Vorsicht vor Nornikotin!

Verfasst am: 25.11.2013, 21:18
Sonihexe
Sonihexe
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Hallo alle miteinander!

Das dieses Thema soviel diskussion und aufruhr bringt hätte ich nie gedacht!

Eigentlich wollte ich damit nur sagen: hey leute! Wenn ihr glaubt, ihr seid schon ganz gut beim Rauchfrei-sein, passt auf! Es könnte noch ein Hammer kommen mit dem niemand gerechnet hat.
So wie es mir ging.
Diese fiese Attacke war bis jetzt die einzig schlimme - aber seit ich weiß, das ÜBERHAUPT noch einmal so was kommen kann, bin ich vorsichtiger - wiege mich nicht so in Sicherheit ...

Ob es Nornikotin gibt oder nicht war/ist mir egal - aber ich habe einen Grund für meine Gelüste wenn es schon keinen anderen Grund gibt.... hihi
Und auch einen Grund dies zu wiederstehen....

LG Sonihexe

Verfasst am: 23.10.2013, 14:55
schlumpfinchen
schlumpfinchen
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Sonihexe bist Du da?

66 TAGE

ich liebe die Doppelzahlen - Siebenwurztorte und Himbeersaft für Dich

Schreibst uns was? muss nicht viel sein -

Bleib schlumpfig standhaft

Verfasst am: 19.10.2013, 10:27
Stornoway
Stornoway
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huhu,

für die meisten wird die wahrheit wohl irgendwo dazwischen liegen...

jede sucht hat psychische und körperliche aspekte, da ist es gut, über beides informiert zu sein um zu wissen, wie man schmachtzustände einzuordnen hat.

für mich war ausschlaggebend, dass die "Nornikotin-schmachter" ( es sei mal dahingestellt, ob das jetzt wirklich genau auf diesen stoff zurückzuführen ist) sich komplett anders angefühlt haben als die psychischen, aber psychisch eine nicht weniger durchschlagende wirkung hatten. eher sogar noch stärker und schwerer zu kontrollieren. mein denken war in diesen 2-3 tagen zum teil komplett vernebelt, ich fühlte mich wie ferngesteuert!

ich denke, das kann nur jemand verstehen, der so einen zustand schonmal gehabt hat. und dann ist es gut, in so einer situation zu wissen: hey, das ist jetzt unangenehm, geht aber wieder vorbei und ist ganz normal, viele haben das.

denn sonst zieht es einen ganz schnell runter, weil man denkt "da kann ich ja auch gleich wieder anfangen..."

wenn man aber weiß, dass es vorübergehend ist und nicht bedeutet, dass man unfähig ist oder die sucht eben stärker ist, dann kommt man da durch und läßt sich nicht davon überrumpeln!

Verfasst am: 19.10.2013, 09:11
carolinea
carolinea
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@Fürmich,

also die Parallele von Rauchen zu Zwangshandlungen ist bei weitem keine Verharmlosung. Bei weitem nicht.

Es ist nur ein anderer Blickwinkel auf das Rauchen-Müssen. Ich könnte jetzt hier den schönen Absatz zu Zwangshandlungen aus Wikipedia posten. Er passt für mich eins zu eins aufs Rauchen.

Schönen bunten Herbsttag allerseits.


P.S.: Den Absatz Zwangshandlungen unter dem Oberbegriff "Zwangsstörung", meine ich.

Verfasst am: 19.10.2013, 07:53
Fürmich
Fürmich
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@carolinea: Klar kannst du als aufgeklärter Mensch von dem Thema halten was du willst, keiner will dir hier irgendeine Meinung aufzwingen Was mich an deinem Beitrag viel mehr erschreckt hat, war, dass es für mich so klang als würdest du alles etwas verharmlosen. Du hast geschrieben:

"Mir hat beim Aufhören nur die Vorstellung geholfen, dass es sich um selbst gemachte Zwänge handelt. Mindfuck. Einbildungen, diese aber lange und fleißig eingeübt. Sonst nix. Keine hinterhältige Droge..."

Vielleicht hab ich dich da falsch verstanden, aber das klingt, als wäre Rauchen alleine ein psychischer Zwang. Ist es ja zweifellos auch, und ich bin froh, relativ wenig körperliche Entzugserscheinungen gehabt zu haben, aber das ist ja nicht bei allen so.
Natürlich haben wir alle selbst angefangen zu rauchen, deswegen ist selbstgemacht schon der treffende Ausdruck. Aber in mir wehrt sich was ganz großes dagegen, das so zu sehen. Nikotin ist nun mal eine Droge, und ich denke dass Drogen allgemein hinterhältig sind Dass wir selbst daran schuld sind, abhängig (gewesen) zu sein, ist auch klar. Aber ich finde diese Sichtweise etwas einseitig.
Euch allen einen wunderschönen rauchfreien Tag!

Verfasst am: 19.10.2013, 07:15
rauchfrei-lotse-andreas
rauchfrei-lotse-andreas
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Hallo zusammen, ich denke mal ein Grund für die Diskussion über Nornikotin ist auch die Tatsache, dass jeder den Entzug anders erlebt. Ich selber bekam wirklich nach ca. 60 Tage nochmal eine ziemlich miese Schmachtphase. Ich zitiere gerne Allan Carr, der mal geschrieben hat: "3 Tage, 3 Wochen, 3 Monate" .

