Weil ich es mir wert bin

Verfasst am: 06. 09. 2022, 22:58
Feenkuss
Feenkuss
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Auch von mir
Gute Besserung
Komm wieder auf die Beine.

Verfasst am: 06. 09. 2022, 22:35
Petra_NMS
Petra_NMS
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Liebe Linda,

Auch ich wünsche Dir gute Besserung und habe mal ein paar Blumen im Gepäck

Hört sich nach einem ordentlichen Warnschuss an und ich hoffe, Du kannst erkennst, dass Rauchen in dieser Situation genau die falsche Schlussfolgerung wäre

Bleib clean und erhole Dich gut

LG Petra

Verfasst am: 06. 09. 2022, 19:13
Bolando
Bolando
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Hallo Linda,

man bringt doch Blumen mit in das Krankenhaus und man wünscht eine rasche Besserung. Ich kann das nur virtuell tun, aber ich hoffe, dass es auch so gut ankommt. Ja, es kam unerwartet - Gestern Abend haben wir noch gelacht. Manchmal muss man auf die gute Arbeit von Ärzten und Pflegekräften vertrauen. Entspanne dich so gut du kannst.
Alles Gute und viele Grüße

Verfasst am: 06. 09. 2022, 18:40
k19
k19
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Oh Linda, das sind ja keine guten Nachrichten von dir…. Erstmal gute Besserung von mir und dass es harmloser ist als gedacht.


Manchmal kommt’s anders, als man denkt, nicht? Diese Erfahrung mache ich selbst grad mal wieder. Mir selbst geht’s heute reichlich bescheiden. Ich hab nicht das, was du hast, sondern eher was anderes, aber mein Herz rast, ich hab Druck in der Brust, mein Kreislauf ist durcheinander, ich fühle mich total erschöpft, meine Beine und meine Arme brennen usw. - Kurz, ich kann etwas mitfühlen, wie’s dir grad möglicherweise geht. -

Ob das bei mir von einem möglichen Schub kommt (seit Herbst 2018 war bislang nix Neues und ich hatte schon Hoffnung, dass es so bleibt) oder Auswirkungen der Kortison-Behandlung sind, weiß ich nicht. Morgen Mittag steht ein MRT an, wenn sich da was zeigt, werde ich Gewissheit haben, es aber auch nicht aufhalten können. Wenn sich nichts zeigt, geht die Ungewissheit und die Suche noch weiter.

Ich kann mir gut denken, dass dir so, wie dein Tag nun gelaufen ist, allerhand durch den Kopf geht. Mir würd‘s ähnlich gehen und in meiner eigenen Situation geht mir selbst gerade auch viel durch den Kopf.

Ich weiß nicht, wie’s dir bzgl. Rauchen geht, triggert dich das gerade oder ist dir der Gedanke daran so fern wie nur irgendwas?

Bei mir selbst versuche gerade Ruhe reinzubringen und die Gedanken gerade nicht kreisen zu lassen. Wenn ich das nämlich zuließe, könnte ich vor Angst durchdrehen. Da ich aber weiß, dass das gerade zu nichts Gutem führen würde und an dem, was auch immer vor mir liegt, nichts ändert, lenke mich nach Möglichkeit ab und gehe möglichst fürsorglich und liebevoll mit mir um. Der Teil von mir, der Angst hat, wird gerade besonders liebevoll umsorgt.

Herzliche Grüße
Kirsten

Verfasst am: 06. 09. 2022, 17:43
Linda63
Linda63
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Der Tag nahm einen anderen Verlauf als gedacht.
Ich befinde mich im Krankenhaus, sehr hohe
Blutdruckwerte und Pulsrasen mit Übelkeit und
Druck auf der Brust,Schmerzen im li. Arm.
Nach den Spritzen und Infusion geht es mir
besser, bleibe aber weiter stationär.
Bis demnächst ihr Lieben

Verfasst am: 06. 09. 2022, 09:00
Linda63
Linda63
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Meine Gefühle fahren Achterbahn,die Rauchgedanken haben Jahreshauptversammlung und meinen Mann habe ich bereits vorm Frühstück mit Blicken erdolcht. Ich muß zugeben,das gab mir ein Hochgefühl. Gratulation Linda, der Tag wird ein Hauptgewinn.
Ich habe dann fluchtartig mit Badetasche das Haus verlassen und bei Sonnenaufgang schwamm ich schon meine Runden. Herrlich anzusehen und ich konnte endlich durchatmen.
Anstrengend,so übermüdet und gereizt. Der Gedanke,es wieder nicht zu schaffen,versucht die Oberhand zu kriegen.
Aber ich habe gleich meinen Zahnarzttermin, die Kauleiste aufhübschen. Meine Belohnung - ein breites Lächeln 2 Nuancen heller.
Ich brauche heute Kuscheleinheiten,glaube ich. Sowie mein Mann sich von seiner Erdolchung erholt hat, werde ich anklopfen.
Heute ist ein guter Tag um nicht zu rauchen - Punkt!

