Der unsichtbare Feind : Schmacht, Entzug…….was ist das eigentlich?

Verfasst am: 16. 07. 2021, 21:40
Unbekannt
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Verfasst am: 16. 07. 2021, 22:36
Omajana
Omajana
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Liebe Dalia,

das wogegen Du kämpfst, ist nicht das reine Nikotin, sondern unzählige andere, süchtig machende Stoffe, die in Zigaretten vorhanden sind.
Zudem hast Du mit diesen unzähligen Suchtstoffen Gewohnheiten verbunden.
Jetzt heißt es viele neue Verknüpfungen finden.
Alte Gewohnheiten müssen neu strukturiert werden.
Mein Mann, der vor 33 Jahren aufgehört hat, meint schon ,dass früher nicht soviele Suchtfaktoren in den Zigaretten waren!
Aber, egal was es ist, es kostet Kraft, aber Durchhalten lohnt sich!

Liebe Grüße
Diana

Verfasst am: 17. 07. 2021, 00:44
Unbekannt
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Verfasst am: 17. 07. 2021, 00:51
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Verfasst am: 17. 07. 2021, 08:56
Cupko
Cupko
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Leider kenne ich mich mit dem Zitieren nicht aus... Ich möchte das "nervlich völlig am Ende" etwas mehr beleuchten. Zur Zeit mache ich eine schwere Lebenskrise durch und stelle für mich fest, dass du es nur schaffst, wenn du den Tatsachen so gelassen es geht ins Auge schaust. Um beim Beispiel mit dem Fitnessstudio zu bleiben... Dann sage ich mir ganz ruhig: "Ok, dann ist das so". Wie oft hätte ich mir in der letzten Zeit gerne eine angezündet... Aber nein, rauchen ist sinnlos, es geht ohne. Das Problem bei der Sache ist, dass wir nie wissen, wann wir am Ende sind. Das einzig sichere ist der Tod. Ich glaube, es geht immer noch einen Schritt tiefer. Um so schöner ist es dann sich in kleinen Schritten AKTIV aus dem Tief langsam nach oben zu arbeiten.

Verfasst am: 17. 07. 2021, 16:04
bibra65
bibra65
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Hallöchen,

ich glaube, das "Problem" liegt (neben der körperlichen Sucht, wie lange auch immer diese andauern mag.... ) daran, dass das Rauchen einständiger Begleiter in wirklich jeder Situation war. Angefangen morgens nach dem Aufwachen (direkt danach oder zum Kaffee etc) über den ganzen Tag kontinuierlich dabei, bis hin zum Abend vor dem Schlafen oder auch noch "danach", oder manchmal sogar mitten in der Nacht bei Schlaflosigkeit. Und das 30, 40, 50 Jahre lang... Kein Sport, kein Computer, kein Fernsehen, kein Hobby, kein Glas Cola (s.o.), noch nicht einmal Zucker oder oder... kann da mithalten. (außer Alkohol oder andere verfügbare Drogen...? )

Heisst für mich: 1. Es gibt keinen einzelnen Ersatz, da müssen mehrere, am besten viele "gute" Stellvertreter her.
2. Kein Wunder dieses Gefühl der Leere (vor allem am Anfang), 3. Ich glaube, dieses "Beschäftigen" mit dem Nichtrauchen ist auch eine Art Ersatz. Das Nichtrauchen löst (abstrakt gesehen) das Rauchen ab, d.h. in jeder Situation den ganzen Tag lang rauchen wir jetzt eben nicht. Ist vllt. auch ein "Begleiter"? Wäre doch toll .
4. Das Ganze dauert halt auch, weil so lange permanent geraucht wurde, das können wir drehen und wenden wir wollen.. Akzeptanz ist wohl, wie hier schon öfters erwähnt wurde, das Zauberwort.

