Rauchfrei-Start am 6.10. !?! Gemischte Gefühle

Verfasst am: 04. 10. 2019, 07:12
kumulus
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Guten Morgen!
Da so viel am Rauchen mit Ritualen verknüpft ist ist es vielleicht für den Einen oder Anderen auch wichtig, ein Ritual um die letzte Zigarette zu kreieren. Um ganz klar im Bewusstsein zu haben: Wir gehen jetzt getrennte Wege.

Ich hab es nicht so gemacht. Mir schwirrte der Kopf vor Ängsten plötzlich derart, dass ich den Faden aufgenommen habe als ich ihn zu greifen kriegte. Ab heute rauch ich nicht mehr.
Wie Andreas musste ich weiter noch eine Weile den Tabak im Schrank haben (wenn ich wollte könnte ich, aber ich will Nichtwollen), hab ihn dann irgendwann theatralisch nachts aus der 3. Etage in die Nacht geworfen und konnte dann ohne Stützräder weiterfahren.

Was es nicht gibt ist ein RICHTIG und/oder ein FALSCH Du lieber Kopfmensch.
Das kann man drehen und wenden wie man will.
Was wahr ist, und was wir hier alle gemeinsam haben ist, dass wir süchtig sind. Unsere Wege dahin waren vollkommen unterschiedlich, die Reaktionen unserer Körper, die Situationen die wir verknüpft haben, die Gründe, aus denen wir aufhören wollten und wollen sind sehr unterschiedlich.
Aufhören geht jetzt nur durch aufhören.
Es gibt Mittel zur Unterstützung mit Nikotin, Spray, Kaugummis, Pflaster etc. (da kennt sich Andreas besser aus) die erleichtern den Ausstieg, weil die Entzugssyptome gelindert werden, und es gibt Mittel zur Unterstützung ohne Nikotin: Bücher (Allen Carr, Joel Spitzer, blauer Reiter s.o. und soooo viel mehr), Forum, Hypnose, Kurse, Filmchen uvm..

Im Wesentlichen gibt es aber Dich.
Du kennst Dich am besten.
Was würde passieren, wenn Du gestern Deine letzte Zigarette geraucht hättest? Also am 3. Oktober Dein Datum war?

Schönen Tag

Verfasst am: 04. 10. 2019, 05:52
rauchfrei-lotse-andreas
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Guten Morgen, was das für Aufgaben sind ist wirklich egal, Hauptsache abgelenkt. Von Schränke ausräumen über Zimmer herbstlich dekorieren, Socken nach Farbe ordnen......

Eine tolle Ablenkung soll auch Malen sein, da es gleichzeitig beruhigen soll. Es gibt da eine Vielzahl von Malbücher für Erwachsene. Vielleicht ist ja das etwas für Dich.

Die Frage wie wichtig die letzte Zigarette ist, kannst Du dir am besten beantworten. Für mich war es damals wichtig immer welche zu Hause zu haben - trotz Ausstieg - um mir selber einreden zu können, das ich ja jederzeit rauchen können es aber nicht wolle. Erst als ich gefestigt war, habe ich den Rest feierlich entsorgt. Aber jeder reagiert hier anders.

Dir ein schönes Wochenende

Viele Grüße

Andreas

Verfasst am: 03. 10. 2019, 23:01
75AlMa
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Danke ihr Lieben für Eure unterstützenden Worte! Das gibt mir ganz viel Kraft und Zuversicht. Bei jeder Zigarette die ich zur Zeit noch rauche, überlege ich ganz bewusst, was sie mir gibt, welche Erwartungen ich an sie habe und ob diese erfüllt wurden. Und gleichzeitig überlege ich mir was ich stattdessen, also statt zu rauchen, hätte tun können.

Eben gerade habe ich meine 3. und letzte Zigarette für heute geraucht. Und folgende Frage stellte sich mir: Ist es für ein erfolgreiches Aufhören wichtig, dass ich ganz bewusst die letzte Zigarette rauche? Quasi eine "Abschiedszigarette". Mir also sage: dies ist jetzt die letzte!

