Von der Problemhypnose in die Lösungstrance

Verfasst am: 26.03.2025, 14:22
Khalam
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Einen schönen Nachmittag Lutzi,

zu deinem speziellen Problem kann ich auch etwas sagen. Ich selbst bin seit 1998 Psychatriepatient. Mehrere Male auch stationär. Bin seit 20 Jahren ohne Psychose. Was mir alle Ärzte/innen sagten und was ich auch nachgelesen habe, ist das Nikotin die Wirkung von, in meinem Fall, A-typische Neuroleptika abschwächt. Macht auch mehr Sinn als andersherum.

Ich drück dir die Daumen, dass es dir weiterhin "gut" geht und dich der in Frieden lässt.

Ein paar lass ich da und lade dich herzlich ein mich im Turm zu besuchen wenn du Bock hast

Grüße aus Franken

Khalam

Verfasst am: 26.03.2025, 13:24
rauchfrei-lotse-klaus
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Zitiert von: Lutzi2

............Ich weiß, dass es machbar ist.
Ohne durchzudrehen................


Hallo Lutzi
Ich wünsche dir sehr, da es diesmal besser klappt.
Alle guten Wünsche heute für dich.
Klaus

Verfasst am: 26.03.2025, 13:13
Lutzi2
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Hallo Klaus,

ich bin wohl vor Allem psychisch abhängig.

Alleine der Gedanke daran aufzuhören hat meine Selbststrukturiertheit schon in Unordnung gebracht.

Auch mit NET war das dann beim Aufhören der Fall.

Für mich als Selbstkontrollfan ist das das Schlimmste.

Dieser Kontrollverlust löst in mir Angst vor wahnsinnig werden aus.

Das war dann immer der Rückfallgrund.

Lieber stabil und rauchen, als akuter Wahnsinn.

Da muss ich wohl durch, vor Allem durch die Angst.

Ich weiß, dass es machbar ist.

Ohne durchzudrehen.

Lutzi

Verfasst am: 25.03.2025, 08:47
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Hallo Lutzi

Ja, der Frühling ist wunderbar.
Ich liebe ihn, weil alles neu wird.
Aber nicht nur die Pflanzen werden grün
auch mit den Menschen passiert sehr viel.
Sie tragen häufig ein Lächeln im Gesicht.

Was du über den kalten Entzug schreibst stimmt.
Der nimmt einen sehr stark in Anspruch,
so das viele Dinge liegenbleiben.

Du darfst nie vergessen,
das Rauchen eine chronische Krankheit ist.
Davon zu genesen ist nicht leicht
und gerade am Anfang manchmal
sehr anstrengend und einnehmend.

Nun sehe ich 4 Tage auf deinem Konto.
Das ist ein guter Start.

Natürlich werden in dir Gedanken
und Gefühle laut, die sagen....
rauch doch wieder.

So funktioniert Sucht.
Das muss eine Weile ertragen werden.
Irgendwann wird es weniger
und reißt völlig ab.

Ich wünsche dir einen schönen Dienstag
und eine tolle Woche.

Liebe Grüße
Klaus

Verfasst am: 24.03.2025, 22:54
Lutzi2
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Ich habe mal eine KI gefragt und es sind wohl Kreuzblütler, die Indole freisetzen, wenn sie zerkleinert, gekaut oder gekocht werden.

Also ist die Gemüseauswahl für meine "Diät" viel größer, als ich anfangs dachte.

Und alles Sachen, die ich mag.

Verfasst am: 24.03.2025, 21:35
Lutzi2
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Den heutigen Tag habe ich für Internetrecherchen genutzt.

Wegen meiner psychischen Störung muss ich Psychopharmaka hochdosiert nehmen und gegen die Nebenwirkungen helfen die PAK (polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe), die in Tabakrauch enthalten sind.

Es geht bei mir also um die Wirkung des Rauches, der entsteht, wenn organische Stoffe nicht vollständig verbrannt werden. Vielleicht mag ich deshalb auch so gerne den Geruch von Holzfeuern.

Von daher hilft bei mir kein Nikotinersatz, weil da kein Rauch drin ist. Dieser Rauch ist übrigens auch in E-Zigaretten nicht drin.

Diese PAK sind Induktoren von den CYP1A2 (Cytochrom P450 1A2), ein induzierbares Enzym.

Wird dieses Enzym induziert, so werden meine Medikamente schneller abgebaut.

Was ich gefunden habe an Stoffen, die diese Wirkung ebenfalls haben, sind Broccoli, Rosenkohl, Blumenkohl und Lakritze, also Süßholzwurzel. Dementsprechend war ich dann heute einkaufen. Merkwürdigerweise sind es auch Lebensmittel, die ich sehr gerne mag.