Uns ein rauchfreies Wochenende! Grüße Biba

Verfasst am: 01. 08. 2021, 14:18
PrinzRalf
PrinzRalf
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Hi Dalia,

wieso machst du keine Pausen ? Du hast es gut erkannt, statt Zigaretten Kaffee oder Tee nehmen. Jetzt musst du es noch umsetzen.

Schönen Sonntag noch



LG Ralf

Verfasst am: 08. 08. 2021, 11:26
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Verfasst am: 08. 08. 2021, 12:03
Nomade
Nomade
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Moin Dalia,

auf diese berechtigte Frage müßte ich mit einem Aufsatz antworten.... - es gibt aber jemanden, der dies - allerdings noch ausführlicher unter vielem anderen in einem Buch niedergeschrieben hat - Joel Spitzer.
Darin geht es um genau solchen und viele weitere Fragen der Nikotinsucht.

Ich denke, dies könnte eine der wesentlichen Antworten sein - Sucht.

Auch wenn sie (noch?) nicht so "gesellschaftlich anerkannt" ist, wie z.B. die Alkoholsucht oder die Abhängigkeit von Drogen, die unter das BTMG fallen - ich spare mir jetzt mal Verschwörungstheorien à la "für die Therapie müßten sonst auch Millionen von € ausgegeben werden wie bei den anderen Süchten, oder sogar mehr" bzw. "dann würde der Staat nicht mehr derart immense Summen an Steuern kassieren können, ohne ERNSTHAFTE Präventions- und Therapieangebot, die über solch' kleine Website hier hinausgehen" - es ist und bleibt eine Sucht, wie jede/r seriöse MedizinerIn bestätigen würde - und die hört eben NIEMALS auf - kann höchstens erfolgreich zurück gedrängt werden.
Gerade in der Anfangsphase wird sie sich aber IMMER WIEDER melden - in Situationen, durch Gerüche, Erinnerungen an Ereignisse, Orte, Erlebnisse.... die in unserem Bewußtsein gar nicht unbedingt mit dem damaligen Rauchen zu tun haben - für unser Suchtgedächtnis aber sehr wohl....

Das Buch hat den bezeichnenden Titel "Nie wieder einen einzigen Zug" und ist kostenlos als Ebook hier herunter zu laden: http://whyquit.com/NWEEZ/NWEEZ!-Buch.pdf
Hat einige Redundanzen, aber Wiederholung soll ja die Mutter der Weisheit sein

Es grüßt
de Nomade

Verfasst am: 08. 08. 2021, 14:56
bibra65
bibra65
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Hallo Dalia,

ich analysiere ja auch immer gerne ...

Und ich gebe Nomade Recht. Es ist ganz allein die Sucht, die diesen Drang hervorruft.

Ich habe mir gerade vorgestellt: Ich bin einige Wochen rauchfrei und habe gerade extremen Schmacht und werde unruhig, gereizt, genervt etc. Vielleicht spüre ich das sogar auch körperlich, wie z.B. Ziehen in der Magengegend oder so...
Und nun liegt plötzlich eine Zigarette vor mir und ich brauche nur zuzugreifen. Gleichzeitig weiß ich aber, zu 100%, dass diese eine Zigarette mich umbringen wird, und zwar sofort. Ich würde natürlich nicht rauchen und ich würde wahrscheinlich auch nicht groß deswegen leiden.
Will damit sagen, dass unser "Suchthirn" uns suggeriert, dass Zigaretten etwas "Positives" haben. Nämlich Entspannung etc.

Für mich heisst das: Solange mein " Suchthirn" mir einredet, dass Rauchen hilft, angenehm ist, schmeckt, tröstet, mir beim Gewicht halten hilft usw. ist das ganze Aufhören verdammt schwierig wenn nicht sogar unmöglich. Am Ende müssen nämlich genau diese Verknüpfungen im Kopf: Zigarette= Entspannung etc... gekappt werden. Wie auch immer...

Ich wünsche dir noch einen schönen rauchfreien Sonntag!

Liebe Grüße Biba