Rauchfrei in den Herbst - goldener Oktober 2020

Verfasst am: 11. 10. 2020, 16:48
Jirachi
Jirachi
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Hallo,

ich habe gestern aufgehört zu rauchen und schlage mich bisher ganz wacker.
Angefangen habe ich vor ca 4 Jahren, da ich aufgrund von Stress immer wieder sehr üble Ausschläge bekam.
Nesselsucht, die mir bis heute blieb und mir keiner so wirklich gegen Helfen kann. Damals war ich noch in der Ausbildung und stressige Situationen waren ja nur am laufendem Bande. Verhindert haben die Zigaretten zwar nie den Ausbruch, aber gefühlt etwas gelindert. Es ging tatsächlich schneller weg als vor dem Rauchen.

Jetzt, ca. 4 Jahre später, hat sich mein Asthma natürlich verschlimmert, der tägliche Husten ist gerade in der Corona-Zeit wirklich etwas unangenehm. Vorher fiel man nicht so extrem auf, jetzt wird man ständig angestarrt. Gegen die Nesselsucht hilft es nun auch nicht mehr wirklich. Eher wird durch Entzugserscheinungen Symptome noch schneller ausgelöst. Also so in Stressfreien Situationen.
Zudem habe ich meine Urlaubswoche genutzt um meine Wohnung zu entrümpeln. Alles was keinen Platz hier hatte, alles was ein halbes Jahr lang nicht genutzt wurde, flog und mit dem Gefühl der Freiheit was das Entrümpeln mit sich zog, da zog auch der Entschluss nun immer eine Woche im Monat kein Geld mehr auszugeben mit ein und dazu passt ein Raucherleben nun gar nicht.

Ich habe mir den Mittwoch und Donnerstag genommen um mich vorzubereiten, mir bewusst zu machen, wann ich es mache und was ich stattdessen mache. Das größte Problem ist die Arbeit. Morgens, Mittagspause und nach der Arbeit. Aber ich werde einfach in dieser Zeit mal die Bücher lesen, die seit einem Monat schon darauf warten.
Die Zeit nach der Arbeit nutze ich dann eben mal um etwas anderes erholsameres zu machen, als draußen in der Kälte zu stehen und gefühlt 10 mal die Treppen hoch und runter zu rennen am Abend.

Seit gestern ca 10 Uhr, die letzte war mit meinem Partner zusammen, bin ich nun rauchfrei. Er möchte aktuell nicht aufhören, das respektiere ich auch. Mir hilft das bisher ganz gut, denn ich rieche, wie sehr das alles stinkt.
Mir geht es die meiste Zeit bisher ganz gut. Ich habe nun nur minütlich mal einen Durchhänger, da bin ich dann kurz für ca 5 Minuten sehr reizbar, aber ich fange mich wieder. Ich erkläre mir, warum ich das mache und das dies kein Verlust ist, sondern ein Gewinn. Ich huste schon gar nicht mehr so schlimm, ich nehme wieder etwas mehr Gerüche wahr und meine Entzündungen im Rachenbereich, sind auch deutlich besser. Ich bin mal gespannt auf Morgen, der erste Arbeitstag ohne zu rauchen, aber ich freue mich schon, mal eine Pause zu haben, in der ich nicht hin und her hetze, sondern mich mal wirklich ausruhen kann.

LG Valentin

Verfasst am: 11. 10. 2020, 12:07
rauchfrei-lotsin-brigitte
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Wie geht´s Euch, Ihr Kämpfer? blassen:
Meldet Euch bitte, wenn wir Euch unterstützen können. Liebe GPR, Du hast eine PN von mir - bereite Dich bitte in Ruhe auf Deinen Ausstieg vor,
Liebe Grüße Brigitte

Verfasst am: 11. 10. 2020, 08:29
bildhauer68
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Zitiert von: rauchfrei-lotse-andreas

Hallo Marion, was andere Denken kannst Du nicht beeinflussen. Es gibt diesen schönen Spruch "Gewinnen beginnt im Kopf, glaube an Dich!" Nur weil man mehrere Versuche braucht, ist man nicht gescheitert. Es gibt nun mal diesen einen richtigen Weg. Jeder reagiert anders und muss auch erstmal sehen, was ihm hilft und weiterbringt.

