Kippe nicht, das haben dir rauchfreie Tage im März bewiesen. Ich bin sicher, der April wird dein Monat!

Liebe Grüße Ela

PS: Ich habe inzwischen die blauen Schafe gegoogelt. Ich muss zu meiner Schande gestehen, das Projekt sagte mir gar nichts Danke für die Anregung!

Verfasst am: 31.03.2024, 17:08
Fiordaliso
Fiordaliso
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DANKE liebe ela & karin, ich freue ich sehr, dass es euch gibt und über euer bei mir sein ... ich muss aber glaube ich erst noch ein bisschen sortieren, gar kein suchtdruck grade, aber große unordnung ...

nein, ich bin auch keine on-off-raucherin, ich bin ein durch und durch zigarettensüchtiger mensch. eine genussraucherin zu sein, die immer mal eine nach dem abendessen raucht oder sogar nur jeden sonntag, hätt ich mir sehr gewünscht. war ich nicht und bin ich nicht. und ich habe auch den wunsch selbst infrage gestellt, als ich angefangen habe, über mein rauchen & möglichkeiten meines nicht-rauchens nachzudenken: warum sollte ich mich mit etwas belohnen wollen, was im gleichen akt destruktiv gegen mich ist; meine lungenbläschen sind wie meine zunge und einiges andere ja auch ein teil von mir. ich wär halt gerne so eine gewesen, die alles so macht und machen kann, wie sie es gerne mag. die soweit es irgend geht, herrin ihrer selbst ist. vor langer zeit habe ich in einem ganz anderen zusammenhang im überschwang eines solchen mich freifühlens einen kollegen strahlend gefragt, was denn so schlimm an der allmacht sei? die ohnmacht, antwortete dieser wirklich kluge spielverderber.

dass ich viele monate nicht geraucht habe, hat mich selbst überrascht. es war nicht immer einfach, und ich habe zuerst keine zigaretten um mich herum ertragen. alles abgesucht, wenn raucher*innen in meiner nähe waren, in bester junkie-manier (die hatte ich aber zuvor schon instruiert, alles was mit zigaretten zu tun haben könnte vor mir zu verstecken; hat ja auch geklappt). und irgendwann gemerkt, dass der kiosk vor meinem haus und die kassen in den tankstellen und im einkaufsladen nicht (mehr) teil meines plans waren. ich dachte, es ist geschafft. und schon waren meine hybris & die alten allmachtfantasien im spiel. irgendwo lag eine zigarette, ich hab sie geraucht und war höchstens ganz kurz und nicht wirklich in sorge: ich war ja stark. dann -- wie um es mir zu beweisen -- 11 tage nicht geraucht. 11 tage und kein bisschen druck in richtung rauchen gehabt. geschafft. dann ist die nächste auch ok. war sie nicht. es kamen 5 und danach wieder die ganze ohnmacht der süchtigen raucherin.

was ist diesmal gerade so und was ist anders? am 10. lag keine zigarette herum, ich bin zur tankstelle gefahren und habe eine gekauft. ich war mir meiner sucht unmittelbar bewusst, habe 19 zerstört und grosse angst gehabt, dass das ganze elend von vorne beginnt, das ganze schwere leiden der ersten märztage. und ich wusste unmittelbar, dass rauchen keine option wäre, ich würde mich noch mieser fühlen als an dem leiden des verzichts. schon ein ziemlich bescheuertes dilemma.

wider erwarten ist es mir nach dieser zigarette bei weitem nicht so schwer gefallen nicht zu rauchen wie anfang märz. schon ab und zu fies, ab und zu wut, ab und zu lust, aber nicht so oft und eher kurze wellen, zu keinem zeitpunkt ernste gefahr. aber auch keine hybris dieses mal: ich habe diese zigarette heute in vollem bewusstsein gekauft und geraucht, dass ich eine fies süchige raucherin bin. warum trotzdem? warum deshalb?

Zitiert von: Fiordaliso
habe gestern länger gegrübelt, dass es einen aus-schalter für diese doofe, doofe sucht bräuchte:

ich nehme einen gedanken oder affekt oder handlungsimpuls wahr -> automatisch wird der schalter angetippt -> zehnmal ziehen am rechten oder linken ohrläppchen oder nase dreimal zuhalten oder blowboys blow zwei refrains singen oder was auch immer -> abfallschacht für gedanken / affekt / impuls öffnet sich --> gedanke / affekt / impuls rutscht rein -> schacht zu / sucht weg bis zu ihrem evtl. neuen besuch, dann gehts von vorne los, bis sie die nase voll hat. das beste: das ganze sollte vollautomatisch passieren in nanosekunden, bis ich mich auf ihren nächsten besuch freue, weil ich spass habe an der kette, die dann losgeht


ich hatte, nachdem ich das geschrieben habe, beim nächsten spaziergang tatsächlich versucht, einen ausschalter in gang zu setzen: zehn mal schmunzelnd ohrläppchen gezogen und gehofft, dass der rest dann automatisch einrastet. und ganz überrascht gemerkt, dass sich etwas in mir massiv gesträubt hat, durch einen solchen schalter oder was immer aus meinem leben zu fliegen. habs dann auch erst gar nicht wieder probiert.

