Rauchstopp im Urlaub und Angst vorm Alltag

Verfasst am: 21. 07. 2022, 14:20
Leo_Getz
Leo_Getz
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Du bist keinem Menschen eine Rechenschafft schuldig, schon gar nicht weil du nun entschieden hast nicht zu rauchen. Wer dafür kein Verständnis hat und sogar blöde Sprüche macht, naja.... von dem solltest du wissen was du von ihm zu halten hast....

Nur du selber bist dir was schuldig und daher kann ich dir nur empfehlen lasse dich auf keinen Konflikt ein und stehe für dich selber zu dem für was du dich entschieden hast.... ein gesünderes Leben.

Ich selber fühlte mich bei der ersten Feier nach meinem Stopp auch sehr verloren und entschied mich sogar eher zu gehen. War nach 7 Tagen ohne Kippe und es war noch sehr ungewohnt....

Mein Klassentreffen letztens war dann garnicht mehr so schlimm wie ich befürchtete. Da hatte ich auch bammel aber es war dann ein Selbstläufer. Versuche positiv an die Feier ranzugehen und bleibe deiner Linie treu.

Rauchen ist keine Option!

Mein Motto.....

Viel Spaß

Leo

Verfasst am: 21. 07. 2022, 13:27
Omajana
Omajana
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Hallo liebe Susee,

es geht mir wie Bolando, ein Erfolgsrezept habe ich nicht.
Aber eines hat mal jemand zu mir gesagt, was mich seid dem immer begleitet:
„ Wenn Du selbst böse auf Dich bist, weil Du zum Beispiel etwas tust, was Du eigentlich gar nicht willst, nur um es Anderen recht zu machen, dann ist das viel unangenehmer für Dich als wenn der Andere auf Dich böse ist, weil Du mal nein sagst!“
Soll natürlich nicht bedeuten, das Du zum hoffnungslosen Egoisten werden sollst, aber ab und an mal auf die eigenen Bedürfnisse hören darfst.
Ich wette mit Dir, dass viele der Raucher auf der Party gerne mit Dir tauschen würden.
Kannst Du nicht den Gastgeber einweihen?
Ehrlich gesagt, mir wären an Deiner Stelle ein paar beleidigte Leberwürste lieber als ein Rückfall.
Wenn Du diesen Menschen wichtig bist, müssen sie doch verstehen, dass es für Dich unter so vielen Rauchern noch schwierig ist!

Ich drück Dich mal und hoffe, Du findest einen gangbaren Weg für Dich

Diana

Verfasst am: 21. 07. 2022, 12:41
Bolando
Bolando
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Hallo Susee,
meinen Glückwunsch zu 40 rauchfreien Tagen. Gut gemacht
Dank auch für deinen Besuch und den Glückwunsch. Du vermutest richtig: ein weiterer Hunderter ist nicht mehr aufregend, wenn man über 1000 liegt. Belohnungen? Manchmal, wenn ich Lust auf etwas außer der Reihe habe das auch etwas teuer ist, sage ich mir das ist vom gesparten Zigarettengeld. Aber gezielt für das Nichtmehrrauchen belohne ich mich nicht mehr. Man belohnt sich sonst aber auch z. B. fürs Fensterputzen, Garage aufräumen ...
Wer sind diese Leute, vor denen du beim Familiengeburtstag etwas Bammel hast? Sind die intelligenter, erfolgreicher oder schöner als du? Du bist eine junge Frau mit eigener kleiner Familie. Du hast dein Leben im Griff und ein paar blöde Sprüche prallen an dir ab. Es ist allein deine Entscheidung, ob du rauchst, den schrecklichen Nudelsalat deiner Schwägerin lobst oder über die schlechten Witze des Wortführers lachst. Ich habe keine Taktik parat, um Unangenehmen auf Familienfeiern aus dem Wege zu gehen, außer genau so selbstbewusst zu tun wie die anderen. Also rate ich: fass dir ein Herz.
Viele Grüße

Verfasst am: 21. 07. 2022, 10:07
Susee
Susee
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Hallo in die Runde,
Zeit für mein wöchentliches Update.

Die Woche verlief größtenteils, was das Rauchen betrifft, ereignislos. Nach dem Essen und dem Sport ist der Drang wirklich noch riesengroß, aber ich konnte wirklich widerstehen. Immer noch faszinierend. Ansonsten sind die Gedanken an die Zigaretten nicht mehr sooo groß, außer an einem See oder im Freibad kommt Zigarettenrauch angeweht. Dann kommt ein groooßer Schmachter. Da bin ich dann wirklich froh, keine Kippen dabei zu haben, sonst wäre es aus. Und unbekannte Menschen will ich nicht anschnorren, das hab ich wohl wirklich überwunden.