Schaue auch nicht so weit nach vorne, was in 30Tage oder so ist. Plane immer von Tag zu Tag, es geht zunächst darum, die nächste nicht zu rauchen. Immer Step-by-Step, dann kommt der Erfolg von ganz alleine. Als ich damals hier anfing, habe ich auch nicht geglaubt mal solche Zahlen wie 100 Tage oder mehr zu schaffen. Aber gerade hier das Forum, Ablenkung und auch mal Scheiss-Laune zu haben, haben mir geholfen. Klar sind die ersten Tage oft schwer, aber der Kampf lohnt sich wirklich. Man bekommt so viel an Lebensqualität und Freiheit zurück, für die sich der Weg echt lohnt.

Vor langer Zeit hat mir mal jemand den Satz geschrieben "Wie blöd kann man eigentlich sein? Ich bezahle eine Firma dafür, dass sie mich krank macht!"

Gerne rauchen, tut eigentlich keiner. Man raucht aus Gewohnheit und das Nikotin im Gehirn wirkt, dadurch meint man, es geht einem besser.

Allen einen tollen Samstag

Andreas


Hallo Andreas, ja, da hast Du Recht. Step by Step...!! und ich werde es schaffen! Und es allen beweisen. Auch das ist jetzt meine Motivation. Gestern war ein guter Tag. Habe zwar eine geraucht.- auch wieder am Abend. Aber es fühlte sich nicht mehr so gut an und ich habe diese auch nur halb geraucht. Noch ein kleiner Tipp an alle. Die Walnüsse fallen von den Bäumen. War schon welche sammeln und täglich werden Nüsse geknackt. Auch eine sehr gute Methode der Ablenkung. Erst die gute Luft draußen und dann die Knackerei!
Wünsche allen einen tollen Sonntag. Marion

Verfasst am: 10. 10. 2020, 21:51
ursula0408
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Hi Kerstin,
Uns verbinden einige Gemeinsamkeiten. Ich bin 55 und mit ein paar längeren und kürzeren Unterbrechungen bin ich auch schon fasst 40 Jahre in Kontakt mit Nikotin.
Ich lasse es zur Zeit etwas ruhiger angehen und achte etwas intensiver auf mich. Wenn mich die Lust auf ne Kippe zu arg übermannt, besuche ich einfach mein Bad und mache es mir dort gemütlich. Ich leg mich in die Badewanne, manchmal mit Gesicht und Körperpeeling. Haarkur drauf usw. Nacher cremen, Gesichtsmaske und ganz viel Zeit für die Zahnpflege, die haben ja auch gelitten unter dem Rauchen. Ich bin auch ein Fan von Ölziehen. Nacher fühle ich mich so clean, dass ich das auf keinen Fall mit ner stinkenden Zigarette wieder zu nichte machen will. Da ja jetzt wieder mehr Geld im Portemonnaie bleibt, durchstöbere ich gerne die Drogerie oder Apotheke nach Produkten. Ich weiss, das dies nicht bei allen geht, kostet Zeit. Wenige werden die Ruhe dazu haben, neben Familie und Haushalt. Ich hab halt Zeit dazu. Nächstes Wochenende gönn ich mir mit ner Freundin ein Wellnesswochenende im Schwarzwald. Gott sei dank ist sie Nichtraucherin .
Heute war ich mit meiner Sportfreundin walken. Zum Abschluss haben wir immer gemeinsam eine geraucht. Die musste ja jetzt bei mir wegfallen. Das war schon ungewohnt!
Jetzt sitze ich bei mir zu Hause und trinke ne Kanne Tee. Samstags würd ich auch mal ein schönes Weinchen trinken. Da hab ich aber Angst, dass die Schmacht nach ner Zigarette dann zu gross wird.
Morgen haben wir schon einen ganzen Tag nikotinfrei überlebt und auch da werden wir keine rauchen! Einen schönen Abend, Ursel

