Gefangen in der Endlosschleife

Guten Morgen Schornstein,
....schon mal 'n witziger Name - wenn auch mit ernstem Hintergrund.
Zunächst einmal herzlich willkommen - guter Plan, hier aufzukreuzen....
Da ich gleich zum nächsten Patienten muß - nur mal ganz kurz - rauchst Du nachts? Ich meine - wirst Du nachts wach, weil Du eine rauchen willst/mußt?
Wenn nicht, weißt Du also, daß es geht und zumindest Dein Körper sooo abhängig (noch) gar nicht ist.... es ist "nur" der Kopf.....
Es käme also vorrangig darauf an, Deine Rauchroutinen zu durchbrechen und dies wäre unter Anwendung von Nikotinpflastern möglicherweise besser zu bewältigen, weil die Rezeptoren ihr "Futter" hätten....
Heute Nachmittag mehr - i.O.
Gruß bis dahin
Nomade

Hallo zusammen,
ich bin 30, rauche seit 8 Jahren und bin vor kurzem Vater geworden. Im. Schnitt rauche ich 20-25 Zigaretten am Tag.
Seit 2 Jahren versuche ich schon aufzuhören. Ich weiß mittlerweile alles übers Rauchen, wie die Sucht entsteht, welche falschen Ansichten ein Raucher hat, wie man aufhört etc etc. Unzählige Stunden habe ich schon damit verbracht, mir Wissen anzueignen und neue Wege zu suchen bzw mir Anreize zu geben.
Ich verabscheue das Rauchen zutiefst und spüre deutlich die Nebenwirkungen. Das fängt damit an, dass ich merke, wie es regelrecht die Energie aus mir raussaugt, meine Denkfähigkeit schwindet, bis dahin, dass die sexuelle Leistungsfähigkeit immer mehr abnimmt - über das letzte Thema wird ja gerne geschwiegen.
Ich habe mittlerweile ungelogen schon 500! Aufhörversuche hinter mir. Der längste war 8 Tage.. das war übrigens mein erster. Fast jeden Tag sage ich mir "das ist jetzt aber die letzte Schachtel, das Datum passt mir nicht richtig, morgen steht noch etwas an, dass einen Versuch sowieso schwierig macht, usw" Es ist einfach nur lächerlich - und traurig.
Wenn ich es mal schaffe auch nur ein paar Stunden aufzuhören, merke ich sofort wie es mir besser geht. Ich bin ausgeglichener, scharfsinniger und habe wie von Geisterhand mehr Tatendrang. Sobald ich dann wieder eine rauche, bin ich nur noch schlapp und würde am liebsten nur noch auf der Couch rumliegen.
Der Glauben an mich ist durch meine unzähligen Versuche mittlerweile bei Null. Das hat sich nun auch auf andere Bereiche ausgewirkt.
Ich will es unbedingt schaffen, ich weiß wie sehr sich mein Leben verbessern würde, aber das scheint nichts zu nützen. Hilfe von Freunden kann ich mir auch nicht holen oder ein rauchfrei-Statement abgeben. Zu oft habe ich mich anfangs lächerlich gemacht mit meinen Bekundungen. Selbst eine Wette um 100€ mit einem Freund hatte mich nicht davon abgehalten, länger als 4h durchzuhalten.
Wie gesagt, fast jeden Tag nehme ich mir vor, dass es meine letzte Schachtel wäre. Deswegen wende ich mich nun an euch, vielleicht kennt das jemand, der in einer ähnlichen Situation war, und kann mir sagen, was bei ihm geholfen hat.
Danke schonmal.