Ich bin leider teilweise sehr "verkopft" und mache mir wohl mal wieder zu viel eigenartige Gedanken. Aber vielleicht hat das ja irgendeinen psychischen, hilfreichen Effekt, wenn man bewusst die letzte Zigarette raucht?!

Verfasst am: 03. 10. 2019, 15:26
kumulus
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Hey,
was auch immer Du machst , es ist nicht falsch.
Sich den Tag auszusuchen und sich daraufhin vorzubereiten ist gut und eine Stütze auf dem Weg.
Wenn Du das Spiel aber früher anpfeifen möchtest als geplant hast Du HIER die einmalige Chance dazu.
Nutz den Flow. Deine Auseinandersetzung, Deine Motivation. Und bis Sonntag hast Du den körperlichen Teil schon in großen Teilen geschafft, Ablenkung durch´s Packen on mass und kannst Dich austoben an und auf Wanderungen.
Auch eine Variante.

Ich wünsch Dir alles Liebe!
Tanja

Verfasst am: 03. 10. 2019, 15:05
75AlMa
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Ein Aufgabenglas habe ich mir noch nicht gemacht. Ich hatte bisher keine Ideen was ich auf die Zettelchen schreiben könnte. Soll ja etwas sein, was ich dann auch spontan umsetzen kann und nicht eine weitere Hürde darstellen. Habe da etwas zu kompliziert gedacht. Die Ideen mit so ganz simplen Tätigkeiten finde ich richtig gut!

Meine Freundin hatte damals sehr viel geraucht. Auch bei der Arbeit. Sie hatte das Gefühl, dass sie aus jeder Pore nach Nikotin stinkt. Nach einet langen Partynacht, mit vielen gerauchten Zigaretten, hat sie ihre Schachtel weggeworfen und nicht mehr geraucht. Sie hatte den "Vorteil ", dass sie schon in ihrer frühen Jugend u. A. zu starkem "Suchtverhalten" neigte (u. A. Magersucht). Aufgrund ihrer Erfahrungen und psychischen Strukturen konnte sie quasi das "Nicht-mehr-rauchen-wollen" wie eine Sucht "behandeln". Klingt seltsam aber so hatte sie es damals empfunden. Sie kannte es ja, gegen sich selbst anzuarbeiten. Ich kamn mich noch gut daran erinnern, weil ich befürchtete dass das der "Auftakt" zu etwas schlimmeren (wieder Magersucht o. Ä.) sein könnte. Dennoch fiel es ihr natürlich auch nicht leicht!

Da mein Mann im Schichtdienst arbeitet und unser Sohn noch nicht allein zu Haus bleiben kann/möchte, kann ich leider nicht an irgendwelchen Kursen teilnehmen. Weder "Nichtraucher-Kurse" noch irgendwelche netten VHS-Kurse. Ich arbeite jetzt darauf hin, dass ich wenigstens joggen gehen kann, auch wenn mein Mann nicht da ist.

Übrigens hatte ich von gestern nachmittag beim Kaffee bis heute mittag nicht geraucht. Hätte es auch bleiben lassen können, aber aus Gewohnheit und weil ich ja noch "darf" hab ich dann doch eine mit meinem Mann geraucht. Ich bin da jetzt etwas verunsichert : soll ich weiterrauchen bis Samstag Abend oder soll ich meinen Termin vorverlegen, da es mir zur Zeit recht leicht fällt nicht zu rauchen?

Wir fahren am Samstag für 8 Tage in den Harz. Daher dachte ich, dass Sonntag ein guter Tag wäre nicht mehr zu rauchen.

Verfasst am: 03. 10. 2019, 08:46
rauchfrei-lotse-andreas
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Schönen guten Morgen, die progressive Muskelentspannung bietet den Vorteil, das man sie alleine erlernen kann und sie auch schnell anschlägt.

Eine weitere Möglichkeit wäre einmal bei Deiner Krankenkasse zu fragen, da auch (fast) alle Kassen Gesundheitskurse anbieten oder die Kosten übernehmen, sowohl zur Raucherentwöhnung als auch Stressabbau. Bei den Stress-Seminaren geht es um Entspannungstechniken usw. Nachfragen lohnt sich bestimmt.

