Ich weiß nicht mehr weiter..

Verfasst am: 24. 12. 2019, 15:53
Unbekannt
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Verfasst am: 24. 12. 2019, 16:04
rauchfrei-lotse-meikel
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Liebe Dasch,

das ist eine beeindruckende (Lebens-) Geschichte.
Ich bin überzeugt, dass du vielfältige Unterstützung in dieser tollen Community finden wirst. Ich werde erstmal sacken lassen.
Ach ja, sacken....ich wünsche dir einen fröhlichen Weihnachtsmann, mit einem Sack voller Geschenke für dich!
Sei ganz herzlich willkommen, hier

Grüße
Meikel

Verfasst am: 24. 12. 2019, 17:29
Finca2019
Finca2019
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Dein 100x aufhören wollen, um dir doch wieder Zigaretten zu kaufen erinnert mich sehr an mich!
Ich wollte aufhören und gleichzeitig weiter rauchen, oder mich mit Zigaretten für das Nichtrauchen belohnen.
Also helfen kann dir in erster Linie, wenn deine Motivation, deine Gründe aufzuhören tragfähiger sind, wie die Sucht nach Nikotin.
Auch brauchst du in Phasen, wo du viel lernst, andere Belohnungsstrategien als Bier und Zigaretten.
Und du braucht tatsächlich eine gehörige Portion Disziplin, um erstmal heute, morfen und übermorgen nicht zu rauchen.
Wünsche dir alles Gute und Kraft zum Lernen und auch für deinen Rauchstopp!

Verfasst am: 24. 12. 2019, 22:45
SUNNY-YA
SUNNY-YA
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Liebe Dasch,

herzlich willkommen


Nun, an Dir und soooo vielen anderen zeigt es sich wie sehr rauchen doch eine Sucht IST.
Es ist z. B. müßig zu denken Ach hätte ich nicht angefangen... Es ist nun so. Und Du siehst es ist nicht leicht. Wenn Du in verschiedenen WZ liest, wirst Du sehen das es auch andere nicht leicht hatten.
Vielleicht hilft Dir das?!
Und zu denken ach was ist es schwer hilft ja auch nicht. Es hält nur auf...

Also eine Entscheidung magst Du herbei führen? Dann heißt es nur noch Augen zu und durch. Und das wirst Du wie Du geschrieben hast dann aber alleine tun müssen. Das konnte auch mir niemand abnehmen. Auch ich musste da durch. Und es ging. Da ich es wollte.

Gutes Gelingen!
...wir sind alle hier und da, wenn Du wen brauchst...

Ganz liebe Grüße,
die SUNNY-YA

Verfasst am: 25. 12. 2019, 08:11
Nomade
Nomade
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Moin Dasch,

ich versuche mich mal mit einer Antwort.

Folgendes ist mir aufgefallen - und dies ist jetzt weder eine Wertung noch gar ein "Urteil" - hier wird nämlich NIEMAND "verurteilt" (und gelegentlich auftauchende Trolle, die ausschließlich erscheinen, um andere runter zu machen, werden entsprechend kommentiert bzw. ignoriert).

Zu Beginn Deiner ersten Nachricht findest Du es noch geradezu absurd, daß sie in Gänze gelesen werden könnte.

Warum?

Am Ende dann die Aufforderung, wir mögen uns "kein Urteil anmaßen" aufgehübscht mit dem Allgemeinplatz vom zu tragenden Päckchen und der zweifellos zutreffenden, aber völlig nebulösen Feststellung, daß es "[u]einem[/u] vielleicht sogar etwas schlechter geht, als [u]man[/u] zugeben kann"....

Ja - JEDE/R HAT IHR/SEIN PÄCKCHEN ZU TRAGEN - was aber meinst DU jetzt damit?
Wer ist "einem"?
Wer ist "man"?
Was möchtest Du damit ausdrücken?

