Maizug 2024 - Ich will nicht mehr rauchen!

Verfasst am: 27.05.2024, 10:35
Kaiser-Karl
Kaiser-Karl
Dabei seit: 10. 05. 2024
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Beiträge: 60 Beiträge

[/quote]
Hallo Paul, Klaus und Sandra,
Ich rauche eigentlich "gern", mich nervt nur die Abhängigkeit. Mich stören selbstverständlich die Gesundheitsgefahren, aber die wären bei einem "Partyraucher", den ich mir in kritischen Momenten offenbar einrede, ja zu tolerieren. Deshalb fehlt mir irgendwie die "eigene" Motivation, außer mein Kind nicht wieder enttäuschen zu wollen.... [/quote]

Hi Melle123,

bist du dir denn wirklich sicher, dass du "eigentlich" gerne rauchst?
Du suchst nach einer eigenen Motivation, schreibst du.
Ich kenne deine Überlegungen aus eigener Erfahrung gut. Aber heute weiß ich, dass diese Idee, eigentlich gerne zu rauchen, die reinste Illusion ist. Ich bin richtig froh, das diesmal erkannt zu haben. Seitdem ist das Nichtrauchen auch kein Verlust mehr, sondern ein Gewinn. Denn ich rauchte natürlich nicht gerne, sondern ausschließlich aufgrund von Abhängigkeit und Sucht. Alles andere ist für mich "Schönrederei".
Ich befürchte, wenn deine Motivation nur durch dein Kind entsteht, kannst du die Illusion nicht durchschauen. Die Illusion besteht darin, dass Rauchen etwas wäre, was ein Gewinn oder ähnliches wäre. Und Nichtrauchen wäre dann ein Verzicht, ein Verlust. Beides ist einfach nicht wahr. Es ist exakt umgekehrt. Es sind auf links gedrehte Aussagen, die die Sucht uns ins Gehirn pflanzt.

Viel Glück!

Verfasst am: 27.05.2024, 10:09
Melle123
Melle123
Dabei seit: 21. 05. 2024
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Zitiert von: rauchfrei-lotse-paul
Guten Morgen Melle,

Herzlich willkommen im Forum, in einer Community, in der viele nur zu gut wissen wovon du redest.
Den Wunsch, steuern zu können wieviel und wann wir rauchen hegen oder hegten eine Menge Raucher.
Es soll tatsächlich Menschen geben, die nicht süchtig geworden sind vom Nikotin und die es schaffen hin und wieder mal zu rauchen. Ich persönlich kenne auch Leute, die das können aber keiner von denen hat mal jahrelang täglich 15-20 Zigaretten geraucht und ist dann dauerhaft runter auf „hin und wieder mal eine“.

Deine Beschreibung lässt eher vermuten, dass du eher zum dem Typ „ganz oder gar nicht“ gehörst. So geht es mir auch. Ich wäre auch so gerne ein partyraucher geworden, stattdessen bin ich ein „Gelegenheitsraucher“ - ich rauchte bei jeder Gelegenheit!

Bedenke auch, dass wohl auch einige die sagen sie könnten ihr Rauchverhalten steuern, vielleicht heimlich viel mehr rauchen. Hier im Forum eröffnete Doro17 einen thread der heißt „Heimlichraucher, Wenigraucher…“ (hier der Link)
https://rauchfrei-info.de/community/forum/Topic/show/DESC/T/heimlichraucher-wenigraucher-ex-raucher-11267/

In kürzester Zeit haben sich so viele User mit ihrem eigenen Heimlichrauchen dort geoutet. Das ist keine Seltenheit.

Du fragst nach Tipps.
Sei schonungslos ehrlich zu dir selbst, erkenne dein eigenes Suchtpotenzial an und dann ziehe deine Konsequenzen daraus.
Es macht keinen Sinn wenn ich dir sage, dass dein Wunsch Partyraucherin zu werden unrealistisch ist, wenn du selbst diese Hoffnung noch in dir trägst.

Unsere Suchtgedanken kommen auf die schrägsten Ideen wenn es darum geht den konsequenten Rauchstopp so lange wie möglich nach hinten zu schieben.
Ich kann nur sagen, dass es sich ohne dieses hop on - hop off verhalten sehr viel entspannter leben lässt.

