Wollte mal wieder *pieps* machen...

Verfasst am: 15. 03. 2018, 08:32
Samsy
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Hallo Kili,

na das ist ja mal ein Ziel und ein ganz tolle Motivation.
Wünsche Dir weiterhin guts Gelingen! Deine rauchfreien Tage: RESPEKT!!!

LG Samsy

Verfasst am: 15. 03. 2018, 08:33
Samsy
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Sonst niemand da, der etwas beizutragen hat?

Was genau hält Euch gerade jetzt / heute davon ab zur Zigarette zu greifen?
Freu mich weiterhin über alle Zuschriften und Eure Gedanken!

LG Samsy

Verfasst am: 15. 03. 2018, 09:09
rauchfrei-lotsin-lydia
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Hallo Samsy,

ich freu mich wie immer über jeden Pieps von Dir.

Habe selber gerade eine äußerst turbulente Zeit hinter mir, bzw. scheine noch voll mittendrin zu stecken. Und ganz ehrlich? In den letzten Wochen kam auch bei mir - und wer schon mal was von mir gelesen hat, weiß, daß ich wahrscheinlich der Archetyp des überzeugten und ehrlich glücklichen Nichtmehrrauchers bin - der Gedanke hoch, daß ich diese Situation oder jenes Gefühl früher mittels Rauchen kompensiert hätte.

Und so, wie es mir jetzt gerade im Moment geht, hatte ich bis eben mit dem Gedanken gespielt, mich für heute hier wieder rauszuschleichen und morgen wieder zu kommen. Aber dann bin ich auf Deine Frage gestoßen...

Was hält mich davon ab zu rauchen? Gerade jetzt, wo es mir wirklich, na ich sag mal etwas durchwachsen geht?

Du weißt es ja, ich habe auch schon einmal nach relativ langer Abstinenz wieder angefangen zu rauchen. Weil ich glaubte, es würde mir helfen, mich entstressen. Statt dessen habe ich mich fürchterlich gefühlt. Das schlechte Gewissen, das ich dabei hatte, war noch viel stressiger als der Ausgangsstreß - der natürlich im übrigen immer noch da war. Den Ausstieg gefunden habe ich damals ja auch nicht gleich wieder: mein Kopf wußte, es ist blöd, mein Körper sagte, das tut mir nicht gut, aber die Sucht meinte, ich muß. Diese Ambivalenz, dieses Gezerre war furchtbar anstrengend, und das zweieinhalb Jahre lang. Das ins Gedächtnis zurückgerufen, diese Zerrissenheit, das schlechte Gewissen, und auch das Wissen, daß das Rauchen nichts besser macht, gibt mir die Gewißheit, daß ich das nie mehr so haben will. Das hält mich vom Rauchen ab. (Und wenn ich so zurückblicke... gerade dieser Aspekt hat mir auch in der Entwöhnung schon das eine oder andere Mal geholfen. )

Auch den Geruch, den ein Raucher ausströmt, das ist nun mal einfach so, würde ich heute für mich nicht mehr haben wollen. Für mich persönlich könnte ich es nicht mehr tolerieren. Das Wissen, Rauchgeruch auszudünsten. Das hält mich vom Rauchen ab.

Zwei meiner Freunde habe ich mit unter bzw. knapp über 50 verloren. Beide Herzinfarkte, beide Raucher. Ich bin selber so was um den Dreh rum... Das hält mich vom Rauchen ab.

Ich könnte sicher noch länger so weitermachen... ich fühle mich wirklich gerade suboptimal, das geht jedem Menschen mal so, egal ob schon länger entwöhnt, Nichtraucher seit jeher oder in der Entwöhnung. Und jeder muß mal damit klarkommen. Aber es hat. Keine. Vorteile. Zu rauchen. Es leistet nichts für mich. Macht es nicht besser. Und das gilt auch für uns alle, egal ob schon länger entwöhnt, Nichtraucher seit jeher oder in der Entwöhnung.

Das hält mich vom Rauchen ab.

