Rauchen, um dazu zu gehören

Verfasst am: 17. 03. 2022, 16:14
Evina
Evina
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Beiträge: 459 Beiträge

Meine ersten Zigaretten habe ich geraucht,
weil ich verstehen wollte,
warum Menschen rauchen.

Was passiert, wenn sie es tun.
Warum sie eben geliebten Menschen so weh tun,
dies ganz genau wissen
und sich doch nicht anders verhalten können.

Ich denke,
dieser Suche gehe ich schon seit meiner Kindheit nach,
denn ich habe mir sooo sehr gewünscht,
dass meine Mama aufhört sich dieses grässlich stinkende
Ding aus dem Mund zu nehmen.

Sie raucht nur wenig, 1-5 Zigaretten (was ja irre Weise auch mein späteres Pensum war),
nein,...sie möchte es einfach nicht aufhören.
Sie nennt nie einen Grund,
sie raucht auch als einzige,

aaabeeer...

naja, seit meine Kinder
(meine Tochter hat berichtet,
als sie mich das erste mal sah,
hat sie sich unter den Balkon verkrochen
und stundenlang (zuminsest gefühlt) geweint.

Sie hatte schreckliche Angst um mich,
ich habe den Kreis geschlossen...
ich habe bestmöglich verstanden...
und nun ist es Zeit den Kreis zu durchbrechen!!!

Und ich bin sooo froh hier Menschen gefunden zu haben,
die zumindest einen Teil meiner Gedanken teilen,
die die gleiche Ausfahrt nutzen,
oder eine ähnliche mit demselben Ziel.

Wir gehören zusammen
und diese Gemeinschaft ist eine stetig wachsende.
Es ist ein sehr erwachsenes und sinnvolles dazu gehören, was wir hier praktizieren.

Euch allen eine herzliche
und danke, dass ihr dazu gehört.

Verfasst am: 17. 03. 2022, 16:05
Evina
Evina
Dabei seit: 13. 03. 2022
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Beiträge: 459 Beiträge

Zitiert von: rauchfrei-team
Liebe Kiosk-Besucherinnen und Besucher,

es ist wirklich spannend zu lesen, wie unterschiedlich die Reaktionen zum Rauchstopp in eurem Umfeld waren. Vielen Dank für eure Offenheit und Eindrücke - weitere sind natürlich immer herzlich willkommen hier im Kiosk!
Der Rückhalt von Familie und Freunden spielt eine entscheidende Rolle beim Rauchausstieg. Umso schöner ist es, zu lesen, dass die meisten von euch diesen bekommen haben.

Es würde mich interessieren,wie ihr mit einer Situation umgehen würdet, wie sie Andrea beschrieben hat:

Zitiert von: rauchfrei-team

Meine Freundin war dann nach einiger Zeit neidisch auf mich und sabotierte mein Aufhören. Sie rauchte erst Recht wie ein Schlot, wenn wir im Hofe auf der Bank saßen.


Andreas Methode, immer ihr Strickzeug zur Ablenkung dabei zu haben ist hier meiner Meinung nach eine gute Möglichkeit, gelassen aber trotzdem entschlossen und vor allem achtsam zu reagieren.
@Andrea: wenn du näher darauf eingehen möchtest, habe ich zu der Situation noch eine Frage an dich: hast du deine Freundin damals auch mal direkt darauf angesprochen, dass ihr Verhalten dir womöglich Steine in den Weg gelegt hat und wenn ja, wie hat sie darauf reagiert?

An die Community: Habt ihr ähnliche Situationen erlebt?
Wie geht ihr damit um, wenn euer Partner oder eure Partnerin während eures Rauchausstiegs noch weiter raucht?


Ich freue mich wie immer über Rückmeldungen und Austausch hier im Kiosk!

Herzliche Grüße,
Leonie vom rauchfrei-Team



Für mich ging es letztlich nur über die Trennung
Dabei schwatzt mein Freund seit zwei Jahren davon am 2. Juni diesen Jahres aufzuhören,
ich seh es bloß immer weniger. Ich habe für mich verschiedenste Versuche trotzdem aufzuhören,
dieser Schritt in die Freiheit war nun der entscheidende.

