COPD - eure Erfahrungen und Fragen zur Erkrankung

Verfasst am: 02.04.2024, 06:59
Nirwana
Nirwana
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Guten Morgen ihr Lieben,

ich bin zwar auch schon eine Weile hier angemeldet und bisher nur stiller Zuschauer gewesen aber möchte nun doch auch mal ein wenig aktiver hier "rumlungern"

Zu mir, ich bin 39, werde am 13.4. runde 40 und rauche schon mein Leben lang. Den Wunsch aufzuhören habe ich schon viele viele Jahre, bisher hat es aber nie wirklich geklappt, egal was ich versuche.

Zum Thema COPD: Ich arbeite selbst in der Medizin, weiß wie das enden kann und kenne jegliche Symptome und Vorzeichen. Darum, und da mache ich mir nichts vor, auch wegen der Aussage meiner Hausärztin, wird das bei mir wohl auch schon soweit sein dass ich da auf den Zug mit aufgesprungen bin. Trotz allem will die Zigarette einfach nicht von mir weichen. Ich bin eigentlich ein sehr willensstarker Mensch, aber das Zeug schafft mich.

Die Frage die ich mir stelle ist, auch da ich einige Studien gelesen habe, ob ein Umstieg auf eine E-Zigarette hilfreich ist. Auch was das Lungenvolumen angeht. Gibt es denn jemanden hier im Forum der mit dieser Methode aufhören konnte? Und besonders interessiert mich ob es jemanden gibt, der ebenso Probleme mit dem Atmen, Husten etc. hat und es sich durch den Umstieg auf eine E-Zigarette gebessert hat?

Medizinische Hintergründe kenne ich, wichtig wären mir tatsächliche Erfahrungsberichte von Menschen die das so gemacht haben.

Danke euch schon mal, und bis dahin wünsche ich euch einen tollen Dienstag

Verfasst am: 02.04.2024, 07:25
AdrIAHane
AdrIAHane
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Zitiert von: Nirwana

Die Frage die ich mir stelle ist, auch da ich einige Studien gelesen habe, ob ein Umstieg auf eine E-Zigarette hilfreich ist. Auch was das Lungenvolumen angeht. Gibt es denn jemanden hier im Forum der mit dieser Methode aufhören konnte? Und besonders interessiert mich ob es jemanden gibt, der ebenso Probleme mit dem Atmen, Husten etc. hat und es sich durch den Umstieg auf eine E-Zigarette gebessert hat?



Guten Morgen Nirwana,

COPD habe ich nicht, aber ich hatte eine heftige chronische Bronchitis als ich noch geraucht habe. Ich war eigentlich ständig am Husten. Es gab Zeiten, in denen ich versucht hatte auf die E-Zigarette umzusteigen und kann dir sagen, dass sich das mit dem Husten nicht gebessert hatte. Eher sogar im Gegenteil, während ich beim Zigaretterauchen nicht husten musste, musste ich beim Dampfen auch während des Vorgangs husten.
Der Husten hat sich allerdings direkt gelegt, als ich mit dem Rauchen aufgehört habe.

Ich wünsche dir viel Kraft den Rauchstopp zu beginnen und durchzuhalten. COPD ist ein Arschloch. Ich kenne zwei Menschen, die davon betroffen sind: Es ist wirklich ätzend, wie du ja auch selber schon geschrieben hast.
Vielleicht solltest du auch von einem Fachmann klären lassen, ob du COPD hast oder eben "nur" eine chronische Bronchitis.

LG

Verfasst am: 02.04.2024, 08:02
Reta
Reta
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Guten Morgen,

ein Bekannter hat Asthma, dennoch 40 Jahre 20 Zigaretten am Tag geraucht.

Nun ist er vor ein paar Monaten auf e-Zigarette umgestiegen, mit Nikotin.

Die Beschwerden bei den Atemproblemen sind bei ihm zurückgegangen, das Asthma-Spray kommt kaum zum Einsatz.

Das Rauchen selber will er momentan noch nicht aufgeben.

Ich selber habe mir, nach 5 oder 6 Tagen nach dem Rauchstopp, eine e-Zigarette besorgt, ohne Nikotin.

Das Dampfen damit habe ich dann nach 3,5 Monaten gelassen, weil ich mich schon wieder abhängig fühlte.

Mir hat es aber beim Aufhören geholfen, bin ich jedenfalls der Meinung.

beste Grüße

Verfasst am: 02.04.2024, 12:59
Andreas_M
Andreas_M
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COPD - Erfahrungen

Hallo, ich habe nur etwas Quergelesen, hier meine Erfahrungen mit COPD.

Vor 11 Jahren klagte meine Mutter nach einer Familienfeier plötzlich über Atemnot. Der RTW kam und brachte sie nachts ins Krankenhaus. Es war ein Hinterwandinfarkt, aber in Verbindung mit einer Exazerbation der COPD. Bis dahin wussten wir als Familie gar nichts von der COPD meiner Mutter. Das hatte sie mit sich und der Lungenärztin ausgemacht und auch bis zu diesem Infarkt noch geraucht.