Herzliche Grüße sendet Dir lieber Samsy und allen Mitlesern

Lydia

Verfasst am: 15. 03. 2018, 10:02
Doro01
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Hallo Samsy,

ich kann auch noch etwas beitragen zu Deiner Frage, was hält mich vom Rauchen ab, jetzt im Moment?

Das ich besser Luft bekomme ohne den Glimmstengel. Ich kann jetzt 50 km Fahrrad fahren ohne zu japsen.
Das ich es meiner Tochter versprochen habe. Sie möchte mich solange wie möglich bei sich haben in ihrem Leben.
Mein Mann hat mit mir zusammen aufgehört, den will ich nicht enttäuschen. Die Fingernägel, die jetzt nicht mehr gelb sind. Die Beine, die nicht mehr so schlimm weh tun in der Nacht. (Vermute mal, ich hatte Durchblutungsstörungen) Keine Ahnung - zumindest ist es jetzt weg.
Weniger Angst vor den ganzen Krankheiten, die man vom Rauchen bekommen kann. Obwohl ich natürlich all das noch bekommen kann, weil ich viel zu spät aufgehört habe. Aber dennoch habe ich jetzt zumindest mehr Hoffnung evtl. verschont zu bleiben. Viel weniger Husten seit dem Rauchstop und den will ich nicht wieder haben. Mein Geruchssinn der so viel besser geworden ist. Okay nicht immer von Vorteil :

Und wer nimmt schon freiwillig Rattengift zu sich? Oder all die anderen Gifte? Wenn man mir einen Teller mit all diesen Giften hinstellen würde? Freiwillig würde ich doch nie einen Löffel davon nehmen!

Die vielen Tage, die ich jetzt schon geschafft habe ohne, die will ich nicht einfach wegwerfen. Das habe ich aber auch schon nach 1 Woche gedacht. Nach einer Woche..... jetzt bist Du schon so weit gekommen und es geht, also schaffst Du auch heute und den nächsten Tag. Es geht. Wenn auch sehr oft mit weinen, jammern und schreien und nicht ein noch aus wissen. Das wird aber besser.
Wenn ich noch länger darüber nachdenke, fallen mir sicher noch mehrere Gründe ein, warum ich nicht wieder rauchen möchte. Und das obwohl ich oft extrem leide. Aber das wird schon alles wieder werden, glaube ich zumindest fest dran und sagen ja auch alle hier. So viele können sich ja nicht täuschen.

Immer weiter - heute rauche ich nicht - und morgen versuche ich das auch.

Ich wünsche Dir alles Gute und viel Erfolg auf Deinem Weg.



Liebe Grüße
Doro01

Verfasst am: 15. 03. 2018, 12:26
Bonifaz
Bonifaz
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Hallo Samsy,

ich möchte nicht nochmals die körperlichen Entzugserscheinungen, die ich durchlebt habe, mitmachen.
Ich habe, wenn keine Ziggis und Geld für Automaten vorhanden, ausgedrückte Kippen gerade gebogen und den Rest bis zum Filter eingesaugt. Bäähh nie wieder.

Und das Positive: seit über 1 Jahr keine Erkältung oder auch Husten. Toll.

Grüße
Bonifaz

Verfasst am: 15. 03. 2018, 22:14
Nomade
Nomade
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Guten Abend Samsy,

am zweiten Tag meiner nun schon ein wenig andauernden Nicht-mehr-Raucher-Karriere setzte ich mich nachmittags ins Auto, fuhr' zur Tanke, stieg aus, schloß ab (ja - ich habe eine Billigvariante ohne Funkfernbedienung , hatte bereits den halben Weg zu der "Hütte", in der es auch die Zigaretten gibt, hinter mir, da dachte ich - "Wie blöd ist das denn - jetzt hast du schon anderthalb Tage geschafft und willst das wieder wegschmeißen?!?!"
Also habe ich mich auf dem Absatz rumgedreht, bin wieder in mein Auto gestiegen und nach Hause gefahren - wo übrigens die letzte, am vorletzten Abend vor lauter Müdigkeit nicht mehr gerauchte Zigarette immer noch lag (und das noch wochenlang, bevor ich sie im Rahmen meines Umzuges weggeschmissen habe). Ich hätte ja erst mal die rauchen können - aber dann hätten mir die nächsten gefehlt.... saublöd oder - aber im Endergebnis gut.