Verfasst am: 05. 09. 2022, 19:55
Linda63
Linda63
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Die größte Gefahr geht von mir aus, nicht von meinem Umfeld.
Gefühle aushalten/annehmen (statt wegrauchen) und abspeichern,damit ich sie hervorholen kann.Um mir selbst bewußt zu machen, es geschieht nichts,wenn ich nicht rauche.
Das Gleiche gilt auch für wunderschöne Momente. Gefühle bewußt erleben und abspeichern. Keine Zigarette der Welt kann solche Momente schöner machen.
Dieses intensivere Erleben oder auch die Achtsamkeit lässt mich noch weiter zu mir durchdringen.
Ich lerne mich weiter kennen und kann eindeutig wieder besser ICH sein und mir gerecht werden.
Der Kampf FÜR etwas gibt Stärke, der Kampf gegen etwas schwächt.
Ich bin rauchfrei, um MICH wiederzufinden.

Die rauchfreien Jahre habe ich auch gespeichert. Sie in Gedanken hervorzuholen, hilft mir sehr. Es macht mich ruhig und toleranter gegenüber der momentanen Eskapaden.

So weit mein abendlicher Gedankenschweif für heute bei nebeliger statt klarer Sicht.
Ich bin müde,aber so wie ich im Bett liege,bin ich hellwach. Manchmal ist das so.

Zitiert von: Linda63
Ich schlafe nachts schlecht und werde langsam albern.Man könnte auch sagen,ich befinde mich außerhalb des Rahmens.
Beim Zeitung blättern gelesen.
Das beschreibt in etwa, wie es mir geht.

Liege auf der Couch und schaue eine Faultier-Doku. Sagt der Sprecher: "Manche Faultiere fahren den Kreislauf so weit runter,dass sie aus Versehen ins Koma fallen."
Habe mich jetzt erst mal schnell ordentlich hingesetzt.

Verfasst am: 05. 09. 2022, 10:38
Anne mone
Anne mone
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Beiträge: 231 Beiträge

Liebe Linda,
Herzlichen Dank für deine lieben Zeilen.
Schön, dass du jetzt auch hierhin gefunden hast.
3 Tage ... die waren nicht einfach, oder? Lass dich nicht umwerfen und denk daran, du hattest einen Supergrund aufzuhören und es gibt absolut keinen, um wieder anzufangen.
Hier findest du Unterstützung und auch ich habe immer ein offenes Ohr für dich.
Herzlichst Monika

Verfasst am: 05. 09. 2022, 10:14
k19
k19
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Beiträge: 208 Beiträge

Hallo Linda,
da suche ich dich, nachdem du für mich in meinem Wohnzimmer so schöne Worte gefunden hast, doch gleich heute Vormittag mal in deinem Wohnzimmer, für das du einen echt guten Titel gewählt hast, auf.

Nachdem ich mir einen kurzen Überblick über deine letzten Posts verschafft habe, darf ich erfreut ein paar Gemeinsamkeiten feststellen. Du bist ebenfalls mit dem Motorrad unterwegs und ein Hund begleitet dich derzeit durchs Leben. Auch in Bezug auf Denkweise und Lebenseinstellung scheinen wir einander nicht ganz unähnlich zu sein.

Im Septemberzug hast du Folgendes geschrieben:

Zitiert von: Linda63

Für was lohnt es sich?
Die Gesundheit wird in meinem Alter immer wertvoller und die unterschwellige Angst nimmt zu. Rauchen macht auch träge und ich denke,Bewegung ist wichtig. Auch das Gehirn ist träger, will keine Veränderungen.
Da ist so vieles mit dem Rauchen verbunden und all das will ich nicht mehr.
Rauchen hat mich gleichgültiger gemacht mir gegenüber. Ich habe viel nachzuholen und aufzuarbeiten.
Wertschätzung mir gegenüber ist ein guter Ansatz,oder?!


Diese Einschätzung kommt mir irgendwie bekannt vor.
Mir geht’s ähnlich, wobei mir diese Dimensionen erst durch meine Erkrankungen und die zwischenzeitliche Genesung so richtig bewusst geworden sind.