Tausch dich hier im Forum mit den anderen aus, nutze das geballte Wissen und die Erfahrung der Mitstreiter des maizuges.
Ich wünsche dir einen gute Weg zu einer Entscheidung und viel Erfolg mit der Umsetzung

LG von Paul


Hallo Paul, Klaus und Sandra,

angemeldet für das Programm bin ich schon und @Paul, ich trage nicht die Hoffnung in mir Partyraucherin zu werden. Ich weiß, dass es - jedenfalls bei mir - nicht funktioniert. Ich wollte damit eher meinen inneren Zwiespalt aufzeigen. Ich habe nicht diesen Ekel oder gesundheitliche (merkliche) Probleme wie andere hier. Also die Motivation aus mir selbst heraus, erscheint mir recht dünn,so dass ich Angst habe, im kritischen Moment nachzugeben. Der Hinweis auf den Thread von Doro17 war hilfreich. Ich gehörte auch lange zu den Heimlichrauchern. Jetzt hat mich eines meiner Kinder mehrfach "erwischt" und setzt mich u.a. mit dem Gesundheitsargument moralisch unter Druck. Ich hatte ihm natürlich schon im letzten ganzen Jahr mehrmals "versprochen" aufzuhören und es nicht lange geschafft, obwohl ich es wirklich versucht hatte. Er ist sehr enttäuscht von mir...

Ich rauche eigentlich "gern", mich nervt nur die Abhängigkeit. Mich stören selbstverständlich die Gesundheitsgefahren, aber die wären bei einem "Partyraucher", den ich mir in kritischen Momenten offenbar einrede, ja zu tolerieren. Deshalb fehlt mir irgendwie die "eigene" Motivation, außer mein Kind nicht wieder enttäuschen zu wollen....

Verfasst am: 27.05.2024, 07:43
rauchfrei-lotse-klaus
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Zitiert von: BlueCat


- depressive Grundstimmung, nichts macht richtig Freude
- bin merkwürdig emotions- und teilnahmslos (eine PsychologIn würde sagen „vermindert schwingungsfähig“)
- kann mich sehr schlecht konzentrieren, vor allem wenn ich etwas tun MUSS
- Kreativität = Null
- oft bleierne Müdigkeit
- Schlaf ist ok, nur immer zu kurz
- bappiger, trockener Geschmack im Mund (kann aber auch an meiner derzeit heftig entzündeten Mindschleimhaut liegen)


Guten Morgen BlueCat
Jo, kenne ich gut, was du beschreibst.
Schlaf Durcheinander habe ich jetzt immer noch ab und zu
Deine extreme Müdigkeit kommt von deinem sehr anstrengenden Widerstand gegen die Schmacht Attacken
Das ist furchtbar anstrengend
Bappig Geschmack....hmmm weiß nicht wo das herkommt.
Vielleicht mal was trinken?
Überhaupt viel Wasser trinken. Viel mehr als sonst.
Ganz wichtig ist das jetzt!

Unsere Körper spielt ab und zu verrückt.
Das müssen wir ihm aber zugestehen.
Nach jahrelanger ´Dauervergiftung und jetzt knallhartem Entzug hat er alles Recht der Welt dafür.
Es wird alles besser.
Jeden Tag und jede Woche

Ich wünsche dir Mut und Kraft
Klaus

Verfasst am: 27.05.2024, 07:34
rauchfrei-lotse-klaus
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Beiträge: 4364 Beiträge

Guten Morgen Melle

Herzlich willkommen.

Schön, das du hierher gefunden hast.
Du fragst nach Tipps?
Paul und Sandra haben es auf den Punkt gebracht.
Nikotin ist ein extrem hartnäckiger Suchtstoff und lässt nicht locker.

Der einzige und beste Tipp ist:
Lass es für immer sein. Alles andere hat keine Chance.

Die endgültige Motivation kannst du vielleicht durch Wissen erlangen.
Auf dieser WebSeite findest du sehr viele
wissenschaftliche Informationen über die Sucht
mit der wir uns alle hier herumschlagen.