Verfasst am: 10. 10. 2020, 18:26
Anne2306
Anne2306
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Hallo ihr Lieben,

Meine Motivation ist die Gesundheit auch wenn ich noch keinenennenswerte Problemehhabe, denke ich,dass die wohl bald kommen werden.

Die Hauptmotivation ist aber eigentlich die Trennung von meinem Partner- nun möchte ich mich auch von der Sucht trennen.

Die grösste Schwierigkeit heute war das gestalten des morgens.
Ich weiss einfach nicht wie ich mir die Routine durchbreche.
Da ist noch Ruhe in der Familie,ich ordne meine Gedanken und rauche dazu normalerweise so 3- 4.

Später aufstehen wäre eine Lösung , die aber nicht funktioniert,weil meine innere Uhr noch nicht umgestellt ist.

Verfasst am: 10. 10. 2020, 18:18
Silvia58
Silvia58
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Hallo Kerstin,

willkommen in unserer Gemeinschaft.

Du schaffst das und wie du Dich gerade fühlst ist normal. Dein Körper vollbringt nun Schwerstarbeit und Du kannst Ihm dabei helfen. Mache alles, was Dir gut tut und wenn Du schlafen willst, dann mache das.

Ich habe die ersten Tage des Ausstieges geschlafen und gearbeitet, das waren meine ganzen Aktivitäten und nach ca. 1 Woche konnte ich wieder geradeaus gucken und die Konzentration kehrte zurück.

Lenke Dich ab und wenn es noch so sinnfreie Dinge sind, aber lass Niko nicht an Dich heran. Manchmal reicht es schon am Fenster mehrmals tief ein- und auszuatmen oder einen schluck Wasser genüsslich zu trinken oder du läufst mal ums Haus oder du gönnst Dir eine Belohnung. Der Möglichkeiten gibt es viele. Mir haben auch zuckerfreie Lutschbonbons geholfen.

Zeige Niko wie Stur Du sein kannst.

Viele Grüße
Silvia

Verfasst am: 10. 10. 2020, 18:12
rauchfrei-lotsin-andrea
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Liebe Kerstin,

da bist du ja schon in den Oktoberzug eingestiegen. Ich habe dir in deinem Wohnzimmer (=Thema) geschrieben und du wirst hier bestimmt bald auch ganz herzlich aufgenommen.

Kopfweh hatte ich auch die ersten Tage und geschlafen wie ein Stein. Mein Kopf war wie in Watte gepackt und nur sehr eingeschränkt denkfähig. aber: Das geht vorbei!! Halt aus, es lohnt sich!!

