Rein ins pralle Leben - ich kann das!

Verfasst am: 29.03.2025, 19:45
Heldin2018
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Hallo liebe Kath!

Herzlichen Dank für deine lieben Worte :-

Scheinbar braucht es viele, viele Anläufe, um mit der Sucht fertig zu werden. Es mag auch Menschen geben, die einfach resilienter sind und das auf Anhieb schaffen, aber das sucht man sich ja nicht aus, bzw kann es nicht wirklich beeinflussen.
Gerade komme ich ganz gut damit zurecht, mich möglichst wenig zu wehren. Wenn der Schmacht kommt.... lasse ich mich von ihm Überspülen. Um so weniger ich mich wehre, um so eher geht er wieder.
Mal schauen, wie es Morgen ist

Ich habe da heute mal einen Nachtrag. Ich hatte einen ausgesprochen guten Tag, mit dem habe ich so früh ja gar nicht gerechnet. Vielen Dank Mr. Suchti, dass du mich heute mal hast Luft holen lassen... vielleicht habe ich dich gestern auch nur ein Stück weit weggeschwemmt. Na, du wirst schon zu mir zurück finden. Aber Obacht.... ich bin ausgeruht und für den nächsten Kampf gut vorbereitet....

Verfasst am: 29.03.2025, 17:39
Kath2024
Kath2024
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Hallo liebe Heldin Anke,

danke für Deine offenen mutigen und lebensbejahenden Beiträge hier und an anderer Stelle.

Nun gehst Du auch noch das Thema Sucht an, ganz stark.

Ich habe nun inzwischen viele verschiedene Wege versucht rauchfrei zu werden, habe es immer mal eine Weile geschafft. Deshalb möchte ich Dir viel Geduld wünschen, einfach dranbleiben und so viel Zeit wie nötig dafür nehmen.
Liebe Grüße Kath

Verfasst am: 29.03.2025, 14:10
Paolaxberg
Paolaxberg
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Hallo Anke,
Hei Tag 3 ist angebrochen und schon fast durch. Du machst das meega.
Glunsch (khalam danke find ich voll cool)
Wenn die Tränen fließen dann fließen sie. Hat was reinigendes aber stimmt gut sehen kann man da nicht.
Nein wir sind weder immer klug noch politicaly correct noch nettikett noch wasauchimmer. Hauptsache wir denken nicht die Wahrheit gepachtet zu haben. Wir lernen unser Leben lang und aus irgendeiner Ecke von pachamama bekommen wir dafür Kraft.
Hammer das mit dem Urlaub und der Insel.
Ich probiere es heute unter anderem mit tiefen homs. Das hom resoniert ( sagt man das?) Im ganzen Körper hat man festgestellt...
Liebe Grüße
Paola

Verfasst am: 29.03.2025, 11:36
Heldin2018
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Guten Morgen zu TAG3

Hoppla, das war gestern vielleicht ein Tag, den hätte ich erfahrungsgemäß ja eher zu heute verortet. Ich hab irgendwie den ganzen Tag weinen müssen, habe trotzdem mein Tagwerk erledigt. Im Nachhinein betrachtet war das auch ein bisschen lustig, weil vieles gar nicht so einfach zu erledigen war.... Tränen in den Augen verhindern irgendwie die klare Sicht auf vieles

Und ausgerechnet heute morgen hat mich der Disput um ... oderso so geärgert, dass ich meinen Mund nicht länger halten konnte. Bzw die Finger still halten. War das nun klug? Keine Ahnung, ich muss ja auch nicht immer klug sein.
Ich hatte schon tagelang ne Meinung , aber konnte gut die Klappe halten. Auf Dauer geht das wohl gerade nicht.

Jetzt was schönes .... ich habe meinen Urlaub geplant. Ich fliege Mitte Juni nach Djerba, meinen Sehnsuchtsort und meine 2. Heimat. Das war für dieses Jahr gar nicht geplant, aber meine Freundin ist dort im sabbatical und möchte, dass ich sie eine Zeit begleite. Das mache ich doch gern.

Das heißt, wann immer ich heute zum Thema Entzug in Schwierigkeiten gerate, träume ich mich auf die Insel. DAS wird richtig gut.

Verfasst am: 28.03.2025, 16:53
Paolaxberg
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Ich bin beeindruckt von deiner Ehrlichkeit, Erschrocken vor deinem Schmerz und Ehrfürchtig vor deinem Mut wieder ins pralle Leben zu kommen.

Das ist stark!

Verfasst am: 28.03.2025, 09:38
Heldin2018
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Guten Morgen zu TAG2

Hört sich super an, fühlt sich zu 50 % auch so an, der Rest ist heulendes Elend, gemischt mit bisschen Trotz... zum Glück in die richtige Richtung.