Insulin und Johanniskraut haben auch diese Wirkung, aber da lasse ich besser die Finger von.

Inhibitoren des betreffenden Enzyms, welches übrigens bei der "Verstoffwechselung" vieler Medikamente eine Rolle spielt, sind Pfefferminze, Kreuzkümmel und Kurkuma.

Wie sich das mit dem Koffein bezüglich dieses Enzyms verhält, habe ich noch nicht ganz verstanden.

Was ich allerdings weiß ist, dass die Mehrheit der Psychiatriepatienten stark Koffein und Nikotin nutzen.

Vielleicht kann jemand, der sich medizinisch besser auskennt, mir weiterhelfen? Auch in meiner laienhaften Darstellung der Zusammenhänge.

Warum ich so etwas hier schreibe und nicht in meinen Psychiatrieforen? Ich will nicht Gefahr laufen, dass sie abgeschaltet werden und dieses hier ist ja irgendwie regierungsnah.

Verfasst am: 22.03.2025, 12:05
Lutzi2
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Hallo Klaus,

früher in Köln gab es das auch mit dem kostenlosen Chai in türkischen Restaurants und da gab es auch Efes Bier und Raki.

Heutzutage hier auf dem Lande ist das anders. Eher ungemütlich und spaßfrei.

Aber ich mag sowieso lieber grünen oder Matetee, Alkohol ist ja komplett tabu für mich, und ich wohne auch nicht mehr im Zentrum. Kräutertees habe ich einige Sorten und letztes Jahr bin ich zur Kräuterbalkongärtnerin geworden. Alle Winterharten und Mehrjährigen haben überlebt und dieses Jahr geht es dann weiter. Es wird noch etwas dazu kommen. Es gibt hier eine sehr gute Gärtnerei, die die Pflanzen in Bioqualität vorzieht.

Ich hätte nicht gedacht, dass ich meinen grünen Daumen wieder kriege. Von daher habe ich klein angefangen.

Die Liebe zum Leben ist wieder da. Der Frühling kommt. Ich genieße jeden Sonnenstrahl auf Balkonien und kriege schon Farbe im Gesicht.

Das ist für mich der beste Zeitpunkt für so eine weitreichende Veränderung, wie ich sie anstrebe. Es geht bei mir ja um viel mehr als rauchfrei zu werden.

Mein Supermarkt in der Nachbarschaft hat neuerdings mehr Bio und sehr viel mehr Vegan als vorher. Da werde ich zuschlagen. Von dem gesparten Geld werde ich mir das locker leisten können und zum Anderen will ich weniger Kalorien essen und abnehmen, was vegan einfacher sein soll.

Noch habe ich jede Menge vegetarische Nahrungsmittel zu Hause, bin aber schon dazu übergegangen, nur noch vegan zu kaufen. So habe ich einen langsamen Übergang, was die Ernährung angeht, wenn ich schon meinen Genussmittelkonsum übers Knie breche.

Na ja, mit grünem Tee, der auch eine geringe Menge Koffein enthält und den Nikotintabletten ist es ja auch nicht ein so kalter Entzug wie du ihn gemacht hast.

Kalten Entzug habe ich versucht, aber da habe ich wirklich nicht mehr funktioniert, wie ich dann verwundert feststellte, hatte ganz viele Fehler, was meine notwendige Tagesgrundstruktur anging. Ständig vergaß ich etwas.

Das war dann der Grund, wieder zu rauchen, und dass ich doch sehr ins Schwitzen kam.

So geht jeder seinen Weg, den Königsweg gibt es da nicht, da die Startbedingungen, die Ausgangspositionen verschieden sind und die Mentalität der Menschen.

Danke für die Erfolgswünsche, die ich wirklich brauchen kann, denn ich merke heute an Tag 2 schon, wie schwer es wird.

Am Liebsten würde ich loslaufen, Kippen kaufen. Hoffentlich komme ich drum herum.

Lutzi

Verfasst am: 22.03.2025, 08:47
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Guten Morgen Lutzi

Schön, das du noch hier bist. Noch schöner, das du deinen Rauchstopp nicht aus den Augen verloren hast. Toll, das du wieder startest. Ja, ich weiß .... du magst da kein Bohai.
Ich bin seit meinem Rauchstopp auch auf Tee umgestiegen und entdecke, das es da gewaltige Unterschiede gibt. Hier in Berlin gibt es viele türkische Konditoreien, die alle Tee im Angebot haben. Die machen den Tee mit einem Samowar. Das ist toll. In den Restaurants gibt es den oft kostenlos zum Dessert. Oft sind da noch Gewürze beigemischt. Zum Beispiel Koriander, Ingwer, Orange, Cardamom, Nelken, Sternanis oder schwarzer Pfeffer. Tolle Sache. Kaffee trinke ich nur noch sehr selten. Am liebsten in der Eisdiele. Zum Pistazieneis mit viel Schlagsahne.