Ich habe den Eindruck, daß Du unendlich viele Forderungen stellst - und zwar an Dich selbst.
Damit setzt Du Dich unter extremen Druck, der dann natürlich Ventile sucht, die letztlich leider erneut Druck erzeugen....
- z.B. das mit dem "zu viel Zeit lassen" vor Prüfungen, Klausuren etc. (worin ich mich übrigens teilweise wiederfinde)
- oder mit jedem erneuten Aufschieben Deines endgültigen Rauchausstiegs in diesem Jahr, der Dir immer wieder ein bißchen mehr Druck erzeugt hat, bis Du in dieser und-täglich-raucht-das-Murmeltier-Endlosschleife gelandet bist

Natürlich finde ich es gut, daß Du den Weg ins Forum gefunden hast - möglicherweise hilft Dir ja der Austausch mit anderen.
Aber wie wär's denn mit einem zusätzlichen Nicht-mehr-RaucherInnen-Seminar der Krankenkasse.... jaaa - ich weiß, "Du weißt alles, wie die ganzen Mechanismen funktionieren" etc. - eine direkte Konfrontation von Angesicht zu Angesicht, ein reales Gespräch mit Gleichbetroffenen ist, glaube ich, noch mal etwas ganz anderes....

Interessant finde ich auch, daß die einzige Nachricht, auf die Du DIREKT mit Zitat geantwortet hast, eine war, die man als äußerst milde Kritik einstufen könnte.
Eine zweite, auf die Du eingegangen bist, ebenfalls (daß es auch anderen schwer gefallen ist/schwer fällt).
Dies läßt bei mir die Vermutung aufkommen, daß Du hochsensibel bist und daher sofort reagierst, wenn Du auch nur das leiseste Gefühl hast, kritisiert worden zu sein - was übrigens KEINE KRITIK IST....
Nun kritisierst Du Dich aber gerade selbst täglich in Grund und Boden, weil Du es noch nicht wieder geschafft hast, rauchfrei zu werden.... neuer Druck....

Ich habe natürlich keine Ahnung (und schon gar nicht maße ich mir ein Urteil an) aber irgendwie den Eindruck,
Willi-Will hat den entscheidenden Satz geschrieben:

Zitiert von: Willi-Will

Und ganz wichtig....Liebe dich selbst, du bist die wichtigste Person in deinem Leben.


Akzeptiere Dich und Deine Sucht, vertraue Dir, liebe Dich.

Außer Carr gibt es übrigens noch den Spitzer.... vielleicht versuchst Du es mal damit:
"Nie wieder einen einzigen Zug" von Joel Spitzer http://whyquit.com/NWEEZ/NWEEZ!-Buch.pdf

Noch ein zwei Vorschläge, die Du ganz sicher auch schon kennst - aber vielleicht setzt Du sie ja JETZT auch in die TAT um.... ? AKTIV zu werden könnte mehr helfen, als PASSIV zu wissen....

Leg' Dir ein Kippengrab zu - Schraubglas, 3-4 cm Wasser und alle anfallenden Kippen, am Vorabend die restlichen Zigaretten zerschnitten hinein. Gut zuschrauben und von Kindern nicht erreichbar wegstellen - wirst Du dann einmal 'nen Suchtanfall gar nicht mehr los - Glas aufschrauben und dran riechen. Vorzugsweise solltest Du vorher nichts gegessen haben.... .... sieht Sch.... aus und stinkt infernalisch - der Suchtanfall jedenfalls ist schlagartig erledigt.

Nutze die Zeit bis zum 30. (oder heute Abend, oder morgen oder....) für ein Rauchertagebuch - schreibst bei jeder Zigarette auf, wann Du sie rauchst, warum, was Du Dir von ihr erhoffst, ob dies eingetreten ist, ob Du hättest auf sie verzichten können und warum Du es nicht getan hast....
Damit könntest Du Dein Rauch-/Suchtverhalten beobachten und für den Ausstieg Erkenntnisse gewinnen - z.B., worauf Du besonders achten mußt.

Mancher hilft es übrigens, nicht sofort in Kategorien wie "nie wieder" oder "für immer" zu denken, sondern eine Strategie der kleinen Schritte zu verfolgen: HEUTE RAUCHE ICH NICHT - PUNKT.... was morgen wird - werden wir sehen - ABER HEUTE NICHT.
Oder, wenn dieser Zeitraum noch zu lang erscheinen mag - DIE NÄCHSTE (Zigarette/Stunde) RAUCHE ICH NICHT.... und wieder DIE NÄCHSTE NICHT....

So - jetzt ist erst einmal MEIN Aufsatz beendet :

Friedlich fröhliche Weihnachtsfeiertage gewünscht :

Es grüßt
de Nomade

P.S. Falls Du Fragen hast oder mir antworten möchtest, freue ich mich über einen Besuch in meinem aktuellen Wohnzimmer "Ich denk' nicht dran, zu rauchen!", das Du findest, wenn Du unter dieser Nachricht auf das kleine blaue "Profil" klickst bei "Die letzten Themen".

