Ich bin doch kein pawloscher Hund, oder etwa doch?

Verfasst am: 13. 08. 2022, 19:44
rauchfrei-lotse-meikel
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Hallo, ich grüße dich, lieber Maik!

Schön, mal wieder ein Lebenszeichen von dir zu erhaschen. Geht es dir gut, soweit? Hat dich Corona bis jetzt in Ruhe gelassen? Ich hatte Pech und habe mich im Frühjahr angesteckt. Das war kein Spaß, das kannste glauben. Aber ich lebe und nun wirft sich mit Blick auf den Herbst die Frage auf: heißt nach Corona vor Corona? Wir werden sehen.

Aber nun mal zu deinem Beitrag. Du bringst einen Sackvoll Zahlen mit, die nicht beruhigen können. Von den 339.00 Verstorbenen ist jeder Einzelne einer zu viel. Stellt man sich Hinterbliebene, Eltern, Ehepartner vor, die diesen Verlust ertragen müssen, kriegt das noch mehr Schrecken. Letztlich können wir alle nur, jeder für sich, dafür Sorge tragen, dass wir diese Statistik nicht befüllen.

Ich bin wahrlich kein Experte, aber gefühlt sehe ich es genauso, dass die Pandemie für diese Zahlen zumindest mitverantwortlich ist. Dennoch bleiben wir alle verantwortlich dafür, dass wir unseren Beitrag leisten, denen, die den Ausstieg wagen, die Hand reichen. Für mich ist das eine Aufgabe, die fordernd ist, aber auch äußerst befriedigend.

Dieses kleine aber feine Forum, die großartigen Menschen, die sich hier tummeln, können Mut machen. Dafür, dass es sich immer wieder lohnt, nicht wegzuschauen, sondern auf die zuzugehen, die Hilfe suchen.

Maik, ich wünsche dir auch ein schönes Wochenende. In meinem Wohnzimmer sind's heute 42° C. Von 14:00 Uhr, bis gegen 20:00 Uhr prallt die pralle Sonne auf mein Wohnzimmer.

Lass nicht wieder so viel Zeit vergehen, bis du wieder einmal piiep machst, ok?!

Herzlich
Meikel

Verfasst am: 13. 08. 2022, 15:50
maik0
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Hallo ihr Lieben,

nach einer längeren Zeit melde ich mich mal wieder zurück.

Viel ist seit dieser Zeit passiert.

Die Pandemie scheint dieses Land noch immer fest im Griff zu haben.

Seit Beginn der Pandemie sind weltweit etwa 19 Millionen Menschen an den Folgen des Tabakkonsums gestorben.

Alleine in Deutschland sind seit dieser Zeit etwa 339.000 Menschen an den Folgen der Tabaksucht gestorben.

Vor ein paar Tagen habe ich in einem Artikel des RND gelesen, dass die Anzahl der Raucher in Deutschland seit dem Jahr 2020 wieder angestiegen ist.

Im Jahr 2019 rauchten demnach noch etwa 26% der Menschen über 14, heute sind es schon 33%.

Dies ist ein Anstieg um etwa 7% innerhalb von zwei Jahren.

Die Erfolge der vergangenen Jahre, die Menschen von der Tabaksucht zu befreien sind scheinbar verpufft.

Experten halten es für wahrscheinlich, dass der Anstieg mit der Corona-Pandemie und die daraufhin getroffenen Maßnahmen zusammenhängen könnte.

Ich finde darüber muss dringend gesprochen werden und auch das Gesundheitsministerium muss sich mit diesen Zahlen beschäftigen!

In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein schönes Wochenende und sende liebe Grüße

Maik

Verfasst am: 03. 11. 2021, 14:23
maik0
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Hallo Miro,

mir geht es wie Dir.
Ich finde dieses Thema unglaublich interessant und spannend.
Ich habe viel über das Thema Rauchen und Sucht gelesen und gesehen.
Es ist auch wirklich sehr facettenreich.

Ich finde es ist ein bisschen wie mit einem Puzzle.
Jede neue Information und Erkenntnis ist ein neues Teil welches man richtig einsetzten muss, damit am Ende ein Gesamtbild entsteht.

Man kann jeden Tag etwas dazu lernen und ein Teil finden.
Auch wenn man am Ende wohl nie alle Teile beisammen hat, so kann man doch schon recht schnell das eigentliche Bild erkennen.

In diesem Sinne alles Gute für Dich!