Im Krankenhaus stellte man sie eine Woche lang medikamentös neu ein und sie kam in eine Rehaklinik. Jedenfalls ging es zuhause mit Sauerstoffkonzentrator dann wider erwarten ganz gut weiter. Meine Mutter erholte sich ganz gut, rauchte nicht mehr, und erledigte jahrelang weiterhin einfache Hausarbeiten. Das Haus verließ sie aber nur selten, trotz eines mobilen Sauerstoffkonzentrators, den sie später erhielt. Sie war dann nur ein weiteres Mal zwischendurch wegen einer Exazerbation oder Lungenentzündung im Krankenhaus. Ansonsten wegen anderer Dinge, u.a. Wirbelsäulen-OP, Stants, Aortenprothese.

Jedenfalls 2022 musste sie erneut ins Krankenhaus wegen Atemnot. Das war dann aber auch mehr was kardiologisches. Jedenfalls sah es nicht gut aus, aber sie wurde einigermaßen stabilisiert wieder nach Hause entlassen. Ihr schien es drei Tage lang langsam besser zu gehen, bis dann die Pflegefachkraft abends Darmblutungen feststellte. Damit kam sie in ein anderes Krankenhaus. Dort hatte man Schwierigkeiten mit der Diagnose. Es war eine Darmspiegelung nötig. Meine Mutter konnte oder wollte aber diese Flüssigkeit nicht trinken. Man verabreichte diese Spülflüssigkeit dann schließlich per Magensonde. Jedenfalls muss sie zunächst von der Nachtschwester unbemerkt sich verschluckt haben. Vielleicht ist ihr diese Flüssigkeit hochgekommen und sie hat sie aspiriert. Jedenfalls fand die Nachschwester meine Mutter dann leblos. Es wurde noch erfolglos Reanimation gemacht. Letztlich war also nicht die COPD Todesursache, sondern Herzkreislaufversagen, ggf. wegen dem Verschlucken. Was nun mit dem Darm war wissen wir auch nicht. Ich habe es auf sich beruhen lassen, aber man hätte diese Prozedur mit der Magensonde und der Vorbereitung auf eine Darmspiegelung wohl besser auf der Überwachungsstation gemacht.

Verfasst am: 04.04.2024, 18:35
Ravenclaw
Ravenclaw
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Hallo zusammen,

also ich habe bald eine Nacht im Schlaflabor, nach etwa 40 Jahren rauchen wurde bei einem Test den man zuhause machen kann (über Nacht mit einem Gerät schlafen) festgestellt das ich 1. schnarche und zweitens Atem Aussetzer habe.
Das ich keine Kondition mehr habe und schnell mal kurzatmig wurde auch das Wuste ich , aber das verdrängt man gerne.
Im Endeffekt war das der Auslöser das ich den Entschluss gefasst hab das rauchen zu beerdigen.
Ich habe früher (bin nun etwas über 60) gerne 10 km Läufe gemacht, also hab ich mir das Ziel vorgenommen einen 10 km Lauf wieder zu schaffen. Der ist im Oktober und ich habe das Training angefangen (ganz ganz langsam erst).
Die Lunge war nicht sehr begeistert, nach 2 Minuten laufe war fertig da musste ich 10 Minuten gehen um wieder Luft zu bekommen, aber ich bin dran geblieben.
Hab mich informiert über COPD und auch das sie nicht Reversible ist, da war ich erstmal geschockt, aber ich hab beschlossen doch den Kampf aufzunehmen.
Wir hatte dann einen Kurzurlaub und ich habe schlossen erst nach diesem mit dem Rauchen aufzuhören.
Meinen Lieben hab ich das mitgeteilt. (Ist bzw. war ja auch nicht der erste Versuch.)
Mein (Rauch Stopp) Termin war der Montag der 1.04.2024 .
Im Kurzurlaub habe ich dann 2 Personen gesehen oder die sind mir über den Weggelaufen beide mit Beatmungsgerät , ich dachte fast das das Vorsehung ist um mich wirklich zum aufhören zu bringen.
Ich habe nun am 31.03.2024 um 13:00 Uhr aufgehört zu rauchen.
Zur Unterstützung habe ich Lutschtabletten und auch Pflaster.

Bisher habe durchgehalten und habe auch nicht vor wieder anzufangen.
Und was soll ich sagen Heute am 4.04.2024 hatte ich wieder Trainingstag und habe es geschafft 2*15min am Stück zu Laufen. Das Atmen fühlt sich echt besser an, ich bin da voll stolz drauf (Sport ist wirklich eine Super Unterstützung zur Entwöhnung)
Zu COPD noch etwas : Man hat nicht gleich eine COPD wenn man mal kurzatmig ist oder die Lunge mal rasselt,
aber wenn man dann weiter raucht ist die Wahrscheinlichkeit immens.

Ich hoffe ich kann mit den vielen Worten irgendjemand helfen.

Ravenclaw