Antwort auf: Zum x-ten, aber hoffentlich letzten Mal

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Verfasst am: 31.03.2017, 09:30
miezhaus
miezhaus
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Hallo Nicole,

toll daß Du wieder abgesprungen bist. Und auch daß Du alle Raucherutensilien verbannt hast. Mach Dir mal keinen Kopf wegen dem x-ten Versuch, die meisten Aufhörer benötigen mehrere Anläufe und nehmen auch einige Ausrutscher mit! So werden Erfahrungen gesammelt, die Dich gegen die Finten der Sucht wappnen. Irgendwann kann sie Dich dann nicht mehr überrumpeln.

Ich möchte Dir noch eine Denkweise anbieten. Du sagst - und das mit Recht -

[quote="puppe2706"]
Es schadet mir nur immer schlimmer gesundheitlich,
es stinkt und kostet auch noch viel Geld
[/quote]

Stimmt ja auch alles. Wie wäre es, wenn Du Dir die zu erwartenden Errungenschaften positiv vor Augen führst? Und Dich darauf freust? Wie z.B. "das wird toll, wenn ich wieder mehr Energie habe" oder "nicht mehr husten, das ist stark!". Oder Du freust Dich auf Deine eigene Wirkung auf andere (Du dünstest ja dann keine Rauchgerüche mehr aus, hast keine gelben Finger und Zähne mehr, und ganz wichtig, Deine Haut bleibt frischer, das war eine ganz üble Erfahrung für mich Anfang der 40er, als ich da plötzlich so schnell alterte dank der Raucherei! Das hat sich wesentlich gebessert seit dem Ausstieg!). Und vom ersparten Geld gönne Dir bewußt Belohnungen, mach Dir klar, daß Du Dir dies oder jenes jetzt erlauben konntest, weil Du nicht mehr rauchst.

Klar kann uns die Sucht in der Entwöhnung schon mal zwiebeln, viele hier kennen das. Ich auch! Aber mir hat es das leichter gemacht, mir die Vorteile davon vor Augen zu halten und mich darauf zu freuen. Und erlebte Erfolge nicht mehr dranzugeben. (Das und natürlich die Hilfe aus dem Forum hier.) Etwas unbedingt haben zu wollen, ist ein stärkeres Motiv, als etwas nicht mehr zu wollen. Also freu Dich auf die Rauchfreiheit, auf das Ende der Entwöhnung (denn, egal was Dir die Schmacht eintrichtern will, ewig dauert die nicht!) und auf die Dinge, die Du Dir davon erwünschst!

Auch was Lis gesagt hat, kann ich unterstützen. Manchmal hilft es schon sehr, nicht die Entwöhnung als Ganzes anzugreifen, sondern immer nur einen Tag. Heute rauche ich nicht. Oder auch nur die Schmachter. Nein, ich möchte jetzt nicht rauchen. Und gar nicht weiter denken. Das ist doch eine überschaubare Distanz oder, das ist doch zu schaffen, meinst Du nicht? Für den Schmachter nutze Deine bereitgelegten Ablenkungsmanöver, bis er vorbeigeht (denn das tun sie, sie dauern nicht ewig). Überstehe die Schmachter einzeln - und laß Dich von dem Erfolg stärken, wenn sie bestanden sind.

Weiterhin viel Erfolg bei Deinem persönlichen Unternehmen Rauchfrei - wir sind dabei! Viele Grüße sendet Dir

Lydia