Liebe Grüße sendet Maik

Verfasst am: 18. 10. 2021, 22:01
bibra65
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Zitiert von: rauchfrei-lotse-maik

 Ich persönlich glaube beim Rauchen wurden wir sehr lange mit falschen Informationen und Glaubenssätze konfrontiert...
Liebe Grüße Maik


Hallo Maik,
ich denke genau so und das Schlimmste daran ist, dass besagte "Informationen und Glaubenssätze" zielgenau auf den nach neuen Werten suchenden, sich abnabelnden, stark verunsicherten, mit neuen Gefühlen und Gedanken konfrontierten, nach neuer Identifikation und Halt suchenden usw. usw. heranwachsenden Jugendlichen abgestimmt sind.

"Im Prinzip ist der Mensch wie ein Stück Metall, welches im Laufe des Lebens zu einer Münze geprägt wird."

Auch hier stimme ich dir voll und ganz zu.. Wobei ich mittlerweile nicht mehr glaube, dass nur die Prägung des Metalls dann schließlich die Münze bzw. den erwachsenen Menschen hervorbringt. Ich glaube, dass von Anfang an zu 50% unsere geerbten Gene mit entscheiden, wo es schließlich langgeht. Soll natürlich nicht heißen, dass man deswegen seine Eigenverantwortung einfach abgeben darf.

Wünsche dir noch einen schönen Abend!

LG biba

Verfasst am: 18. 10. 2021, 13:14
maik0
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Hallo ihr Lieben,
nach einer längeren Pause melde ich mich auch mal wieder zurück.
Zunächst einmal alles Gute für die Reisenden im Oktoberzug! Seid herzlich Willkommen und Herzlichen Glückwunsch zu eurem Entschluss dem Nikotin-Grusel davon zu fahren!

Ich denke ein Aspekt ist vielleicht bei dem Beitrag der ,,Sklaverei,, etwas zu kurz gekommen, ist aber auch ein separates Thema. Dieser Aspekt, den man auf dem Weg in die Rauchfreiheit trotz aller gefühlten Zwänge und Bindungen nicht unterschätzen sollte ist der Aspekte des ,,freien Willens,, und der ,,freie Entschluss,, das Rauchen zu beenden und sich aus dem Gefängnis, ja den ,,Ketten,, der Raucherrei zu befreien.
 
Zwei Aussagen kann man sich an dieser Stelle immer wieder ins Gedächtnis rufen:

1. ,, Der einzige Mensch der darüber entscheiden wird ob ich rauche oder nicht bin ich ganz alleine! ,,

2. ,, Der einzige Mensch der mich dazu bringen kann mir eine Zigarette anzuzünden bin ich ganz alleine! ,,
 
Eigentlich zwei simple Aussagen. Doch wenn man einmal mehr darüber nachdenkt auch zwei ziemlich beruhigende Aussagen.
Denn mein eigenes Verhalten kann ich kontrollieren, wenn ich den richtigen Schlüssel dazu habe und die richtige Einstellung zum Rauchen einnehme.
 
Im Prinzip ist der Mensch wie ein Stück Metall, welches im Laufe des Lebens zu einer Münze geprägt wird.
Alles was wir erleben, sehen, hören und fühlen etc. prägt uns. Manchmal bewusst, aber auch ganz oft unbewusst.
Wir werden geprägt durch Werbung, Filme, Fernsehen, Serien, Musik, Nachrichten, anderen Menschen um uns herum und durch vieles mehr.
Wenn wir uns über diesen Vorgang der ,,Prägung,, nicht bewusst sind, kann uns unterbewusst auch sehr viel negatives und auch falsches erzählt werden und wir speichern es einfach ab ohne es zu hinterfragen.
In den ersten Lebensjahren haben wir kaum einen Einfluss auf unsere Prägung. Wir sind noch zu klein und haben von diesen Vorgängen keine Ahnung.
Auch wenn wir über den Vorgang der Prägung bescheid wüssten, könnten wir aufgrund unseres alters trotzdem keinen großen Einfluss darauf nehmen.
Mit zunehmendem Alter und zunehmender Bewusstwerdung können wir auf diese Vorgänge aber Einfluss nehmen und zum Teil mitbestimmen von welchen Dingen wir uns prägen lassen und wie die Münze aussieht, die am Ende unseres Lebens entstanden ist.
Wir entscheiden nämlich eigenständig womit wir uns umgeben. Mit welchen Menschen wir uns treffen und unsere Zeit verbringen, welche Filme wir schauen, welche Musik wir hören, was wir lesen und welche Nachrichten wir konsumieren.
Es ist nie zu spät alte Glaubenssätze auch einmal in Frage zu stellen und die Münze zu schleifen.
 