Ich glaube, das ist ein sehr schwieriges Thema...

für mich steht letztlich der Entschluss mich mit Gleichgesinnten zu umgeben an erster Stelle,
weil ich sonst sooo viele anstrengende Kämpfe führe.
Zudem sterbe ich vor Sorge,
wenn ein geliebter Mensch raucht,
darum mag ich gar keine Raucher mehr in mein Leben integrieren,
die nicht einsehen wollen/ können,
dass sie gefangen und keinstenfalls frei sind zu entscheiden.

Hätte ich immer entscheiden können,
hätte ich meinen Kindern diesen Schmerz !!!niemals!!! zugemutet,
denn ich kenne ihn viiiel zu gut.

Verfasst am: 17. 03. 2022, 15:55
Evina
Evina
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Zitiert von: Piet
Gute Frage „Rauchen um dazugehören?“
Für meinen Jahrgang 1950 würde ich diese Frage mit ja beantworten, bei der Jugend von heute mit nein. Es hat sich vieles geändert in der Gesellschaft, rauchen ist auch für Raucher lästig geworden, wo dürfen die denn noch.

Ich war lange in meinem familiären Umfeld der einzige Raucher, in ganz frühen Zeiten habe ich sogar von Nichtraucher erwartet, dass sie mir das Rauchen in ihrer Wohnung gestatten. Erst als ich vor Jahren einen Versuch unternahm das Rauchen aufzugeben, habe festgestellt wie kalter Rauch stinkt. Es blieb beim Versuch, deshalb benutze ich dieses Wort Versuch ungern.

Nun bin ich über 10 Jahre rauchfrei und bin sehr glücklich dieses Laster los zu sein. Wenn ich an Raucher vorbeikomme muss ich heimlich lächeln.

Die Tabakindustrie versucht nun alles ihr Geschäft weiter zu betreiben mit diesen angeblich schicken und schadstofffreien Heets. Beim Einkauf der Verbrennungsmaschine gibt es gleich das Gratispäckchen dazu. Man kann nur hoffen die Jugend fällt darauf nicht rein.

Im Übrigen wird dann noch kräftig Lobbyarbeit in der Politik seitens der Tabakindustrie betrieben, man erlaubt noch Werbung, die Schockbildchen sollen nicht so schockierend sein und als Ausgleich stellt der Gesundheitsminister dieses Portal zur Verfügung das vielleicht noch mehr Förderung vertragen könnte.

Aber ich gebe zu durch dieses Forum bin ich rauchfrei geworden.
LG
Piet



Ja, wenn man das Layout dieser Seite mit so manch einem Plakat für Rauchwerbung vergleicht,
...da geht doch noch was...

Verfasst am: 17. 03. 2022, 15:51
Evina
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Zitiert von: rauchfrei-team
Wenn ihr an die Situation denkt, in der ihr eure erste Zigarette geraucht habt, gibt es dabei vermutlich eine Gemeinsamkeit: Sie wurde in Gesellschaft angezündet.

Rauchen als Trend?
Vor allem im Jugendalter wird das gemeinsame Rauchen als entspannte Situation genutzt, um neue Leute kennenzulernen und sich einer Gruppe zugehörig zu fühlen. Die gute Nachricht: Nichtrauchen liegt bei Jugendlichen aktuell im Trend. Zu dieser Annahme führt eine repräsentative Befragung der BZgA, die 2020 veröffentlicht wurde. Es zeigte sich, dass aktuell 5,6% der Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren rauchen. Im Vergleich zu 2001, als noch 27,5% der Jugendlichen dieser Altersgruppe rauchten, ist also eine deutliche Tendenz sichtbar: Rauchen ist unter Jugendlichen nicht mehr so cool wie früher.