Lange Rede kurzer Unsinn - ich habe einfach keine Lust, das Erreichte wegzuschmeißen und möchte auch vor ein paar wichtigen Personen in meinem Leben, die es sehr achten, daß ich nicht mehr rauche, nicht als Wieder-einmal-Versagerin dastehen (zuallererst übrigens, wenn ich in den Spiegel schaue :wink

"Fällt aus wegen is nich" - ganz einfach!

Und gerade heute rauch' ich nicht, weil ich heute nicht will - und morgen ist das neue heute....

Alles Gute
und ich hoffe, mein Aufsatz hat Dich nicht genervt
meint
Nomade

Verfasst am: 16. 03. 2018, 08:23
rauchfrei-lotsin-lydia
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Hallo Samsy,
guten Morgen liebe Mitleser,

also da ist ein absoluter Aha-Satz gefallen:

Zitiert von: Pitti4


Dieses Bild von mir finde ich im Nachhinein sowas von erbärmlich



Danke hierfür Pitti, ich finde es toll, daß Du es ansprichst und mutig, daß Du uns und Dir selbst gegenüber auch so ehrlich bist. Toll!

Ich glaube, wenn man mal an die eigene Raucherkarriere zurückdenkt, erkennt sich da der eine oder andere wieder. So auch ich: es könnte sein, daß ich mal mit einer abklingenden Lungenentzündung in einen dicken fetten Schal gewickelt an einem feuchtnebligen Oktobertag auf der Treppe hockte und rauchte. Wäre möglich, daß ich mich hinterm Discounter an der Durchgangsstraße versteckt hab, um zu rauchen. Und habe ich mal hinterm Haus im Lichtschacht gesessen, damit mich keiner qualmen sieht? Vielleicht. Ich meine, ein Mehr an Erbärmlichkeit geht doch nicht. Und das schlimmste: ich wußte damals auch, daß ich erbärmlich bin. Und trotzdem...

Nun ist es ja nicht so, daß wir per se erbärmlich sind (also ich hoffe mal nicht!). Sondern die Sucht schafft es, unser Denkvermögen und auch unsere Selbstachtung völlig auszuhebeln. Keinem Menschen würden wir erlauben, uns so zu erniedrigen! Aber der Sucht geben wir uns anheim...

So fremdgesteuert will ich nie, nie mehr sein. Bin froh, daß's rum ist.

Herzliche Grüße und einen guten Rauchfrei-Tag sendet Dir, Samsy, und allen Mitlesenden

Lydia

Verfasst am: 16. 03. 2018, 16:39
srrauchfrei
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Hallo Samsy,

ich will nicht mehr "müssen", nicht mehr fremdgesteuert sein, das hat Lydia so schön geschrieben.

Gerade jetzt bin ich das Gegenteil davon, nämlich frei. Das fühlt sich wundervoll an. Ich bin doch nicht bekloppt und schmeiß das weg!

Was hält mich noch ab, zur Kippe zu greifen?
Aktuell der Geruch, der den Kollegen im Nebenzimmer umwabert. Und die Erkenntnis, dass ich auch so gestunken habe. Und die nachträgliche Scham darüber, was habe ich meinen Mitmenschen da zugemutet?

Noch aktueller das ständige Räuspern und Husten selbiges Kollegen. Das gehörte auch zu meinem Soundtrack. Ist weg. Ich atme einfach

Eigentlich muss mich nichts vom Rauchen "abhalten", das würde ja bedeuten, dass ich das Bedürfnis habe zu rauchen, das habe ich nicht. Im Gegenteil. Ich rauche nicht, und das ist für mich normal geworden. Was meinen Zustand so erfreulich für mich macht ist, dass ich den Gewinn an Lebensqualität, Freiheit, Selbstbestimmtheit im Vergleich zu Raucherzeiten bei aller Normalität sehr präsent spüre. Fühlt sich gut an!
Normal heißt also nicht langweilig, das ist mir wichtig zu schreiben.