Auch ganz interessant fand ich einen Beitrag, wo jemand meinte, man müsse jede ehemalige typische Rauchersituation 3 bis 4 mal als Nichtraucher durchleben. Erst dann hätte es das Gehirn gespeichert.

Wie man es auch immer bezeichnet, die meisten erleben nach 60 – 90 Tagen nochmal ganz extrem Schmacht und werden Rückfällig.

Verfasst am: 19.10.2013, 00:54
Stornoway
Stornoway
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hallo ihr lieben

jetzt schmeiß ich auch mal meine 2 cents in die runde

es wurde mal im chat darüber gesprochen und steht auch glaube ich irgendwo hier auf der seite, dass das mit dem nornicotin bisher eine theorie ist, die noch nicht ausreichend durch studien belegt ist.

warum das eine früher und das andere später abgebaut werden soll, dafür gibt es bestimmt erklärungen. zum beispiel hieß es früher immer, wenn man aufgehört hat zu kiffen, dass ein teil der wirkstoffe auch noch im fettgewebe (?) des körpers abgelagert ist usw... egal, ich bin keine expertin, nicht mal ein wohlinformierter laie

kann aber bestätigen, dass ich solche phasen auch 2 oder 3 mal hatte, auch in diesen zeiträumen und es sich so angefühlt hat wie von sonihexe beschrieben.

war dann auch dankbar für die info, dass es sich um einen biochemischen zusammenhang handeln könnte und ich weiterhin einfach nur stur bleiben muss.

diese "attacken" haben jeweils ein paar tage gedauert und waren richtig fies, klares denken war kaum möglich. es fühlte sich auch komplett anders an als eine "normale" schmachtattacke, die man auf irgendwelche auslöser zurückführen kann. es gab einfach keine auslöser, und ich war ein paar tage lang völlig benebelt.

also obacht, und vielleicht hilft es ja manchen. wenn man das weiß, kann man sich darauf einstellen und sich darauf vorbereiten, eventuell nochmal anti-schmacht strategien auffahren zu müssen ;)

wer davon nicht betroffen ist, kann sich ja trotzdem drüber freuen

wir anderen freuen uns einfach, dass wir eine nachvollziehbare erklärung haben, auch wenn sie noch nicht 100%ig wissenschaftlich nachgewiesen ist

Verfasst am: 18.10.2013, 22:14
carolinea
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Nunja, Meikel, also Respekt? Ich weiß nicht so recht...so viel Zivilcourage braucht man ja nicht, hoffe ich, um relativ anonym in einem (halb-?)öffentlichen Forum gegen den mainstream zu argumentieren, das beschämt mich jetzt.

Vielleicht liegt es einfach daran, dass ich, nachdem ich aufgehört habe zu rauchen, mich SEHR geärgert habe, nicht früher den ganzen blauen Dunst durchschaut zu haben - und diesen verzwickten Selbstbetrug so lange wie Doofi mitgemacht habe. Bin nämlich sehr eitel, was meinen Intellekt betrifft.

Ich bin leider sehr leicht beeinflussbar und suggestibel, man kann mir leider schnell alles mögliche einreden. Und gerade deswegen bin ich sehr allergisch, wenn irgendwelche Meinungen anfangen, zu Fakten zu gerinnen...das macht mich nervös.

Aber egal. Nur zur Erklärung, wenns wem helfen sollte

Gruß ins rauchfreie Wohnzimmer, allerseits

Verfasst am: 18.10.2013, 21:54
rauchfrei-lotse-meikel
rauchfrei-lotse-meikel
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Respekt, Carolinea, dein Beitrag zeigt mir, wie wichtig es ist, auch mal einen anderen Blickwinkel zu einem Thema einzunehmen. Nicht alle Tricks sind für alle was. Nicht jedes Entzugssymptom tritt bei jedem auf, Manche Strategie ist für Manchen nichts. Sollte sich da also psycho-somatisch, bio-chemisch, oder sonstwie im Nicht-mehr-Raucher etwas abspielen, sollte er sich vor ggf. auftretenden Gefährdungen schützen. Für den das nicht zutrifft? Na gut, besser is! Unabhängig davon, ob das mutmaßlich wahrgenommene Symptom wissenschaftlich korrekt nachweisbar ist, oder nicht.

Nicht anders habe ich deinen thread verstanden. Vielen Dank.

Liebe Grüße
Meikel

Verfasst am: 18.10.2013, 21:28
carolinea
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@sandy

Ab und zu schadet es wirklich nicht, seine Meinung für sich zu behalten.

Ich finde, da hast Du vollkommen recht.



Ab und zu sollten man aber auch mal raus mit der Sprache. Und die Dinge mal aus einer anderen Perspektive betrachten. Kann ja nicht schaden, oder? Kann ja eventuell jemandem was bringen - wir sind ja gottseidank sehr unterschiedlich.

Nichts für ungut.