Verfasst am: 25. 12. 2019, 17:45
Bleibenlasser
Bleibenlasser
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Beiträge: 219 Beiträge

Lady, bisschen weniger Aggression gegen die, die versuchen zu helfen und etwas mehr eigene Aktion / Planung / klare Fragestellung wäre eventuell zielführender.
Glaube nicht, dass irgendjemand hier dem anderen etwas Böses will oder sich besser / höher gestellt fühlt.

Hier sitzen alle im selben Mistboot, von keinem wiegen die Probleme schwerer als die von anderen.

Aber es gibt sehr wohl verschiedene Stile, an die Sicht heranzugehen, damit wirst du umgehen müssen.
Beissreflex ist da fehl am Platz.

Und in letzter Konsequenz wirst DU aufhören müssen, mit DEINER für DICH passenden Strategie. Wir können dir nur Tipps geben, aus dem Hamsterrad aussteigen wirst du selbst müssen.

Und noch ein Nachtrag zu „Päckchen“ bzw „schlechter gehen als man zugeben will“:
Vielleicht - und ich sage bewusst vielleicht, da ich keine Details kenne - vielleicht musst du dir einfach professionell helfen lassen? Vielleicht ist das Päckchen nicht nur die Raucherei, sondern das Rauchen eher Symptom als Ursache?
Vielleicht.

Verfasst am: 25. 12. 2019, 19:01
SUNNY-YA
SUNNY-YA
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Beiträge: 685 Beiträge

Hey Dasch,

klingt echt verzweifelt und nach in der Ecke. Obwohl ich nicht wirklich lesen kann, dass wer Dich da rein gepackt hat, mh?

Klingt eher nach Komm her - lass mich in Ruhe. Und ich kenne das von mir von damals. Also so ca.
Nur heute ist heute.
Wie ist denn Dein Plan? Also aufhören. Und einfach einen Tag setzen.
So hatte ich das jetzt verstanden.
Ja? So meintest Du das?

Dann mach das doch so.


Ich persönlich, das empfindet ja immer jeder anders, aber habe hier in Deinem WZ viel Unterstützung und Wohlwollen gesehen.. Du hast anscheinend das Gegenteil entdeckt und ich kann Dich sogar verstehen, aber sehe heute vieles einfach aus einer anderen Perspektive, daher auch 'heute ist heute'. Mir tut heute viel besser....

Ich wünsche Dir das was Du brauchst um rauchfrei zu werden.

Alles Gute,
die SUNNY-YA

Verfasst am: 25. 12. 2019, 19:51
rauchfrei-lotse-meikel
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Guten Abend, Dasch!

So, mit "sacken lassen" bin ich durch. 

Ich möchte versuchen, dir nicht mit Arroganz zu begegnen, von einem, der weiß, wie's geht. 

Sicher ist, dass wir alle unsere ganz eigene Biographie mitbringen. Das, was wir heute sind, ist die Summe aller Erfahrungen, im Guten, wie im Schlechten. Für mich kann ich sagen, dass es die Krisen und 'Katastrophen' waren, die mich zu dem gemacht haben, der ich heute bin. Natürlich gab es auch viele großartige Glücksmomente. 

Ich bin in den 60er Jahren aufgewachsen. Damals war es noch "chic", zu rauchen. Ich erinnere mich an die vielen Familienfeiern, die in regelrechtem blauen Dunst stattfanden. Wir Kinder mittendrin. Heutzutage undenkbar. 
Natürlich sind meine Schwester und ich später auch Raucher geworden. "Soziale Prägung" nennt man das wohl...

Ich habe rund 38 Jahre am Stück geraucht. 
Niemand, auch ich, traute es mir zu, jemals NICHT zu rauchen. Und doch hat es funktioniert. 

Ich hatte es immer und immer wieder versucht, aufzuhören und bin jedes mal kläglich gescheitert. Der monetäre Wert aller weggeworfenen Zigaretten und Feuerzeuge ist sicher dreistellig. 

2013 landete ich-mal wieder- mit einer Lungenentzündung im Krankenhaus. Der Arzt schlug mir vor, doch ein Seminar zu besuchen, das im Krankenhaus angeboten wurde. 