 
Ich persönlich glaube beim Rauchen wurden wir sehr lange mit falschen Informationen und Glaubenssätze konfrontiert. Es braucht oft eine gewisse Zeit diese Art von ,,Gehirnwäsche,, wieder rückgängig zu machen und diese falschen Glaubensätze zu hinterfragen und aufzulösen.
Umso öfter wir z.B bestimmte Sätze hören wie:
,,Das Rauchen entspannt mich einfach!,, und diese nicht auch kritisch hinterfragen, umso mehr setzen sich diese Aussagen fest und umso mehr glauben wir diese schließlich auch.

An dieser Stelle empfehle ich noch einmal sich mit dem Thema Edward Bernays und der Massenpsychologie zu beschäftigen, um auch die Werbestrategien von Tabakkonzernen und anderen Unternehmen besser zu verstehen.
Zu diesem Thema ist die Arte Dokumentation mit dem Titel ,,Public Relations-Manipulation der Massen,, wirklich sehenswert.
 
Auch ich habe viele Jahre damit verbracht mir das Rauchen schönzureden und festgebrannte Glaubenssätze nicht hinterfragt, um weiterrauchen zu können.
Viele Raucher schieben den ,,Tag der Freiheit,, immer weiter nach hinten,
bis sie dann doch den Absprung wagen
und sich fragen
wieso sie sich nicht schon eher befreit haben.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen guten Start in die Woche und stöbert gerne noch einmal in den älteren Beiträgen in diesem Thema.

Liebe Grüße Maik

Verfasst am: 28. 06. 2021, 22:52
Unbekannt
Entfernter Beitrag von gelöschtem Nutzer oder Nutzerin
Verfasst am: 28. 06. 2021, 22:02
dorothy_parker
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Liebe Sabsi,

bei "Zivilcourage" und "aktiv werden" sind wir uns einig, beim Rest halt nicht, aber damit können wir sicher beide gut leben.

dorothy

Verfasst am: 28. 06. 2021, 21:29
Sabsi59
Sabsi59
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Lieber Paul, liebe Dorothy,

es ist einfach scheinheilig sich bei Worten zu echauffieren. Ihr wisst genau, wie das Wort “versklavt“ o.ä. im Zusammenhang mit der Nikotinsucht gemeint ist. Denkt Ihr ernsthaft, wenn das Wort nicht mehr benannt wird ist “Friede, Freude, Eierkuchen“ auf der Erde oder seid Ihr einfach nur auf “Krawall“ gebürstet?

Es ist schon interessant - Menschen regen sich bei Worten auf und sind unendlich erfinderisch bei neuen Wortkreationen aber aktiv werden sie nicht, wenn Zivilcourage angesagt ist.

Ist manchmal schon zum Fremdschämen.

LG,
Sabine

Verfasst am: 28. 06. 2021, 21:16
dorothy_parker
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[quote="Fin!"]
und ich Ihnen, nach Ihrer Auferstehung...
[/quote]

Sie mir was, Monsieur Fin!?

stimmt, mein Abgang 1967 war nicht besonders ruhmreich, aber ich habe mir fest vorgenommen, ihn in meiner aktuellen Inkarnation etwas kreativer zu gestalten. Aber wir kapern hier gerade thematisch den Pawlow-Thread von Maik, vielleicht verlegen wir unser Gespräch besser in dein Wohnzimmer, ja?

dorothy

Verfasst am: 28. 06. 2021, 19:26
dorothy_parker
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Danke für den Hinweis, Miro!

Der Verlust der Kontrolle über das eigene Konsumverhalten ist wesentliches Merkmal einer Sucht. Darauf bezieht sich das englisch/französische Wort „addiction“. Es kommt von „addicere“ und meint im übertragenen Sinne so etwas wie „Versklavung“. Im Niederländischen heißt Sucht auch heute noch „verslaving“. Die Amerikaner sprechen von einem „Kidnappen“ des Gehirns. Der deutsche Begriff „Sucht“, abgeleitet von „siech“, beschreibt ein weiteres entscheidendes Merkmal von Abhängigkeit und Sucht, nämlich den erheblichen Krankheitswert mit zum Teil gravierenden psychischen und somatischen Komorbiditäten und einer massiv reduzierten Lebenserwartung

(Aus: Mann, K. „Verhaltenssüchte“. Nervenarzt 84, 547, 2013)

Spannend. Sucht/addiction mit Versklavung gleichzusetzen ist eine kühne Interpretation und scheint seit vielen Jahren üblich zu sein, aber wir müssen ja solche sprachlichen Traditionen nicht gedankenlos fortführen, siehe auch all die N-, Z- oder M-Wörter, die uns plötzlich – und völlig zu Recht – nicht mehr über die Lippen wollen.

dorothy