!RÜCKFALL! Ich kann nicht mit dem Rauchen aufhören, weil ich nicht aufhören kann.

Will ich mich wirklich weiter vergiften? Klare Antwort -Nein-
Und warum rauchst du dann weiterhin?
Antwort -weiß ich nicht-
Weiß denn einer Raucher warum er eigentlich noch Raucht? Nö, ich zumindest nicht. :
Hallo FoxyFly,
eigentlich wissen wir es sogar ganz genau....Wir sind süchtig! Nicht mehr und nicht weniger.
Es gibt keine andere Erklärung für dieses "krankhafte Verhalten". Es hört sich hart an, aber die Erkenntnis ist superwichtig beim Prozess des Aufhörens dies nicht außer Acht zu lassen.
Wir sind nach einer Substanz süchtig. So wie ein Alkoholiker oder ein Heroinabhängiger. Nicht mehr und nicht weniger.

Nochmal in meinem Rückfallbuch im Hirnskästchen rum gekramt und prompt kam mir da auch so ein dubioses Ding in den Sinn und wieder mit der selben Frage die sich jeder Raucher stellt. Wieso nur, bin ich so dumm?
Dieser allerdings liegt erst 3 Jahre zurück. Keine Ahnung, komische, üble und fiese Erkältung hatte ich zusammen mit meiner Tochter. Lagen wir schon paar Tage komplett flach, schauen Netflix Serien erfreuten und daran das es bergauf ging. Geraucht hatte ich mal wieder nicht. Super. Dann bin ich irgendwann mal von der Couch auferstanden und ging wie ein ferngesteuerter Roboter runter, griff die Zigarette, raus, rauchen, wieder retour zur Couch. Schaue meine Tochter an und fange an zu lachen. Fragt sie mich: „was ist denn?“ Sage zu ihr: „Ja, wie blöd bin ich denn? War ich gerade unten und habe geraucht, obwohl ich jetzt schon paar Tage nicht geraucht habe.“
Und was hat mir denn die Zigarette jetzt gebracht? Warum habe ich es gemacht? Fragen über Fragen.
Antwort gefunden? Nein.
Typische Aussage, naja wollt mal gucken ob es noch schmeckt.
Und zack Boom, biste wieder im Teufelskreis.
Will ich mich wirklich weiter vergiften? Klare Antwort -Nein-
Und warum rauchst du dann weiterhin?
Antwort -weiß ich nicht-
Weiß denn einer Raucher warum er eigentlich noch Raucht? Nö, ich zumindest nicht. Zumindest schmeckt es mir nicht und gerade im Moment noch weniger als sonst. Es ist vielleicht wirklich das berichten hier über die Rückfälle und die Entschlüsselung.
Abwarten was passiert, weiter an Rückfälle denken und analysieren, lautet mein Motto.

Guten Morgen ...oderso
Gestern gab es einen Grund zum Feiern
Du hattest deine 50 Tage vollendet.
Das ist eine tolle Leistung
über die wir uns hier alle freuen.
Am allermeisten sollte es
natürlich dich freuen.
50 Tage ohne Rauch
ist der erste große Meilenstein
auf dem Weg in die Freiheit.
Das hat du sehr gut gemacht.
Umso mehr schmerzt mich
deine Verletzung gestern.
Es tut mir leid, das du dich
hier angegriffen wähnst.
Es war mir nicht bewusst
das Großbuchstaben aggressives
Geschrei bedeuten können.
Ich bin ganz bestimmt nicht der Einzige,
für den das neu ist, Deswegen denke ich,
das es hier nicht so gemeint ist.
Bitte verzeihe das.
Aber ja, vielleicht ist das der Anfang einer Diskussion
über achtsames Schreiben hier im Forum.
Hier soll niemand angeschrien werden.
Umso wichtiger ist es immer wieder
über unsere Gefühle und Gedanken zu reden.
Herzliche Grüße
Klaus

Moin,
ich denke, man wird dünnhäutiger durch den Entzug.
Diese Art von threat finde ich wichtig, gerade für Menschen, die es dass erste Mal probieren.
Man kann nur lernen dadurch, wie andere Aufhörwillige in die Falle getappt sind und eventuell
das Gleiche vermeiden.
Wenn es nur Einem/r hilft, ist schon viel gewonnen.
In meinem Kopf hat es immer noch nicht " Klick" gemacht und ich vermisse diese Mistdinger elendig.
Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an die " Eine " denke.
Aber die hatte ich ja schon und es hat alles nur noch schlimmer gemacht.
Was mich auch sehr interessieren würde:
Wenn ihr rückfällig geworden seid, wie und wann danach seid ihr wieder eingestiegen und warum?
Nicht das ich neugierig wäre...
Grüßle von missing