Die soziale Funktion der Zigarette
Die Zigarette erfüllt aber auch weiterhin im Erwachsenenalter bei Raucherinnen und Rauchern eine soziale Funktion. Es fällt vermeintlich leichter, neue Kontakte zu knüpfen und durch das gemeinsame Laster steigt meist die Sympathie untereinander.
Dabei gibt es zahlreiche andere Möglichkeiten, mit Menschen in Kontakt zu kommen und das gemeinsame Rauchen beispielsweise durch die gemeinsame Tasse Kaffee oder einen schönen Spaziergang zu ersetzen. Wichtig ist hierbei, dass das persönliche Umfeld in den eigenen Rauchstopp miteinbezogen wird. Es kann helfen, mit Freunden und der Familie offen über den Rauchausstieg zu kommunizieren und um Rücksicht und Unterstützung zu bitten.

Meine Tochter fragte mich eben:

Ähhh,
und wie gehen Angehörige damit um,
wenn der Rauschluss so im Mittelpunkt steht?

Die Situation entstand,
weil ich beim Reinkommen stolz erzählte:
Ich hab mir einen Zug gegönnt

Gemeint war die Straßenbahn,
ich fahr ja sonst immer Fahrrad,
aber heut ist eine Woche rum,
ich war beim Spezialisten
uuund mir war gard so gaaar nicht nach Fahrrad fahren.

Jaaa, was schlagt ihr da vor?

Mehr Infos und Tipps zum Umgang mit anderen während des Rauchausstiegs findet ihr auf folgender Info-Seite:
http://www.rauchfrei-info.de/aufhoeren/tipps-fuer-ihren-rauchstopp/der-umgang-mit-anderen/

Welche Reaktionen gab es in eurem Umfeld zu eurer Entscheidung, rauchfrei zu leben? Habt/Hattet ihr Angst, dass bestimmte Freundschaften unter eurem Rauchausstieg leiden könnten, und wie seid ihr damit umgegangen? Wie haben euch Menschen in eurem Umfeld unterstützt?

Diese Fragen sollen euch als Anregung zum Austausch über wertvolle Erfahrungen und Tipps dienen.

Herzliche Grüße,
Leonie vom rauchfrei-Team

Verfasst am: 07. 10. 2021, 16:09
rauchfrei-lotsin-andrea
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Beiträge: 7529 Beiträge

Liebe Leonie, liebe Alle,

ja, das war mit meiner damals besten Freundin wirklich eine Herausforderung. Denn sie war auch der felsenfesten Überzeugung, dass ich ihr nach einer Weile wieder erlauben würde in meiner Wohnung zu rauchen, auch wenn ich selbst rauchfrei bliebe. Da hat sie sich aber getäuscht.

Das ging dann soweit, dass sie nur noch ganz selten zu mir kam in meine Wohnung und auch nur kurz. Einfach weil ihr Suchtdruck so stark war. Angesprochen habe ich das vorsichtig, aber da war sie zu abhängig, um das ändern zu können. Makaberes und trauriges Ende der Geschichte: Meine beste Freundin starb an COPD vier Jahre nach meinem Rauchstopp. Ich habe ihr immer wieder gesagt, dass mich das traurig macht dass sie weiter raucht. Und ich habe ihr auch mal das Starterpaket der BZgA in die Hände gedrückt. Blieb aber machtlos ihrer Sucht gegenüber. Umso dankbarer bin ich, dass mir dank der Gefährten hier im Forum der Stopp mit der Sucht gelungen ist. Das wünsche ich anderen auch so sehr.

Und sprecht eure Nächsten und Liebsten ruhig an: So und so könntest du mir bei meinem Rauchstopp helfen. Dafür gehen wir auch mal dicke ins Kino oder in ein feines Lokal...

Daumendrückende Andrea

Verfasst am: 06. 10. 2021, 12:08
rauchfrei-team
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Beiträge: 1162 Beiträge

Liebe Kiosk-Besucherinnen und Besucher,

es ist wirklich spannend zu lesen, wie unterschiedlich die Reaktionen zum Rauchstopp in eurem Umfeld waren. Vielen Dank für eure Offenheit und Eindrücke - weitere sind natürlich immer herzlich willkommen hier im Kiosk!
Der Rückhalt von Familie und Freunden spielt eine entscheidende Rolle beim Rauchausstieg. Umso schöner ist es, zu lesen, dass die meisten von euch diesen bekommen haben.

