Von der Problemhypnose in die Lösungstrance

Verfasst am: 09.04.2024, 08:25
Jutta M
Jutta M
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Zitiert von: Lutzi2
In der letzten Zeit habe ich in meinem Umfeld nach Außen hin Lebensfreude verbreitet. Sogar einen Kräutergarten auf Balkonien habe ich mir angelegt. Mir gute Kleidung und Essen gegönnt, schöne Düfte auf Vorrat gekauft. Interessante Veranstaltungen besucht.

Mehr Selbstfürsorge ist sicherlich eine gute Basis für den endgültigen Rauchstopp. Es ist, wie wenn man einen Samen sät, der später einmal Früchte trägt.

Ich habe lange vor dem Rauchstopp einmal beschlossen, meine Mahlzeiten nur noch aus frischen Zutaten zu kochen und keine Fertiggerichte mehr zu essen. Auch wenn es noch gedauert hat, bis ich danach mit dem Rauchen aufhörte, war dies ein Baustein auf dem Weg zu mehr Selbstfürsorge.

Liebe Grüße
Jutta

Verfasst am: 08.04.2024, 20:45
Lutzi2
Lutzi2
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So, bin wieder dabei, seit heute.

Die Tankstelle hat noch bis 22 Uhr offen.

Aber ich lasse gerade einen Lavendeltee ziehen.

Es ist etwas merkwürdig zu beschreiben, was sich bei mir in der letzten Zeit getan hat.

Irgendwie von rückwärtsgewandter Lebensunlust zu Zukunftsorientierung.

Auf jeden Fall werde ich mir von dem Geld, das ich für Alkohol und Tabakwaren ausgegeben habe, stattdessen einige schöne Sachen leisten können.

Und ehrlich gesagt habe ich schon vor dem Sauf- und Rauchstopp damit angefangen, mir zu gönnen, was mir wirklich gefällt.

Verfasst am: 23.03.2024, 08:03
Fiordaliso
Fiordaliso
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jenseits der gründe: im ergebnis macht es keinen unterschied ...

Verfasst am: 23.03.2024, 05:02
Lutzi2
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Es macht aber wohl einen Unterschied, ob man raucht obwohl es tödlich ist oder weil es tödlich ist?

Verfasst am: 21.03.2024, 22:12
rauchfrei-lotse-klaus
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Hallo Lutzi
Alle wissen das Rauchen krank macht und das Rauchen tötet. Hier hat es niemand davon abgehalten.
Wichtig finde ich, das wir alle hier das gleiche Ziel haben. Wenn es auch immer verschiedene Gründe sind, so können wir uns hier sehr gut dabei unterstützen.

Liebe Grüße Klaus

Verfasst am: 21.03.2024, 21:43
Lutzi2
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Und während ich hier schreibe tönt in mir die Angst davor, solche Probleme öffentlich zu machen.

Und Sucht hilft wohl gegen Ängste.

Was tun?

Verfasst am: 21.03.2024, 20:59
Lutzi2
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"Rauchen ist tödlich" steht auf jedem Tabakprodukt und seit das da steht, rauche ich erst recht und mehr.

Ich habe mich in der letzten Zeit sehr mit meiner Vergänglichkeit auseinandergesetzt, ob ich wirklich weiterhin in meinen Süchten gefangen meinem Ende zugewandt sterben will oder der Zukunft zugewandt leben will.

Bei meinem ungesunden Lebensstil, der schon Selbstzerstörung ist, das Ruder rumzureißen in Richtung Selbstfürsorge und Lebensmut, ist nicht ganz einfach.

Aber ich werde den Schritt nochmals versuchen.

In der letzten Zeit habe ich in meinem Umfeld nach Außen hin Lebensfreude verbreitet. Sogar einen Kräutergarten auf Balkonien habe ich mir angelegt. Mir gute Kleidung und Essen gegönnt, schöne Düfte auf Vorrat gekauft. Interessante Veranstaltungen besucht.

Währenddessen tobte in mir ein Kampf darum, ob ich wirklich suchtfrei LEBEN will, anstatt dem Tode zugewandt zu bleiben mit meiner gewohnten Melancholie.

Zu unbekannten Ufern fliehen, ist bestimmt nicht einfacher, als im Alten zu verharren.

Aber sinnvoller?

Verfasst am: 26.01.2024, 15:19
Espana
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Hallo Lutzi

Ich lasse dir mal Grüße da und hoffe du hast die schwierigen Tage überstanden und bist dabei geblieben!

LG Nadine

Verfasst am: 18.01.2024, 20:55
Los!
Los!
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Hallo Lutzi

Puh, harte Tage...
Ich wollte dir kurz schreiben, dass ich dich gelesen habe und lass dir ein bisschen Wärme hier

Und einen Kakao, falls du magst.


Ist nicht leicht so große Veränderungen umzusetzen.

Ich wünsche dir viel Kraft.
Liebe Grüße
Ulrike

Verfasst am: 18.01.2024, 17:53
Lutzi2
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Fünf Tage ohne Alkohol, 3 Tage ohne Rauchen mit wenigen Nikotinlutschtabletten.

Heute ist der Geburtstag meines verstorbenen Mannes. Und ich habe voll den Rückfall.

Er hatte am Ende alle Medikamente verweigert und auch sonstige Pflege außer dem Windelwechsel. Er ernährte sich ausschließlich von Bier und Zigaretten und löste sich in den Windeln auf, bis er nur noch Haut und Knochen war.

Er hat mir damit unheimlich weh getan.

Ich hatte vorher auch noch nie Sterbebegleitung gemacht und mich nie ernsthaft mit dem Tod auseinandergesetzt.

Nun stehe ich seit Jahren vor der Entscheidung, es ihm nachzutun oder mich wirklich dem Leben zuzuwenden.

Und mein lieblingsälterer Bruder hat sich auch "zu Tode gesoffen" und er war auch Raucher. Ein Lebemann. Dieser bekannte Jahrgang 1959, der mit 49 starb.

Und ich fühle mich auch schon so alt, dass ich bald sterben könnte.

Bevor mich die Faschisten zu Tode quälen, wenn sie auch in Deutschland an die Macht kommen.

Dies war, wenn man die europäische Politik beobachtet, absehbar.

Es bleibt nur, sich dagegenzustemmen, mit aller menschenwürdiger kraft.

Grundgesetz und das Soziale, welches nach all den Abstrichen noch übrig ist, muss erhalten bleiben!