Jetzt kommt aber das große ABER. Ich habe am Samstag einen Familiengeburtstag, den ich aus tausend verschiedenen Gründen nicht absagen kann. Auch eher gehen oder so kommt nicht in Frage, das würde nur zu Vorwürfen und damit noch mehr psychischen Stress in den nächsten Tagen und Wochen führen. Verwandschaftsbesuche sind für mich psychisch wirklich sehr anstrengend und ich habe bei diesen wirklich sehr viel geraucht. Wie wahrscheinlich jeder hier in stressigen oder psychisch anstrengenden Situationen. Jetzt kommt das am Samstag wieder und ich brauch eine Strategie damit umzugehen, finde aber keine. Dort raucht wirklich jeder und die Zigaretten liegen auch frei verfügbar herum. Ich kann auch nicht davon ausgehen, dass auf mich da Rücksicht genommen wird und möchte auch gar nicht sagen, dass ich aufgehört habe (oder aufhören will?), weil das nur zu blöden Sprüchen führen würde. Ich bin gerade wirklich ratlos und würde mich über Tipps sehr freuen.

LG von einer planlosen Susee

Verfasst am: 20. 07. 2022, 22:21
°Eva°
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Liebe Susee,

noch gute 2 1/2 Stunden und wir an Tag 40 angekommen.
Krass, oder?

Wie läuft es denn bei Dir?
Lust morgen ein imaginäres Sektchen mit mir zu trinken?

Hättest Du es gedacht so weit zu kommen? Ich bin immer noch ein wenig erstaunt, dass ich den Versuchungen und dem Suchtdruck immer etwas entgegen setzen konnte. Und ich hoffe, Dir geht es ähnlich und Du gehst Deinen Weg weiter Richtung Rauchfreiheit.

Liebe Grüße,
Eva

Verfasst am: 18. 07. 2022, 15:20
espresso
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Hallo liebe Susee,

danke für deine Worte, ja es hat sich alles etwas beruhigt. - Wenn ich dann noch geraucht hätte, dann hätte ich mein Konto gelöscht und hätte mich selbst nur noch gehasst und es wäre viel schlimmer gekommen.

Also einfach nicht rauchen und dumme Tage als dumme Tage aushalten und hoffen, dass der nächste Tag besser läuft.

Auch bei dir sehe ich, dass du viele innere Konflikte mit dem Rauchen hast. Sei mal richtig stolz auf dich, dass du alle Konflikte gewonnen hast!!!! Bitte JETZT mit der rechten Hand auf die linke Schulter klopfen!

Ja, schon geil, wie wir uns so einiges schönreden. Als Außenstehender ohne dieses Suchtproblem würden wir echt nur die Augen aufreißen und fragen, ob unser Gegenüber nicht lieber mal ...

Aber ja, wir denken und denken und denken, aber ganz ehrlich: Nichts Wertvolles, wofür sich auch nur die Verschwendung einer Sekunde unserer Lebenszeit lohnen würde, wenn es um diese Sucht geht.

Also: Noch ein wenig kämpfen bis wir über solche Sachen nur noch

Weiterhin viel Kraft und Sturheit!

Liebe Grüße
Sonja

Verfasst am: 17. 07. 2022, 10:19
Susee
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Guten Morgen Susee, nachträglichen Glückwunsch zu über fünf rauchfreien Wochen, schon eine tolle Leistung.

Gab es was zur Belohnung?

Du hast es passend beschrieben, ab und meldet sich die Such noch ohne Voranmeldung, sie verschwindet ab auch wieder. Du hast gelernt, damit umzugehen. Du wirst bald merken, dass auch der letzte Gedanke an die Zigarette verschwindet. Das fühlt sich richtig toll an.

Dir einen tollen Sonntag und viele Grüße

Andreas



Hallo Andreas,
eigentlich wollten wir mal zu zweit in die Therme gehen, weil unser Sohn bei einem Freund eingeladen war. Aber das hat sich leider alles zerschlagen. Manchmal kommt das Leben halt doch und durchkreuzt unsere Pläne. Aber wir versuchen es nachzuholen.
Auch dir noch einen schönen Sonntag.
LG Susee

Verfasst am: 17. 07. 2022, 08:27
rauchfrei-lotse-andreas
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Guten Morgen Susee, nachträglichen Glückwunsch zu über fünf rauchfreien Wochen, schon eine tolle Leistung.

Gab es was zur Belohnung?

Du hast es passend beschrieben, ab und meldet sich die Such noch ohne Voranmeldung, sie verschwindet ab auch wieder. Du hast gelernt, damit umzugehen. Du wirst bald merken, dass auch der letzte Gedanke an die Zigarette verschwindet. Das fühlt sich richtig toll an.