Es würde mich interessieren,wie ihr mit einer Situation umgehen würdet, wie sie Andrea beschrieben hat:

Zitiert von: rauchfrei-team

Meine Freundin war dann nach einiger Zeit neidisch auf mich und sabotierte mein Aufhören. Sie rauchte erst Recht wie ein Schlot, wenn wir im Hofe auf der Bank saßen.


Andreas Methode, immer ihr Strickzeug zur Ablenkung dabei zu haben ist hier meiner Meinung nach eine gute Möglichkeit, gelassen aber trotzdem entschlossen und vor allem achtsam zu reagieren.
@Andrea: wenn du näher darauf eingehen möchtest, habe ich zu der Situation noch eine Frage an dich: hast du deine Freundin damals auch mal direkt darauf angesprochen, dass ihr Verhalten dir womöglich Steine in den Weg gelegt hat und wenn ja, wie hat sie darauf reagiert?

An die Community: Habt ihr ähnliche Situationen erlebt?
Wie geht ihr damit um, wenn euer Partner oder eure Partnerin während eures Rauchausstiegs noch weiter raucht?


Ich freue mich wie immer über Rückmeldungen und Austausch hier im Kiosk!

Herzliche Grüße,
Leonie vom rauchfrei-Team

Verfasst am: 27. 09. 2021, 19:44
bibra65
bibra65
Dabei seit: 13. 02. 2021
Rauchfrei seit: 492 Tagen
Beiträge: 227 Beiträge

Sicherlich ist das Dazugehören-Wollen in jungen Jahren ein schwerwiegendener Grund, warum man mit dem Rauchen anfängt (bei mir auch ganz klar..) . Aber nicht nur, denn

1.gab es schon damals (in den 70'ern) Gleichaltrige in meinem Umfeld, die nicht geraucht haben und dennoch voll dazugehörten und das hat man ja auch registriert... und
2. hätten wir sonst spätestens mit Mitte 20 oder 30 wieder aufgehört, denn als Erwachsener fängt man immer mehr an, sich abzugrenzen und sich dann halt die Gruppe zu suchen, wo es für einen passt anstatt sich (mit vollem Wissen um die Schädlichkeit des Rauchens) einer Gruppe anzupassen. Auch die Kontaktaufnahme kann wohl jeder irgendwann sehr gut auch ohne Zigarette..

Also spielen nach meiner Meinung noch viele andere Faktoren eine gleichbedeutende Rolle und dazu gehören für mich einmal die Eltern, Verwandten, die es einem vormachen. Wir lernen schon ganz früh, dass Zigaretten für die Erwachsenen scheinbar superwichtig sind und sie gerade in Extremsituationen, gierig eine Zigarette rauchen. Und im Fernsehen hat uns das HB-Männchen es auch so schön vorgemacht, und kein (oder kaum ein) Erwachsener war damals!! weder uns noch sich selbst gegenüber ehrlich.
Und ich glaube auch, dass die Genetik eine bedeutende Rolle spielt, denn ich glaube, dass es ein Sucht-Gen gibt, und wenn die Umstände entsprechend (schlecht) sind, bestimmt dieses Gen auch darüber, wohin die Sucht geht. Eher zum Alkohol, Rauchen oder beides, Tabletten, Drogen oder eher zum Essen, Sport, Arbeiten oder oder...

Uns noch einen gemütlichen Abend!
Liebe Grüße

Verfasst am: 24. 09. 2021, 06:04
rauchfrei-lotse-andreas
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Beiträge: 8563 Beiträge

Es ist wirklich oftmals ein Zwang, weil man "dazu gehören" möchte. Ich weiß noch genau, dass es an meinem 25. Geburtstag war, wo ich mit dem regelmäßigen Rauchen anfing. Mehr feucht als fröhlich gefeiert, mit Freunden und dann gab es eine Zigarette nach der nächsten.