Ich bin gerade ein Stück weit unglücklich und muss mich daran erinnern, dass ich das mit Qualmerei genau so wäre. Liebeskummer ist doof und so unnötig wie Fußpilz, aber dennoch ist es wie es ist.

Aber heute ist für mich mal Zeit, zu gucken, wie weit ich die letzten Jahre gekommen bin. 2020, ich war bereits in Rente, aus Gründen und gegen meinen Willen.... sozial relativ isoliert. Die Zigarette war bei mir. Wenn man 60 Stunden die Woche arbeitet, bleibt keine Zeit für soziale Kontakte.

Familie war meine Tochter ..... und dann habe ich mein einziges Kind verloren . Die Zigarette war bei mir.

3 Jahre Leiden - durchgehend ohne Atempause. Lieber tot als lebendig, aber es stirbt sich gar nicht so leicht. Die Zigarette mein Halt und Begleiter, meine Identität... die starke Frau, unabhängig mit Kaffee, wahlweise Bier und Zigarette.

Die Frau, die alles erträgt, irgendwie .... seit 2021 in Therapie.... im Überlebensmodus, irgendwie .... total gebrochen, aber dennoch sooo stark.

In den letzten Jahren habe ich es irgendwie geschafft, Trauer in mein Leben zu integrieren, ein gutes und stabiles Netz aus Freunden und Fachleuten für mich zu knüpfen und dann, ja dann.... habe ich mich letztes Jahr verliebt. Wie aufregend.... der erste Mann in meinem Leben seit meiner Scheidung in 2005.

8 Monate Zweisamkeit.... okay sollte nicht sein. Mit einem Bindungsängstler, der emotional nicht verfügbar ist, ist für mich leider nix anzufangen. Also habe ich mich getrennt. Gestern hat er meine Freundin angerufen, sie möchte mir doch sagen, dass er mich liebt...... aaaaarghhhh, das hat mich gestern umgeworfen.... gar nicht mehr so stark die Anke..... ABER rauchfrei!!!!

Und hier ist meine neue Identität. Eine Frau, die versteht, dass sowohl Liebe und Freude, als auch Kummer und Schmerz zu ihr gehören. Eine Frau, die verstanden hat, wie stark sie wirklich ist. Wo ist die Zigarette in diesem Bild?
Ich brauche sie nicht mehr (lach, mein süchtiges Hirn erzählt gerade etwas ganz anderes) und ich lebe so gern.

Und um das zu können, also mit möglichst wenig körperlichen Gebrechen.... hat sie ausgedient.

Jetzt gehe ich ne Runde weinen und danach gibt es Kaffee. Zeit, den Tag zu planen!

Verfasst am: 27.03.2025, 11:16
Nova2
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Guten Morgen liebe Anke,

dein Gefühl, du nimmst dir das Einzige weg, was dir noch was bedeutet kenn ich, allerdings in etwas abgeschwächter Form. Weil es noch anderes gibt, was mir viel bedeutet. Dir bestimmt auch. :-)

Du fragst, wie kommst du von „ich darf nicht“ zu „ich will nicht“.
Meiner Meinung nach ist das ein Prozess, ein Ablösungsprozess, vergleichbar als würden wir einen geliebten Menschen, ein geliebtes Tier verlieren.
Am Anfang hilft uns diese Sturheit, ich will nicht, ungemein.

Auch ich hab meine liebe Gefährtin aufgegeben und die ersten Tage waren zeitweise nicht einfach. Mir half ablenken, ablenken, ablenken und schlafen, Musik hören und tanzen.
Ich hab das Gedanken Karussell sofort auf still geschaltet, wenn Suchti sagte, er will, muss unbedingt rauchen, sonst ist das Leben nicht lebenswert.
Nach und nach hab ich die Verlangsattacken angenommen und einfach wahrgenommen und betrachtet. Von außen. Als Beobachter. Wie jeder Gedanke verschwinden sie dann auch wieder.

Von Herzen wünsch ich dir eine große Portion Sturheit, Verständnis für dich selbst, und einen langen Atem.

Es wird leichter.
Versprochen.

Liebe Grüße, Nova

Verfasst am: 27.03.2025, 10:55
Heldin2018
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Guten Morgen zu TAG 1

meines neuen Lebens? Naa, zu dramatisch. Tag 1 meines suchtfreien Lebens? Nee auch nicht nicht. Ich bleibe ja süchtig. Ich will dem nur nicht mehr nachgeben.
Also Tag 1 als trockene Nikotinerin? Irgendwie witzig, aber stimmt (noch) nicht.