Dir einen tollen Sonntag und viele Grüße

Andreas

Verfasst am: 14. 07. 2022, 22:05
°Eva°
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Zitiert von: Susee

"Ach was, Feuerzeuge kann man immer brauchen. Zum Grillen, Kerzen anzünden, ... Und die Schachtel hebst du dir einfach auf, wenn du in weiteren 30 Tagen wieder eine rauchen willst."
"Stimmt, gute Idee."


GAR keine gute Idee, wie ich Dir aus jahrelanger Erfahrungen sagen kann.
Sehr lange war ich nur Gelegenheitsraucherin. Mal eine am See, beim Abendspaziergang, beim Buch lesen oder Wein trinken und dann aber auch wieder 3 Wochen Pause, manchmal auch länger. Insgesamt habe ich vielleicht 3 Schachteln im Jahr geraucht. Und weißt Du was.....die werden in der Schublade total trocken und bääh. Richtig zum abgewöhnen.

Wenn die Rauchsympathisanten Stimme wieder auftaucht, gibst Du ihr einfach wieder genauso contra wie jetzt.
Du hörst ja nicht auf mit dem Rauchen weil Du es kannst, sondern weil Du es willst, weil Du gesünder werden willst und Deinem Körper den Scheiß nicht mehr antun möchtest.

Also, weiter stur bleiben und sich an der Rauchfreiheit freuen.

Bis wir uns wieder lesen --- immer schön weitermachen
Liebe Grüße,
Eva

Verfasst am: 14. 07. 2022, 11:39
Susee
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Donnerstag - Zeit für mein Wochentagebuch
Wie war es seit letztem Donnerstag. Erfreulicherweise besser als ich es mir am Anfang vorstellen konnte. Die Zigaretten nach dem Essen und nach dem Sport - ach ich vermisse sie immer noch. Aber ich bin stark geblieben und darauf kommt es an. Beim Autofahren vermisse ich sie tatsächlich nicht mehr, solange meine Bonbons da sind. Der Griff geht mittlerweile automatisch zu den Bonbons und der Aschenbecher wird nicht mehr automatisch aufgeklappt. Aber es gibt eindeutig zu wenige, zuckerfreie, fruchtige Bonbons, die keine Hustenbonbons sind. Eine Marktlücke für Ex-Raucher.
Im Moment komme ich ganz gut klar, auch wenn es natürlich auch außerhalb der blöden Situationen Essen und Sport Zwischenschmachter gibt, aber es werden weniger.

Der 30. Tag war etwas seltsam. Bei mir kam Freude auf - 30 Tage. Sei stolz auf dich. Und dann so am Nachmittag meine innerliche Diskussion:
Du hast jetzt bewiesen, dass du aufhören kannst. Also kannst du doch mal wieder eine rauchen, nur so zur Entspannung. Du kannst es danach ja gleich wieder sein lassen.""
"Stimmt, so eine Zigarette zur Entspannung wäre echt schön. Warum sollte ich mir nicht mal was gönnen?"
"Schau mal, da vorne ist ein Geschäft. Die haben Zigaretten und Feuerzeuge."
"Ich will doch nur eine. Da brauche ich doch keine ganze Packung und auch kein Feuerzeug."
"Ach was, Feuerzeuge kann man immer brauchen. Zum Grillen, Kerzen anzünden, ... Und die Schachtel hebst du dir einfach auf, wenn du in weiteren 30 Tagen wieder eine rauchen willst."
"Stimmt, gute Idee."
Auf dem Weg zum Geschäft:
"Wie gute Idee? Ich hab doch nicht aufgehört, um mir zu zeigen, dass ich aufhören kann. Ich hab aufgehört, weil mir meine Gesundheit wichtiger ist. Da hilft es nichts weniger zu rauchen, sondern du musst es ganz lassen. Und ich weiß auch ganz genau, dass es nicht bei dieser einen Zigarette bleibt, wenn ich welche hab. Will ich den Scheiß der ersten Wochen nochmal durchmachen? - Ein ganz entschiedenes Nein! Also lasse ich es einfach sein."

Manchmal kommt die Sucht doch ganz unerwartet und mit immer neuen Argumenten zum Vorschein. So etwas kannte ich bisher noch nicht. Nach dieser "Diskussion" war dann auch wieder Schluss damit. Mit diesem Argument bekommt man mich also nicht mehr. Hoffentlich kommen nicht mehr all zu viele. Aber ganz ehrlich, solange so etwas nur ab und zu mal vorkommt, kann ich wahrscheinlich recht froh sein.

LG Susee