Der Weg neue und bessere Gewohnheiten zu finden

Verfasst am: 09.03.2020, 17:43
Yasoschun
Yasoschun
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Hi Zusammen,

heute habe ich meine erste Woche ohne Rauch, Qualm und Gestank rum. Und das nach 27 Jahren und 22 Zigaretten täglich.

---------Wobei ich nach Nutzung der Suchfunktion erschreckend feststellen musste, dass ich schon mal 2011 hier angemeldet war. Daran kann ich mich gar nicht mehr erinnern. --------

Bis auf vereinzelnde Momente des körperlichen Entzugs (kurze Schweißausbrüche und Nervosität) klappt das bis jetzt ganz gut.
Die Innere Unruhe macht mir dann doch viel mehr zu schaffen. Es ist jetzt nicht so, dass ich den ganzen Tag ans Rauchen denke, aber wenn das "Verlangen" kommt, dann muss schnell Ablenkung her.
Besonders in den Abendstunden ist das Verlangen noch groß. Meistens gehe ich dann kurz vor die Tür. Die frische kühle Luft wirkt hemmend auf das Verlangen der alten Gewohnheit .

Wie habt Ihr Euer Leben nach dem Rauchstop verändert? Vielleicht mit neues Hobbys? Oder habt ihr alles weggelassen, was den Körper / das Hirn an die "Sucht erinnert" (Zb. Keinen Kaffee mehr getrunken.. oder so ). Ich suche da noch den Richtigen weg.

Ach ja und wie belohnt Ihr Euch, wenn Ihr die ersten 10 Tage ..50 Tage oder 100 Tage rum habt.?

Viele Grüße

Sebastian

Verfasst am: 09.03.2020, 18:31
MusicusCGN
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Hallo Sebastian,

Gratulation, die Hardcore-Woche hast Du schon durch!

Ich habe auch lange überlegt, wie ich mit alten "Rauch-Situationen" umgehe. Sie alle wegzulassen wäre nicht möglich gewesen, denn dann hätte ich aufhören müssen zu existieren: keinen Kaffee, keinen Balkon, keinen Weg zur Arbeit, keine Freunde mehr treffen, Karneval streichen etc...

Die Genugtuung wollte ich dem nicht geben.

Ich habe mich deswegen dazu entschlossen, alle diese Ex-Rauch-Situationen bewusst rauchfrei zu erleben. Zum Beispiel meine ehemalige "Lieblingszigarette" abends vor dem Schlafengehen auf dem Balkon. Ich sitze dann da, genieße die Stille, lasse den Tag Revue passieren wie früher, stelle aber fest, um wieviel genussvoller das ohne Kippe geht (davon abgesehen, dass ich nicht mehr im Dunkeln den Aschenbecher suchen muss oder mir mal wieder auf die Klamotten asche...).

Oder auf dem Weg zur und von der Arbeit mal wieder bewusst den Weg, die Umgebung/Architektur/das Wetter/die Bäume (gerade jetzt im Frühling) und deren Veränderung wahrnehmen - und sich freuen, die Blüten wieder riechen zu können

Eigentlich so, wie PeppaMinta es auch sagt: aufmerksamer.

Du wirst dann ganz schnell feststellen, wie sehr Du durch die vermeintliche "Abstinenz" dazugewinnst

Liebe Grüße und halt die Ohren steif!
Der Stefan

Verfasst am: 09.03.2020, 19:33
Bertabea
Bertabea
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Hallo Sebastian,
auch ich bin hier erst ganz frisch dabei und habe aber bereits 3 Wochen geschafft.
Nun war ich am Anfang etwas krank und so fielen mir die erten Tage nicht so schwer und nach 1 Woche wo es mir dann wieder besser ging hab ich mir gesagt wie blöd wärst Du eigentlich wenn du diese Chance nicht nutzen würdest da der schwere Anfang ( weil man den ja immer wieder rausschiebt ) schon gemacht ist.
Ich orientiere mich jetzt auch an sportliche Aktivitäten oder nur an schnellem Spatzieren gehen.
Wenn ich mal einen schmacht bekomme ( mein Mann raucht ) dann trinke ich soetwas wie " grüner Tee " oder "Brennnesseltee" was ganz besonders Gesund wirkt, nicht wirklich schmeckt aber mir das Gefühl gibt nicht nur durch das Nichtrauchen gesünder zu leben sondern auch durch andere neue Angewohnheiten.
Denn meistens will man ja aufhören weil man gesundheitkich angeschossen ist.
Ich trinke mittlerweile auch wieder kaffee und der schmeckt auch ohne Zigarette. Und wie hier schon gesagt wurde ruhig auch mal eine typische Zigarettensituation wie gewohnt meistern nur halt ohne Zigarette und dann sehr sehr Stolz sein. Und das kann man auch wirklich.
Viele Glück und ich hoffe wir unterstützen uns hier noch eine lange Zeit bis zum Entgültigem Rauch aus