Dass Rauchen alles andere als gesund ist und welche eher negativen Auswirkungen es auf meinen Körper und meine Psyche hat, war mir schon eine ganze Weile bewusst, aber aufgrund meiner eigenen Erfahrungen kann ich nur sagen, dass es einen Unterschied macht, ob diese Erkenntnis lediglich in meiner Vernunft existiert oder aber mehr oder minder mein ganzes Wesen durchdrungen hat.

Vor fast genau fünf Jahren habe ich mich zum ersten Mal in diesem Forum angemeldet, aber da war ich noch sehr weit weg von dem, was ich heute weiß und inzwischen verinnerlicht habe.
Ein Jahr später konnte ich dann mit Hilfe dieser Community hier eine ganze Weile (eineinhalb Jahre oder länger?) erfolgreich und zufrieden aus der Raucherei aussteigen. Nach einem erneuten Rückfall war mir diese Community auch 2020 eine große Hilfe.
Trotz all meines Wissens um Sucht, um die Neurobiologie der Sucht usw. wurde ich rückfällig. Natürlich war mir das peinlich, aber ich musste und durfte auch lernen, dass alles seine Zeit hat und was das eigentlich bedeutet.

Zitiert von: Linda63
.
In anderen Bereichen muß ich auch einiges hinnehmen,die Vorgabe ist da,ich kann sie nicht ändern. Ich muß da durch und kann nur das Beste aus der Situation machen.


Das hast du Bolando geschrieben und ich erkenne da eine Ähnlichkeit zu dem, wie ich mein Leben erfahren habe und erfahre.
Inzwischen streiche ich in der Regel jedoch die Worte „ich muss“, denn wenn man‘s genau nimmt, muss man gar nichts, es sei denn, man hat Kinder oder andere Schutzbefohlene, für die man unmittelbar Verantwortung trägt.
Ich darf aber wählen und ich darf entscheiden, was ich möchte und was ich nicht möchte. Und ich habe mich entschieden, das Beste aus meinen Möglichkeiten und meiner jeweiligen Situation zu machen. - Eben „weil ich es mir wert bin“.

Dein Post vorhin hat mir auch gut gefallen und hat mich an ein Gespräch erinnert, das ich vor einer Weile mal mit meinem sogenannten „Inneren Kritiker“ geführt habe.
Die Wertschätzung und der fürsorgliche Umgang ist das, was dich wirklich weiterbringen kann.

Wenn mir mein Suchtgedächtnis mal wieder vorgaukelt, wie angenehm jetzt eine Zigarette wäre - kommt bei mir dieses Mal aber schon immer seltener vor - dann halte ich ihm eine Vorstellung aller negativen Empfindungen, die ich zuletzt mit dem Rauchen verbunden habe, vor.
Das Belohnungszentrum, das für diese Suchtgedanken und den Suchtdruck verantwortlich ist, ist leider so konzipiert, dass es das Negative komplett ausblendet, in dieser Richtung findet leider überhaupt keine Verknüpfung statt. Deshalb kann es hilfreich sein, bewusst mit entsprechenden Bildern und Erinnerungen gegenzusteuern, wenn entsprechende Gedanken aufkommen. Und da du den zu erwartenden Gewinn eines rauchfreien Lebens schon kennst, kannst du auch noch mit dem Ausblick darauf aufwarten.

Wir lesen uns!

Liebe Grüße
Kirsten

Verfasst am: 05. 09. 2022, 08:57
Linda63
Linda63
Themenersteller/in
Dabei seit: 02. 09. 2022
Rauchfrei seit: 23 Tagen
Beiträge: 55 Beiträge

So geschehen beim Kaffee trinken heute früh. Ergebnis der Unterhaltung: es gibt jetzt von mir an mein Gehirn das Codewort "Fehlfunktion".

Gehirn an Linda:
nun rauch wenigstens,wenn dein Allgemeinbefinden schon zu wünschen übrig lässt. Quäl dich nicht,wenn du rauchst,geht es dir gleich besser.
Herz an Gehirn:
Du meinst es gut mit Linda,denkst aber völlig falsch.Linda fühlt sich nicht gut,weil sie geraucht hat.Erinnere dich,sie hat einige Jahre nicht geraucht. Linda benötigt keine Zigaretten!
Liebes Gehirn, du erhältst Fehlinformationen durch das Gift, welches Linda sich zugeführt hat. Reich mir deine Hand,ich helfe dir da durch. Du hilfst ihr,wenn du sie in Ruhe lässt und ihr vertraust. Linda ist ein Herzmensch, Herz und Gehirn im Einklang würden sie doppelt stärken. Darf ich dich umarmen?