Informiere dich in Ruhe.

https://rauchfrei-info.de/informieren/rauchen-gesundheit/
https://rauchfrei-info.de/informieren/rauchstopp/unterstuetzung-beim-rauchstopp/broschueren/

Melde dich für das 31 Tage Programm an
https://rauchfrei-info.de/aufhoeren/aufhoeren-start/

Finde den Mut, das Rauchen aufzugeben

Herzliche Grüße Klaus

Verfasst am: 27.05.2024, 07:19
Sandy1976
Sandy1976
Dabei seit: 16. 05. 2024
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Beiträge: 48 Beiträge

Guten Morgen Melle,

Ich habe in jungen Jahren angefangen zu rauchen und dann mit 20 „aufgehört“ hat 2 Jahre so funktioniert. Dann hatte ich eine neue Arbeit und habe angefangen immer mal eine auf der Arbeit zu rauchen. Als ich dann schwanger wurde war der rauchstopp ohne Probleme möglich.. auch bei der zweiten und dritten Schwangerschaft… ebenfalls während der Stillzeit (auch jedenfalls 1 Jahr) auch als die Kinder noch klein waren war ich stolze gelegenheitsraucher. Um die Sache abzukürzen ich habe es über 20 Jahre lange geschafft mir und meiner Umwelt einzureden ich würde nur gelegentlich rauchen…. Es stimmt als die Kinder klein waren hab ich nie vor ihnen geraucht das war meine „Bremse“ so konnte ich die sucht zügeln… Aber Kontrolle hatte ich eigentlich nie…. Ich konnte 2 Wochen in Urlaub fahren ohne dort auch nur eine Zigarette zu rauchen…. Aber um so älter die Kinder wurden und um so mehr Menschen wussten das ich „ab und zu“ mal eine rauche um so mehr hab ich geraucht…. Ich hab lange gebraucht um meine Sucht anzuerkennen und als mir klar wurde ganz oder gar nicht wollte ich erst recht nicht aufhören…. Immer versucht wieder zu reduzieren….
Ich weis jetzt ganz oder gar nicht…. Und finde den Gedanken gar nicht mehr so schlimm…. Mit jedem Tag der vergeht finde ich gar nicht rauchen immer besser.

Lg Sandra

Verfasst am: 27.05.2024, 06:20
rauchfrei-lotse-paul
rauchfrei-lotse-paul
Dabei seit: 22. 02. 2024
Rauchfrei seit: 2261 Tagen
Beiträge: 402 Beiträge

Guten Morgen Melle,

Herzlich willkommen im Forum, in einer Community, in der viele nur zu gut wissen wovon du redest.
Den Wunsch, steuern zu können wieviel und wann wir rauchen hegen oder hegten eine Menge Raucher.
Es soll tatsächlich Menschen geben, die nicht süchtig geworden sind vom Nikotin und die es schaffen hin und wieder mal zu rauchen. Ich persönlich kenne auch Leute, die das können aber keiner von denen hat mal jahrelang täglich 15-20 Zigaretten geraucht und ist dann dauerhaft runter auf „hin und wieder mal eine“.

Deine Beschreibung lässt eher vermuten, dass du eher zum dem Typ „ganz oder gar nicht“ gehörst. So geht es mir auch. Ich wäre auch so gerne ein partyraucher geworden, stattdessen bin ich ein „Gelegenheitsraucher“ - ich rauchte bei jeder Gelegenheit!

Bedenke auch, dass wohl auch einige die sagen sie könnten ihr Rauchverhalten steuern, vielleicht heimlich viel mehr rauchen. Hier im Forum eröffnete Doro17 einen thread der heißt „Heimlichraucher, Wenigraucher…“ (hier der Link)
https://rauchfrei-info.de/community/forum/Topic/show/DESC/T/heimlichraucher-wenigraucher-ex-raucher-11267/

In kürzester Zeit haben sich so viele User mit ihrem eigenen Heimlichrauchen dort geoutet. Das ist keine Seltenheit.

Du fragst nach Tipps.
Sei schonungslos ehrlich zu dir selbst, erkenne dein eigenes Suchtpotenzial an und dann ziehe deine Konsequenzen daraus.
Es macht keinen Sinn wenn ich dir sage, dass dein Wunsch Partyraucherin zu werden unrealistisch ist, wenn du selbst diese Hoffnung noch in dir trägst.

Unsere Suchtgedanken kommen auf die schrägsten Ideen wenn es darum geht den konsequenten Rauchstopp so lange wie möglich nach hinten zu schieben.
Ich kann nur sagen, dass es sich ohne dieses hop on - hop off verhalten sehr viel entspannter leben lässt.

Tausch dich hier im Forum mit den anderen aus, nutze das geballte Wissen und die Erfahrung der Mitstreiter des maizuges.
Ich wünsche dir einen gute Weg zu einer Entscheidung und viel Erfolg mit der Umsetzung

LG von Paul

Verfasst am: 27.05.2024, 01:01
Melle123
Melle123
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Beiträge: 36 Beiträge

Hallo ihr Lieben,

ich bin seit 2 Tagen rauchfrei. Ich will mich kurz vorstellen.