Nur nochmal für alle zur Klarstellung:
WIKIPEDIA :
„Das Schreiben in GROSSBUCHSTABEN gilt nicht nur als unschön, sondern wird als aggressives Schreien interpretiert und sollte daher unterbleiben.
Zudem gilt es als aufdringlich und unhöflich, mehrere Satzzeichen etc. hintereinanderzureihen.
Ziel der Netiquette ist eine möglichst für alle Teilnehmer angenehme Art der Kommunikation.“
Ich nehme aber zur Kenntnis, dass auf meine Bitte um Beachtung prinzipiell kein Wert gelegt wird (Ausnahme die Themenerstellerin FoxyFly), sondern es vielmehr nur als „Stressen“ aufgefasst wird:
siehe dazu die Auffassung von einer nicht (!) angesprochenen Adressatin:
„gestern habe ich mich geärgert über
- eine Person, die hier Gestresst hat wegen angeblichen anschreien, eine normale Erklärung hat nicht gereicht bzw. kam nicht an…“
Alles klar….

18 Years ago
Dort stand ich nun in der Kneipe meines Vertrauens, mir ging es nicht so gut, Schwindel machte sich breit, bekam kaum Luft, geraucht habe ich dennoch, aber nicht in dem Ausmaß wie sonst. Guter Dinge, doch voller Angst was gerade da in meinem Körper passiert fuhr ich heim, reflektierte mich selbst. Gedanken wie „scheiss Zigaretten“ wurden sehr laut, lauter als die Sucht. Prima, ich rauche ab morgen nicht mehr. Was soll ich sagen, hat geklappt. Allerdings waren diese körperlichen Beschwerden nicht aufs rauchen zurück zu führen, dies war mein zweites Ding die Panikattacke, dieser schenkte ich aber da keine weitere Bedeutung. Wie lange war ich denn rauchfrei seit dem Tag? 5 Tage. Wow, 5 Tage, aber dann war er da mein erster Rückfall, ausgelöst durch eine banale Sache. Die, die wir alle kennen von unserem Start in die Rauchkarriere. Eigentlich wollte meine Bekannte mir nur etwas bringen, was ich am Wochenende in der Kneipe vergessen hatte, sie auch Raucherin, ich redete noch kurz mit ihr und sie steckte sich eine an und bot mir auch eine an und dann musste alles ganz schnell gehen. Gedanken, Gefühle wie in einer Ultra schnellen Achterbahn.
Gedanke – Nein danke, ich habe es bis hier her geschafft, dann schaffe ich auch weiter.
Gefühl – Unsicherheit,
Gedanke – mir geht’s besser ich sehe besser aus (hab mich tatsächlich selbst über mein Spiegelbild gewundert, zum guten)
Gefühl – kein gutes, wenn ich NEIN sagen sollte
Gedanke – willst Du sie wirklich enttäuschen Dir die Blöße geben, als einzige Nichtraucherin da zu stehen? Nein, dann rauche nur die eine und dann ist gut, danach hast ja dann eh keine mehr.
Alles in einer Mega Geschwindigkeit und dann nahm ich sie DIE EINE, die eine die wir sofort ausblenden können, nachdem die Gefahr des uncool sein vorbei ist. Aber wie es immer so ist und war, es blieb nicht bei DER EINEN, so schnell wie ich mir Geld gesucht habe (ich habe mich wirklich 5 Tage verkrochen, hatte aber Oma und so im Rücken zur Stärkung) und dann beim Automaten gelandet bin, wäre ich glatt als Ferrari durchgegangen.
Aber nach dem WARUM NUR BIN ICH SO DOOF suche ich bis heute vergeblich.
Das war mein erster Rückfall, über dieses erste richtige scheitern ärgere ich mich bis heute. Ich hatte übrigens in den ganzen 5 Tagen, kein Verlangen nach einer Zigarette und auch keine Entzugserscheinungen wie Müdigkeit etc. Ich denke da war der Wille extrem stark, tja, aber leider war wohl die dazugehörigkeit und das cool sein auch im Jugendlichen Erwachsenen Alter stärker. So mit Anfang 20 war das.