Verfasst am: 09.03.2020, 20:02
Yasoschun
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Hey danke für die vielen Tipps,
da werde ich sicher einige von Umsetzen.... wobei grüner Tee.... na ich finde sicher auch eine andere Tee Sorte

Aber ich muss sagen, mir ist auch schon Aufgefallen, dass man den Alltag aufmerksamer und teilweise auch intensiver erlebt. Besonders beim Autofahren, wenn die Hände nicht wissen was sie machen sollen, schaut man sich Land und Umgebung viel intensiver an.

Und bald beginnt ja auch die Gartenzeit wieder..Da kann man sich bestimmt noch besser ablenken.
Ausserdem hat man ja jetzt viel mehr Zeit und kann alles ohne Qualm und Gestank genießen..

Nur beim Alkohol bin ich sehr vorsichtig..so ein Bier zu Hause geht ja schon..aber in der Gesellschaft?? Das stell ich mich sehr schwer vor.

@ Stefan, ich meine gelesen zu haben, dass du auch aus Köln kommst ??

Verfasst am: 10.03.2020, 11:38
Yasoschun
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Hat jemand ein Mittel gegen die unruhigen und viel zu kurzen Nächte?
Kann man Nachts auch an Entzugserscheinungen leiden? Ab und an kommt die Zigarette sogar im Traum vor.
Es ist als ob man sie wirklich in der Hand hat und dran zieht :-(

Verfasst am: 10.03.2020, 12:25
Bertabea
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Das ist natürlich hart wenn man so leidet und soviel an die Zigaretten denken muss.
Das war bei mir nicht so. Und ich bin auch noch nie Nachts aufgewacht um eine zu rauchen. Und das obwohl 30 Jahre rund 25 Zigaretten am Tag. Da muss man sich vielleicht mit Joga ablenken oder einer
Gruppe wo man 2-3 mal die Woche zusammensitzt und redet.
Ich hoffe Du schaffst die ersten 2-3 Wochen denn ab dann denk ich wird es leichter.
Viele Glück und immer positive denken
Bertabea

Verfasst am: 10.03.2020, 12:43
Yasoschun
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Na ja eigentlich habe ich gedacht ich leide nicht so viel, weil es tagsüber ganz gut klappt. Der Gedanke an die Zigarette kommt meist erst zum Abend hin.

Und ob das Nachts wirklich Entzugserscheinungen sind, weiss ich ja nicht.
Ich werde den Tipp aus dem Thread "März 2020" mal ausprobieren und Abends Tee mit Fenchel und Melisse trinken.

Verfasst am: 10.03.2020, 14:17
MusicusCGN
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Hallo Sebastian,

ja, richtig, ich komme aus Köln.

Meine Nächte sind zwar in der Regel auch zu kurz, aber nicht unruhig. Da hat der wohl nichts mit zu tun...

Grüner Tee muss es ja nicht sein... schau mal im Februarzug, da habe ich ein mein "Zaubertee"-Rezept gepostet...

Beste Grüße
Der Stefan

Verfasst am: 10.03.2020, 15:27
Yasoschun
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Also sozusagen ein Nachbar...Ich komme aus einem rechtsrheinischen Stadtteil von Köln

Zaubertee-Rezept.. Das werde ich nachher mal suchen. Bin für jede Idee, die mir einen erholsamen Schlaf bringt, dankbar.

Verfasst am: 10.03.2020, 15:32
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Das ist schön,

und da ich quasi „Zugereister“ bin (wenn auch nur aus dem Umland), gehöre ich zu den Kölnern, die das Rechtsrheinische auch zu Köln zählen

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