Ach, ich finde gerade keinen guten Begriff, kommt vielleicht noch.
Was ich aber auf keinen Fall sagen oder denken möchte, ist, neuer Versuch.... ich bin es leid zu versuchen.

Die letzten 2 Tage habe ich hier sehr viele Tagebücher gelesen und dabei festgestellt, hoppla, das ist ja tatsächlich relativ schwierig. Geht mir ja gar nicht allein so.

Vielleicht sollte ich hier demnächst mal ein bisschen von meiner Geschichte erzählen, dann wird wahrscheinlich wenigstens MIR klar, warum ich mich so schwer tue. An mangelnder Willenskraft kann es nicht liegen. Ständig muss ich mir nämlich im realen Leben erzählen lassen, dass alle gern so stark wären wie ich.

Kurz zu meiner Befindlichkeit gerade jetzt, Körperlich merke ich eine leichte Unruhe, nicht so stark wie bei einer Panikattacke, eher wie auf dem Weg dahin, Das bekomme ich weggeatmet.

Ansonsten bin ich jetzt schon nach 13 Stunden 'ohne' emotional heftig angefasst. Leicht heulerig. Will ich mir doch gerade selbst 'das Einzige wegnehmen, das mir noch etwas bedeutet'

Ähhh büschen viel Dramatik Anke, oder?! Merkste selbst.

Wie um Himmels Willen bekomme ich denn nun mein Mindset von ich darf nicht auf ich WILL nicht?

Erstmal Kaffee, der schmeckt ohne Kippe übrigens besser

Verfasst am: 27.03.2025, 05:48
rauchfrei-lotse-paul
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Guten Morgen Heldin,

heute geht dein Projekt rauchfrei in die nächste Phase. Das ist sehr gut, genauso funktioniert ein Projekt, wenn Probleme auftreten muss man an der Methode etwas ändern aber nicht an dem Ziel.

Deine Entscheidung für einen Nikotinersatz kann ich sehr bestärken. Es macht absolut Sinn in der Anfangszeit den psychischen Entzug abzumildern, um sich von dem gewohnheitsmäßigen Griff zur Zigarette zu entfernen.
Was Jutta im märzzug geschrieben hat würde ich voll unterschreiben.
Ich selber habe zwei Monate Nikotinkaugummis genommen, und zwar so wie es vom Hersteller empfohlen wird, also am Anfang öfter und regelmäßig. Ich habe nicht gewartet, bis mich mein Schmacht stark getriggert hat, sondern ich habe vorbeugeugend gehandelt.

Das ist vergleichbar mit Schmerzenmedikamenten. Nach einem akuten Ereignis , welches Schmerzen verursacht, soll man regelmäßig das Medikament einnehmen und nicht so lange warten, bis man es kaum noch aushält. Es gibt ein Schmerzgefühl, das sich im Gehirn einprägt und dann nicht mehr mit Medikamenten behandelbar ist.
Beim Entzug könnte ein zu langes warten dazu führen, dass dich das NEP nicht mehr von dem Gedanken an eine Zigarette wegführen kann.

Das wäre also meine Empfehlung für deinen Neustart, am Anfang folgst du den Herstellerangaben und mit der Reduzierung kannst du dann nach eigenem Empfinden auch schon früher beginnen.

So Anke, hab einen guten Donnerstag, es ist kein Neustart sondern ein weiterführen deines Projektes mit einer angepassten Strategie.
Sein Weg ist richtig.

Ich wünsche dir viel „ich will…“ und „ich kann…“

LG von Paul

Verfasst am: 26.03.2025, 19:50
rauchfrei-lotsin-monika
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Hallo Anke,

Auch von mir für den Neustart gutes Gelingen.

Vorbereitung ist sehr gut und dennoch brauchst du auch einfach gute Antwort auf das Warum.

Ich habe 5 Jahrzehnte geraucht, 20 Jahre davon zum Schluss dieses Gezerre gelebt. Und dann habe ich von jetzt auf gleich aufgehört.
Ich wollte wissen, ob ich auch ohne Zigaretten leben kann und nicht nur Überleben.
Es waren viele Wochen harter Arbeit. Monate mit immer neuen Überredungskünsten, warum es doch besser wäre, sich da nicht so zu quälen.

Schnee von gestern
Heute bin ich froh und mein Leben hat an Wert gewonnen. Jedenfalls meine Blutwerte

Ich mag dich, ebenso wie alle anderen hier, gern unterstützen, deinen Weg zum Erfolg zu führen.

Eine große Schüssel Vitamine sind bestimmt hilfreich in den nächsten Tagen

Liebe Grüße von Monika