Herzliche Grüße
Silke

Verfasst am: 09. 04. 2018, 11:00
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Saaaaamsy!

Ich bin wieder da, wo bist'n Du? Wie isset, wie geht es Dir? Mach doch bitte wieder mal *pieps*. Herzlichen Gruß,

Lydia

Verfasst am: 09. 04. 2018, 13:12
Samsy
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Lyyyyyyyyydiiiiiaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa

Man man man. Kaum ist man mal einen halben Monat weg, schon platzt das Wohnzimmer aus allen Nähten Aber im Ernst. Freu mich tierisch, dass in der Zwischenzeit so viele hier waren. Hatte ein bisschen die Vogel Strauß Krankheit in den letzten Wochen. Hab aber den Kopf nun wieder rausgezogen aus dem Sand und wollte heute eigentlich nur leise mitlesen. Aber wenn so viele Besucher da waren, dann muss man doch auch mal Danke sagen. Und das Du, Lydia, immer noch nicht aufgegeben hast... Unbezahlbar.

Ja was soll ich sagen. Ich habe in den letzten Wochen tatsächlich die Zügel locker gelassen und bin wieder als Raucher durchs Leben gegangen. Hab mich in der Zeit selbst beobachtet und mir immer wieder Notizen gemacht, wie ich mich wann und wo so als Raucher fühle. Vieles von dem, was Doro, Bonifaz, Piti, Nomade und Silke geschrieben haben ist auch mir aufgefallen.

- Das Rauchen bei Wind und Wetter, obwohl jeder vernüftige Mensch lieber auf dem Sofa gebleiben wäre
- Das ewige, ICH MUSS... obwohl ich ja garnicht WILL
- Der Gestank und Geschmack, der so widerlich ist. Das Auto riecht trotz weit geöffnetem Fenster wie ein Ascher...
- Zum Rauchen selbst hab ich mich zuhause auch nicht mehr gemütlich auf die Terrasse gesetzt, sondern mir eine
"urgemütliche" Raucherecke zwischen den Mülltonnen gesucht
- Mein Husten, besonders Morgens erschreckt mich selbst
- Je mehr ich rauche, desto stärker schlägt mir das auf den Magen
- Leider habe ich an der Tanke noch nicht auf dem Absatz kehrt gemacht. Aber als ich genau zu dem Zeitpunkt
Kippen brauchte, als das Bezin gerade extrem billig war und mein Tank voll, da stand ich als 9. in der Schlange
und hab mich gefragt: "Was machst Du hier eigentlich... Für einen Schokoriegel würdest Du hier nicht anstehen,
Du würdest wieder gehen. Nur für die Sucht, steht Du hier...
- Bei allen Treffen, ob beruflich oder privat: Die Raucher sind in der Absoluten Minderheit. Eine aussterbende
Rasse. Umgeben von Nicht-(Mehr)-Rauchern fragt man sich dann: Und Du WILLST das wirklich? Das schaffst Du
doch auch.

Und ich könnte noch lange so weiter schreiben. Es gibt eigentlich NICHTS was ich am Rauchen mag. Einzig und allein der KICK den man spürt, wenn man so richtig Schmacht hat und dann Raucht, dafür tut man es. Um die Unruhe und den Enzug kurzfristig loszuwerden, dafür tut man es sich an, wohlwissend, dass es immer schlimmer wird, die Abstände immer kürzer werden. Ach ja und das wichtigste habe ich mir noch aufgespart:

- Ich möchte mit meiner Frau, meiner Familie und meinen Freunden so lange wie möglich zusammen sein.
Und damit meine ich zum Einen die Zeit, die ich wahrscheinlich früher ins Gras beißen würde, wenn ich bis an
mein Lebensende Raucher bleiben würde. Zum Anderen aber auch die Zeit, die mir täglich verloren geht.

Nun gut. Im Sprücheklopfen bin ich ja Weltmeister. Im Aufgeben und Weiterrauchen auch. Jetzt müssen hier mal Taten folgen.

blassen:blassen:blassen:blassen:

Wünsche Euch einen schönen Wocheanfang und freu mich von Euch zu hören!

LG Samsy