Und dann 19 Jahre, mit kleineren Pausen, das Pensum stetig erhöht. Wenn man überlegt, dass es zum Schluss zwei Big Packs waren, ist das schon Wahnsinn was man da so en Geld verbrennt.

Verfasst am: 21. 09. 2021, 15:37
rauchfrei-lotsin-andrea
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Meine erste Zigarette habe ich im fortgeschrittenen Alter von 26 Jahren geraucht. Ich war im Krankenhaus, es war alles ganz fürchterlich und ein mich besuchender Freund bot mir eine Zigarette an. Die ich in die Lunge rauchte. Das war der Beginn meiner "Raucherkarriere".

Als ich vor gut zehn Jahren meine letzte Zigarette geraucht hatte, glaubte mir meine damals beste Freundin nicht, dass es diesmal auf Dauer sein würde, denn so oft hatte ich "aufgehört". Und gleich wieder angefangen. Ich glaubte es ja selber nicht, dass ich das schaffe. Aber das Forum und die BZgA Broschüre "Ja, ich werde rauchfrei" hatten eine so durchschlagende Wirkung bei mir, dass es tatsächlich auf Dauer klappt. Immer nur "Für Heute".

Meine Freundin war dann nach einiger Zeit neidisch auf mich und sabotierte mein Aufhören. Sie rauchte erst Recht wie ein Schlot, wenn wir im Hofe auf der Bank saßen. Ha, ich hatte aber meine "Geheimwaffe" dabei. Mein Strickzeug. Da hatten die Finger gar keinen Platz mehr für die Giftrollen. Und noch dazu immer schön darauf geachtet, dass mir der Wind den Rauch nicht direkt ins Gesicht blieb und schon lief es. Bis Heute. Gebe Gott, dass das so bleibt. Denn es ist so schön, ohne Gestank und mit viel Sauerstoff für den ganzen Körper zu leben. Dieses gesunde Körpergefühl (trotz meiner anderen Krankheiten) möchte ich nicht mehr missen.

Andrea

Verfasst am: 21. 09. 2021, 13:13
Piet
Piet
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Gute Frage „Rauchen um dazugehören?“
Für meinen Jahrgang 1950 würde ich diese Frage mit ja beantworten, bei der Jugend von heute mit nein. Es hat sich vieles geändert in der Gesellschaft, rauchen ist auch für Raucher lästig geworden, wo dürfen die denn noch.

Ich war lange in meinem familiären Umfeld der einzige Raucher, in ganz frühen Zeiten habe ich sogar von Nichtraucher erwartet, dass sie mir das Rauchen in ihrer Wohnung gestatten. Erst als ich vor Jahren einen Versuch unternahm das Rauchen aufzugeben, habe festgestellt wie kalter Rauch stinkt. Es blieb beim Versuch, deshalb benutze ich dieses Wort Versuch ungern.

Nun bin ich über 10 Jahre rauchfrei und bin sehr glücklich dieses Laster los zu sein. Wenn ich an Raucher vorbeikomme muss ich heimlich lächeln.

Die Tabakindustrie versucht nun alles ihr Geschäft weiter zu betreiben mit diesen angeblich schicken und schadstofffreien Heets. Beim Einkauf der Verbrennungsmaschine gibt es gleich das Gratispäckchen dazu. Man kann nur hoffen die Jugend fällt darauf nicht rein.

Im Übrigen wird dann noch kräftig Lobbyarbeit in der Politik seitens der Tabakindustrie betrieben, man erlaubt noch Werbung, die Schockbildchen sollen nicht so schockierend sein und als Ausgleich stellt der Gesundheitsminister dieses Portal zur Verfügung das vielleicht noch mehr Förderung vertragen könnte.

Aber ich gebe zu durch dieses Forum bin ich rauchfrei geworden.
LG
Piet