Und Tee trinken, das machst du super!!!
gegen dein Frieren
Herzlich
Andrea

Verfasst am: 10. 10. 2020, 17:15
Conny_k.
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Hallo ihr Lieben,
vielen Dank an Euch für die Tipps gegen meine Schlaflosigkeit. Ich habe mir heute einen gute Nacht Tee und ein Entspannungsbad mit Melsisse gekauft. Die Idee mit dem Hörbuch finde ich auch super und werde mir morgen mal eines raussuchen.
Heute ist tatsächlich schon mein achter rauchfreier Tag und ehrlich gesagt kann ich es kaum glauben, dass ich es schon (für mich) so lange aushalte.
Meinen Entschluß mit dem Rauchen aufzuhören, habe ich im innersten denke ich schon lange gefasst nur die Umsetzung - mit Sätzen wie "Ich rauche aus Leidenschafft" oder "diese einzige Freiheit nehm ich mir" - nur hienausgeschoben.
Ich rauche wie bereits geschrieben seit ich 13 Jahre bin. Mein Papa war immer schon starker Raucher und ich kann mich genau daran erinnern, dass es mich als Kind immer sehr gestört hat und ich viel Gehustet hab, wenn die ganze Wohnung voller Qualm war. Mann darf aber an dieser Stelle auch nicht vergessen, dass dies damals so ziemlich normal war, ergal ob im eigenen Zuhause, im Restaurant, im Auto - ja sogar in Krankenhäusern wurde der frisch operierte Patient im Bett in das Raucherzimmer gefahren. Das sind meine Kindheitserinnerungen und mit diesem Bewusstsein, dass Rauchen ja ganz normal ist, wuchsen wir damals auf.
Es war mit 13 eine Mutprobe, weil man auch zu der coolen Truppe gehören wollte die in der Schule heimlich am hintersten Eck am Pausenhof rauchten und ja es war eine schöne, freie, lustige und rebellische Zeit.
So vergingen 30 Jahre. Heute bin ich 43 Jahre, bin glücklich verheiratet, hab einen tollen Job der mir Spaß macht und starkes Asthma.
Das Asthma ist nur nicht der Grund warum ich aufhöre, weil es mir immer noch nicht schlecht genug ging und meine Cortisondosis immer noch nicht hoch genug war nehm ich an (Selbstironie).
Ich höre auf, weil ich es so will! Ich will nicht mehr die Geisel meiner sogenannten "Rauchfreiheit" sein. Ich will stolz auf mich sein, dass ich diesen Kampf gewinnen kann.
Auch wenn sich das mit Sicherheit für den ein oder anderen jetzt einfach ließt - es fällt mir so unfassbar schwer und ich habe die ersten Nächte fast nur geweint, weil ich das Gefühl habe einen sehr guten Freund zu verlieren und weil ich einfach nur wütend bin auf mich. Darum schlafe ich auch so wenig und auch in diesem Moment habe ich schon wieder Angst, dass ich heute Abend wieder nicht schlafen kann.
Aber hey.....es wird besser und ich freue mich, dass ich heute so einen genialen Tag hatte und dass ich einen ganz wundervollen Mann an meiner Seite hab - der noch nie geraucht hat - der mich so unfassbar lieb unterstützt.
Auch wenn wir die Sucht alleine aushalten müssen, wünsche ich jedem von Euch auch einen Menschen an eurer Seite der ganz fest an Euch glaubt. Mir tut das unendlich gut.
So jetzt hab ich aber genug geschrieben...sorry.
Wie immer glaub ich fest daran......Mein Wille kann Berge versetzen!!! :-)
Herzlichst
Conny

Verfasst am: 10. 10. 2020, 15:40
GRP
GRP
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Beiträge: 5 Beiträge

Okay, ich bin 65 Jahre alt u selbstständige Krankenschwester u seit
Jahrzehnten mit COPD(chronische Lungenerkrankung ) belastet.
Jetzt hab ich seit diesem Jahr ein Enkelkind u dafür möchte ich eigtl
auch älter werden - mit Zigaretten werde ich das sicher nicht...
Krank ist auch mein Magen u trotzdem, hab ich die Dinger
immer wieder in der Hand u dann raucht es ...
Es fehlt irgend etwas...
Anfang November hab ich mich zu einem Hypnoseversuch
angemeldet u Wünsche mir sehr, dass es mir hilft u klappt

Verfasst am: 10. 10. 2020, 15:26
rauchfrei-lotse-andreas
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Hallo GRP, warum die Zweifel?? Vielleicht magst Du ja etwas mehr über Dich schreiben, warum Du aufhören möchtest, wie Du dich vorbereitest.

Eine gute Planung kann Dir sehr helfen, es geht ja darum bisherige Gewohnheiten zu ändern und neue Abläufe zu etablieren. Hilfsmittel können helfen. Wo ist für Dich die größte Schwierigkeit?