Zum eigenen Weg kann ich dir nur zustimmen. Da gibt es nichts Besseres.
Ich wünsche dir viel Erfolg!

Liebe Grüße
Klaus

Verfasst am: 22.03.2025, 04:37
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Guten Morgen alle zusammen,

(sorry Klaus, dass ich dir Ende Februar nicht antwortete, aber es ging mir durchwachsen andauernd, weil sich mit dem Rauchen nichts tat.)

Seit gestern Morgen trinke ich grünen Tee anstatt Kaffee, so wie auch gerade. Wenn ich Lust auf ein kaltes Getränk habe, gibt es kein Bier mehr, auch kein alkoholfreies, sondern wer wäre je auf die Alternative gekommen: stilles kaltes Wasser.

Und wenn ich Lust auf eine Zigarette bekomme, lutsche ich eine 1 mg Nikotintablette.

Den Ausschlag hat letztendlich der nun auch noch notwendigerweise hinzugezogene Kardiologe gegeben und Dr. Google nannte die 3 Übeltäter: Kaffee, Alkohol und Nikotin. Mein alter herzkranker Vater hat es ja geschafft, ohne die Übeltäter alt zu werden, von daher habe ich es auch ohne Dr. Google gewusst, der meist nur bestätigt, wonach ich suche.

Und tatsächlich werde ich mit der Ernährung auch noch gucken müssen.

Klingt nach einer radikalen Rundumschlaglösung, aber so war ich immer schon. Ganz oder gar nicht.

Dienstag bin ich bei meiner Psychiaterin, deren einziges Laster noch Kaffee ist.

Merkwürdig sind sie diese Frauen in oder nach den Wechseljahren. Viele merken die Zipperlein, wollen was ändern, machen auch Propaganda fürs mitmachen, z. B. nicht mehr zu rauchen, propagieren aber leider immer ihren eigenen Weg. Und dann gibt es da die Bremserinnen, die Angst vor Instabilität haben, wenn zu viel auf einmal geändert wird.

Und dann gibt es da die erfreute Nachbarschaft, egal welchen Geschlechts oder Alters, die das Hin und Her Leid ist und sich schon lange gestört fühlt.

Und ich hoffe sehr, dass es eine hoffnungsvolle Zukunft für die Kinder und Jugendlichen geben wird, "be smart, don't start" und "bunt statt blau" heißt das bei uns und ich meine über Zucker und Koffein sollte mal gesprochen werden.

Und was mich sehr freuen würde, wäre wenn die Allerkleinsten endlich mit ihrem Bah und Bäh aufhören würden in meiner Reichweite.

So sieht dann die Lösungstrance aus. Dass man sein Problem als Ganzes löst.

Und alle Unkenrufe abwehrt, indem man drauf besteht, seinen eigenen Weg zu gehen.

Und was ich mache, wenn ich mich von wem geärgert fühle, weiß ich noch nicht. Vielleicht einfach sachlich drauf hinweisen? Ich habe das letztens mal probiert und konnte es und es scheint auch angekommen zu sein, gewirkt zu haben.

Achtsamkeitsübungen und etwas Meditation haben mir sehr geholfen, insgesamt ruhiger in mir zu ruhen, gelassener zu werden, so wie es meinem Alter meiner Meinung nach entspricht und nicht wie ein hektisches junges Huhn herumzupicken.

Meine ersten 4 Tage dieses neuen Lebens habe ich frei und lege mich zwischendurch gerne hin, mache immer wieder Nickerchen, vor allem nach Mahlzeiten. Aber Dank der Nikotintabletten und des grünen Tees fühle ich mich nicht komatös wie es sonst bei Aufhörversuchen der Fall war.

Die Konzentrationsstörungen halten sich dieses Mal in Grenzen. Ich bin auch sehr um Selbstbeherrschung und Beibehaltung meiner Strukturiertheit bemüht. Es gibt einfach ein paar Aufgaben, die ich täglich und rhythmisch zu erledigen habe.

Dieses Funktionierenmüssen war der Grund, das Rauchen nicht loslassen zu können. Nun habe ich die Struktur so minimiert, also auf das wirklich Notwendige reduziert wie Medikamenteneinnahme, Blumenpflege, Körperpflege und Ernährung, genügend trinken und Toilettengänge und genügend schlafen.

Lösungstrance, ja da löst sich was, "in Wohlgefallen auf?".

Verfasst am: 26.02.2025, 07:32
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Guten Morgen Lutzi

Schön, von dir zu lesen!
Wie geht es dir heute?

Viele Grüße
Klaus