Schönen Feiertag

Andreas

Verfasst am: 03. 10. 2019, 08:16
kumulus
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Hey,
Du bist ja auch so früh auf wie ich.
Vielleicht kannst Du das mit der CD schon in den nächsten 3 Tagen üben, damit Du nicht am 6. in der Notsituation dastehst, wenn es ums Auspacken geht und die Folie nicht abgehen will.... Auf YouTube gibt es auch tolle Anleitungsvideos.

Hast Du Dir schon ein Aufgabenglas gemacht? Mit Aufgaben die in jeder Nicht-Mehr-Rauchlebenslage zu meistern sind? Das fand ich persönlich immer wichtig.
Für mich halfen eher so alberne Sachen wie: Buch fallenlassen und wieder aufheben, über den Tisch wischen, einmal um den Tisch laufen wenn er gewischt ist......als etwas was zu strikt ist...

Du machst das sehr gut mit der Vorbereitung. Aprospros, wie hat Deine Freundin eigentlich vor 12 Jahren aufgehört? Hatte sie noch eine Erinnerung daran?


Einen wunderschönen Tag Dir,
Tanja

Verfasst am: 03. 10. 2019, 01:27
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Ich bin so aufgeregt und hin- und hergerissen. Am liebsten würde ich jetzt schon aufhören mit dem Rauchen, damit dieses Gefühlschaos verschwindet. Aber es wird ja irgendeinen Grund dafür geben, dass man sich für ein festes Datum entscheiden soll. Seltsamerweise habe ich die letzten 3 Tage weniger geraucht als sonst. Nicht erzwungen, sondern von ganz allein.

Andererseits habe ich mich auch wieder sehr auf meine 2 Zigaretten zum Kaffeegetränk gefreut. Ich hatte mich mit meiner besten Freundin beim Bäcker getroffen. Da hab ich ihr auch gleich von meinem Vorhaben berichtet. Sie selbst hat vor 12 Jahren aufgehört. Wir kennen uns seit unserer Kindheit und ich habe ihr von meinen Ängsten und widersprüchlichen Gedanken erzählt. Wir sind uns einig, dass es physisch nicht so problematisch wird, aber psychisch könnte es sehr sehr hart werden. Wir sind dann noch zu M.... gegangen, wo ich nach einer Meditations- /Suggestions CD gesucht habe. Leider gab es dort nicht das, wonach ich suchte, bis auf eine "Progressive Muskelentspannung " . Die hab ich dann direkt gekauft. Vielleicht kann mir die CD im "Notsituationen" (odercauch so) helfen.
Viele Grüße

Verfasst am: 02. 10. 2019, 08:45
Zorbas
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Ich muss schon sagen....

So gut reflektiert wie du an die "Sache" rangehst. - Das ist schon ganz toll.
Eventuelle Schwachstellen abklopfen, reflektieren über die bisherigen Versuche, kein allzu starkes Rauchen, Nichtraucherpaket mit Pfefferminzis bestellt...

Das sind doch schon die allerbesten Voraussetzungen für den erfolgreichen Nichtraucherstart!

Sei kreativ (ich glaube, du bist es) und finde ein paar Alternativen für dieses Belohnungsritual. Dann wird es bestimmt klappen.

Halt uns weiter auf dem Laufenden, ja?

Grüßle
Zorbas

Verfasst am: 02. 10. 2019, 05:52
rauchfrei-lotse-andreas
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Schönen guten Morgen, gelegentliche Belohnungen helfen sehr die Motivation zu erhalten. Es kann auch mal ein Blumenstrauß sein, Entspannungsbad, ...... oftmals reichen Kleinigkeiten aus, um die Seele zu massieren.

Zorbas hat wirklich recht, viele Zigaretten sind ja fest mit bestimmten Situationen verbunden und genau diese Verbindungen müssen gelöst werden, durch Änderungen im Tagesablauf,wie anderer Weg zur Arbeit, Pausen anders gestalten.... einfach um die alten Rituale zu lösen.

Viel Erfolg und Grüße

Andreas