Paolaxberg:
Wie ist es von
17.3. 21
Hallo Ihr Lieben,
Schön zu sehen das der zug noch rollt ...
Als ich aufgehört habe mit den Pflastern (schon nach 3 wochen) hatte ich Angst, dass es wieder schwerer werden könnte. Es war aber eigentlich das Gegenteil, es wurde einfacher. Weil mich das Nikotin nicht mehr in seinen Greifern hielt und ich mich wirklich frei und selbstständig frei fühlte.
Danke das ich kein Sklave mehr bin.
Wir schaffen das, ich schaffe das, weil ich gehe einfach weiter und ich nehme die Sucht wahr, aber ich lasse sie links liegen, denn ich werde weiter frei gehen.
Ich liebe die Luft
Alles Liebe",
zu
"27.3.21
Hallo Ihr lieben,
ich bin voll in die Falle getappt. Ich war letzte Woche (mit regelmäßigen Selbsttest) Freunde besuchen. Ich glaube, dass hat mich schon getriggert, denn da habe ich doch näheren Kontakt zu Menschen die zwar sehr wenig rauchen aber eben doch regelmäßig. Vielleicht genau deswegen hat es mich getigert, dass sie so wenig rauchen.
Dann kam ich zurück nach Berlin und nachdem unser Kater eine Maus ins Haus verschleppt hat die uns entwischt ist, gab es einen ordentlichen Streit mit meinem Mann. Ich bin dann voller Wut und Trauer raus und habe mir tatsächlich Zigaretten gekauft. Die Hälfte habe ich direkt einem Schnorrer verschenkt. 2 habe ich geraucht. Den Rest habe ich auf der Bank liegen gelassen. Soweit so gut (oder eben nicht).
Denn Dummerweise hat mir mein Mann daraufhin einen "modernen" Verdampfer gekauft (mit Nikotin) den ich jetzt die letzte Woche regelmäßig geraucht habe...
So und heute muss ich mich wieder meeega zusammenreißen nicht mehr zu rauchen, weil plötzlich dieses Gute Gefühl so weit weg ist. Aber ich schaffe es.
Ich melde mich vielleicht erst wieder wenn das schlimmste vorüber ist. Manchmal reagiere ich so mega trotzig da können gut gemeinte Ratschläge auch nach hinten los gehen...
Wahrscheinlich komme ich aber vorbei um mir positives denken über die Rauchfreiheit reinzuziehen vllt. hat mir das auch gefehlt die letzte Woche. War nämlich nicht zwischendurch mal auf meinem Score schauen oder hab gute rauchfreie Energie getankt...
Also mal ein Beispiel zum nicht nachmachen...
Ich versuche an die schönen Momente zu denken an die Stolzen. Also hoffentlich bis zum 1. wieder rauchfrei zurück
Lg Paola"
gekommen?
Da hatte ich bereits um die 80 Tage nicht geraucht. Ich habe es noch etwas versucht aber war kurz danach völlig von der Bildfläche verschwunden und bin erst jetzt wieder hier.
Wieso fängt man selbst nach 1... 2... 8 oder 10 Jahren Nichtmehrrauchens wieder an?
Liebe Grüße und Atentti al Lupo oder Nur für heute!

"Achte auf deine Gedanken, sie sind der Anfang deiner Taten. ☀️ (Dubidu)"
anfangs habe ich mit Sätzen wie "ich bin rauchfrei" oder "ich bin gerne Nichtraucher" gegen "schlechte Gedanken" gesteuert. Aber die Gedanken kommen immer wieder, täglich. Die Gedanken sind frei ... kann ich sie überhaupt beeinflussen.
"Ich kann nicht aufhören" oder, wie bei mir "ich kämpfe mich durch" bedeutet, dass wir irgend etwas kompensieren möchten.
Fehlende Selbstsicherheit, Angst, Unsicherheit.... Irgend etwas, was uns fehlt, füllt das Suchtmittel. Und das ist auf jeden Fall falsch.
Nachdenkliche Grüße von Anna

Ich sehe wie ich Ausrutscher hatte und weitergemacht habe.
Ich denke es ist super weiter zu machen:
Krönchen richten und weiter gehts.
Habe ich sie auf die leichte Schulter genommen?
Ich sehe jetzt eben auch
wie aus meinen Ausrutschern ein Rückfall wurde.
Was hat es mich gelehrt?
In der Suchttherapie wird darauf vorbereitet
es werden Strategien entwickelt um nicht Rückfällig zu werden.
Bin ich dafür jetzt besser gewappnet?
"Achte auf deine Gedanken, sie sind der Anfang deiner Taten. ☀️ (Dubidu)"
Wann merkt man, dass sich ein Rückfall anbahnt?
Merkt man es?
Ich hatte das Gefühl ich wurde überrumpelt
aber war das so ?
" erinnerst Du dich an den Artikel aus der Geo Wissen, in dem ging es ums "loslassen".
Zitat: "Zum Aufhören gehört wörtlich: Hören. Man muss zu einem Ohrenspitzen nach innen übergehen - im Sinne von Achtsamkeit." (Rauchfrei-Lotse-Paul)
Ich möchte / hoffe ich bin jetzt aufmerksamer, damit das nicht wieder passiert:

Ach echt?
! Bedeutet anschreien?
Wusste ich nicht.
Heute Nachmittag sass ich in meinem Lieblings Cafe auf der Terrasse. Die Sonne schien. Als ich mich setzte klingelte mein Telefon und ich griff in meine Mantel Tasche und griff nach dem Telefon. Unwillkürlich suchte ich auch nach Zigaretten. Das war so eingebrannt, weil ich es 1000 Mal schon so gemacht hatte.
Terrasse, Telefon und Zigarette.
In diesem Augenblick zündete sich am Nachbartisch jemand eine Zigarette an.
Ich nahm das Gespräch an und dachte .....wieder mal gut gegangen.
Liebe Grüße Klaus