was sich da gesträubt hat -- trotz aller angst vor kankheit, trotz bessrem wissen und einsicht -- ist etwas in mir, was das rauchen NICHT aufgeben möchte. da sitzt weiter was mitten in mir und wehrt sind mit händen und füssen. unauffällig, ist auch mal 11 tage ganz ruhig und wartet geduldig. spielt sehnsüchtig nicht süchtig, die sucht.

Verfasst am: 31.03.2024, 19:41
Jemilili
Jemilili
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Liebe Fio, toller Beitrag.
Ich wünsche dir entspannte Ostertage. Ohne schmacht. Mit allem was dir gut tut.
Lg
Jemi

Verfasst am: 01.04.2024, 11:34
Soissesnuma
Soissesnuma
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Ach nein, Fio, nun bist du mir zuvor gekommen, ich wollte doch mal unangemeldet in deinem Wohnzimmer vorbeischauen....

Ok, mach ich das später mal...

Nun muss ich das evtl. Missverständnis aufklären :

Ich habe den Musikthread verfolgt, habe das auch so verstanden, wie du es geschrieben hast in meinem Wohnzimmer.

Das Wort Konflikt war nicht gut gewählt von mir, übertrieben , der smiley fehlte. Ich wollte nur aufzeigen, dass hier im Forum andere Werte herrschen und es mir recht egal ist, wo ihr alle so herkommt. Es soll zusammenwachsen, was zusammen gehört, schreibt Ela. Für mich ist das schon so......... wen ich mag, mag ich, egal , wo er/sie herkommt....

Ich( gebürtige Westfälin ) habe meinen ( Oldenburger Land) Mann 1981 das erste Mal geküsst bei " Schwanenkönig" von Karat....ich war meiner Zeit voraus !!

Also, Fio, alles gut, kein Konflikt, im Gegenteil !!!!

Und du bist nicht frech reingeschneit, du hast mich besucht und darüber freue ich mich
Ich hoffe, ich konnte dir etwas Druck nehmen, das Sortieren einfacher machen....
Sehr liebe Grüße,
Birgit

PS ...und wo ich schon mal hier bin : 30 Tage rauchfrei , super gemacht !!!! Ist eben eine schwere Zeit.....aber die geht vorbei !

Verfasst am: 01.04.2024, 14:42
Fiordaliso
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war grade auf den spuren von AdrIAHane wg. ihres wunderbaren gedichts im novemberzug & bin ziemlich schnell im zimmer "Spieglein, Spieglein … mein Weg zur Abstinenz" gelandet. es muss da irgendwann ziemlich gerappelt haben, Micha? hat den account gelöscht, ab 77 + 2 tage ist alles stumm. zumindest tlw. hätte ich gerne mehr gelesen nicht nur zum "autopiloten der sucht" und fand schade, dass das nicht mehr geht. aber ein schönes fundstück will ich für mich festhalten, danke, liebe heike:

Zitiert von: pearle67
Die Geschichte von den zwei Wölfen
Eines Abends erzählte ein alter Cherokee-Indianer seinem Enkelsohn am Lagerfeuer von einem Kampf, der in jedem Menschen tobt.
Er sagte: „Mein Sohn, der Kampf wird von zwei Wölfen ausgefochten, die in jedem von uns wohnen.

Einer ist böse. Er ist der Zorn, der Neid, die Eifersucht, die Sorgen, der Schmerz, die Gier, die Arroganz, das Selbstmitleid, die Schuld, die Vorurteile, die Minderwertigkeitsgefühle, die Lügen, der falsche Stolz und das Ego.

Der andere ist gut. Er ist die Freude, der Friede, die Liebe, die Hoffnung, die Heiterkeit, die Demut, die Güte, das Wohlwollen, die Zuneigung, die Großzügigkeit, die Aufrichtigkeit, das Mitgefühl und der Glaube.“

Der Enkel dachte einige Zeit über die Worte seines Großvaters nach, und fragte dann: „Welcher der beiden Wölfe gewinnt?“

Der alte Cherokee antwortete: „Der, den du fütterst.“