Ich bin 44 Jahre und rauche eigentlich seit meiner Jugend. Mich hat das Rauchen immer genervt, also nicht das Rauchen, aber meine eigene Abhängigkeit. (Zigaretten besorgen, wird doch knapp; noch schnell rauchen bevor die Bahn kommt usw.). Ernsthaft probiert aufzuhören hatte ich jedoch nicht. Es erschien mir zu schwierig.

Erst Zur Kinderplanung ist es mir sehr leicht gefallen, einfach aufzuhören. Der Kinderwunsch war einfach riesig. So hatte ich 7 Jahre völlig problemlos nicht geraucht und keinen einzigen Gedanken daran verschwendet.

Aber kaum war Kind 2 abgestillt, war von einem Tag auf den anderen Tag der Suchtdruck da. Es kam, wie es kommen musste, ich wurde schleichend wieder zum Raucher. Ich habe seitdem immer wieder aufgehört, aber eben auch immer wieder mit "ach, eine geht doch" angefangen.

Ich weiß genau, dass ich es eine zeitlang ganz gut schaffe, aber leider werde ich immer wieder rückfällig. Es dauert zwar immer ein wenig bis zum nächsten Anlauf, aber ich schaffe es immer wieder,auch mal 2 Monate nicht zu rauchen. Ich weiß genau, dass ich keine einzige Zigarette mehr rauchen darf. Es ist immer der schleichende Beginn der nächsten Rauchepisode. Ich weiß es ganz genau und doch fange ich immer wieder an. Ich weiß, dass jede Zigarette schädlich ist. Das Risiko von 2 oder 3 Schachteln im Jahr würde ich aber eingehen. Ich möchte so gern "Partyraucher" sein, einfach mal so, zu einer Feier 1, 2 oder auch 3 Zigaretten rauchen. Das machen einige, nur mir gelingt das nicht. Ich feiere ja gar nicht so häufig... Nur zu wenigen Anlässen würde mir reichen. Aber es klappt einfach nicht, ich bin sofort wieder "drauf" und die nächste Schachtel ist spätestens nach der nächsten Feier neu gekauft.
Mir fehlt es scheinbar an der "endgültigen" Motivation. Habt ihr Tipps für mich?

LG
Mel C

Verfasst am: 26.05.2024, 17:01
rauchfrei-lotse-klaus
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Hi Kaiser Karl

Das klingt prima.
Zeig dem Vollhorst wer hier der Chef ist.
Vergiss das Denken nicht vollständig.
Bestimmt wirst du es mal wieder brauchen.
Ich wünsche dir und allen hier einen schönen Abend.
Liebe Grüße
Klaus

Verfasst am: 26.05.2024, 14:12
Kaiser-Karl
Kaiser-Karl
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Beiträge: 60 Beiträge

Hi Maizügler,

ich kann berichten, dass es jeden Tag besser wird. Schmacht kommt und geht, klar, aber seit ich übe, ihn wirklich zu fühlen, ohne Gedanken, quält er nicht mehr. Früher hatte ich richtig Probleme, weil ich DACHTE, ich müsse auf etwas verzichten. Statt dessen kann ich aber jetzt das Schmachten richtig ausfühlen, bis in den letzten Winkel des Körpers. Das macht sogar Spaß. Es kitzelt, auch wenn es sich seltsam anhört. Mein Motto ist: fühlen statt denken. Das tut erstaunlich gut.
Viel Erfolg euch allen!

Verfasst am: 26.05.2024, 12:22
rauchfrei-lotsin-monika
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Rauchfrei seit: 997 Tagen
Beiträge: 979 Beiträge

Liebe Astrid,
Ja unsere Wahrnehmung verändert sich.
Es ist dein Aktenschrank und dein Rauch, der sich da festgesetzt hat. Bei mir war es ähnlich und ist bis heute so geblieben. So lange ich nicht mitmachen muss oder mich länger in einer verqualmten Wohnung aufhalten muss, ist es mir egal.
In meinen vier Wänden habe ich mir in den ersten Wochen alles vorgenommen und gewaschen was zu waschen ging. Später dann auch alles renoviert.
Und trotzdem fiel mir vor kurzem ein altes Fotoalbum in die Hände. Das war noch eins mit so einem Kunststoffbezug. Nikotingelb
Ich habe einfach etwas Scheuermilch genommen und siehe da, fast wie neu
Ich wünsche dir einen schönen Sonntag und guten Start in die neue Woche
Monika