Ich mach's kurz: die Teilnahme dort hat mir das Leben gerettet. Einen weiteren Anlauf, nochmal scheitern, hätte für mich keinen Sinn gemacht. Ich wusste: scheitere ich auch dieses mal, werde ich weiterrauchen, bis der Deckel zugeht. Noch eine Niederlage hätte ich nicht ertragen.  

Ich habe in den ersten rauchfreien Monaten ein Nikotinersatz-Präparat benutzt. So ein kleiner Stick, gefüllt mit einer austauschbaren Nikotinkapsel. Wurde der Druck zu groß, konnte ich daran saugen und die nervösen Finger hatten auch immer was zu tun. Andere haben den Ausstieg mit Nikotinpflaster geschafft. Ob das auch etwas für dich sein könnte?

Du hast dir schon ein Datum für deinen Tag X ausgeguckt. Das ist sehr gut. So kannst du dich auch mental vorbereiten. Bis dahin ist noch etwas Zeit. Zeit, in der du dich auch mit deinem Rauchverhalten auseinandersetzen solltest. Ich möchte dir empfehlen, eine Liste (ja, so richtig mit Papier und Stift) zu machen. Liste alle Gründe auf, warum du ein Leben in Rauchfreiheit erreichen willst. Dieses Papier kann später nochmal sehr wichtig werden. Wenn der Teufel anklopft, erinnert dich das Papier an deine Ziele. Klingt banal, ist aber hocheffektiv. Ebenfalls erfolgreich getestet ist, dir ab sofort eine Strichliste für jede einzelne Zigarette anzufertigen. Warum hast du sie geraucht?

Stress 

Langeweile 

Genuss 

Sucht 

So kommst du deinem Rauchverhalten besser auf die Spur. 

Ein Punkt aber, ist nach meinem Dafürhalten der allerwichtigste:

Vermeide-gerade in der Anfangsphase-STRIKT den Alkohol! Zum einen weicht der deinen Willen auf, zum anderen schwemmt der Sprit das Nikotin aus dem Körper. So erklärt sich auch, warum wir beim Feiern meist viel mehr rauchen, als üblich. 

Das schon erwähnte Buch von Joel Spitzer "Nie wieder einen einzigen Zug" ist sehr wertvoll, steht dir als kostenloser Download zur Verfügung. 

So, "Lady"! 

Ich könnte dir noch "tausend Tipps und Tricks " mitgeben. Aber für's erste möchte ich es dabei belassen. 

Wenn dir das lieber ist, kannst du natürlich auch einzelne per PRIVATNACHRICHT antickern. Sozusagen unter vier Augen. 

Ich wünsche dir noch schöne Weihnachtstage und freue mich jetzt schon, auch weiterhin von dir zu lesen. 

Lieben Gruß 

Meikel 

Verfasst am: 25. 12. 2019, 20:19
kumulus
kumulus
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Guten Abend Dash,
nach Meikel komm auch ich Dich noch ganz kurz besuchen.
Sag, ich möchte Dich was fragen, Du hast Anfang/Mitte 2017 schon mal das ganze Programm durchgemacht. Anderthalb Jahre waren doch kein Pappenstiel. Wie ist es Dir damals gelungen? Wie hast Du Dich dazu gebracht nicht zu den Kippen zu greifen, Dich abzulenken?
Wann fing es an, Dir leichter zu fallen?

Versteh´ich es richtig, war es da Allen Carr der Dir geholfen hat?
Dann kann vielleicht jetzt tatsächlich Joel Spitzer dessen Platz einnehmen?Hast Du mal reingelesen?

Ich verstehe sehr gut, dass Du auf Deine eigenen Kräfte bauen möchtest und bei aller Verzweiflung lese ich auch viel Kraft aus dem heraus, was Du schreibst. So viel, dass Du loslegen möchtest.
Du hast Dir heute als Tag gesetzt.

Mein Ratschlag lautet "jetzt".
Jetzt keine und die Nächste nicht. Das half mir damals und hilft mir heute in anderen Lebenslagen.
Drück Dir die Daumen. Melde Dich immer, und erzähl so viel Du kannst und magst.
Alles Liebe,
Tanja

Verfasst am: 25. 12. 2019, 20:51
kumulus
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HAST Du heute aufgehört?