Wie es gehen könnte frei zu sein

Verfasst am: 30.05.2024, 23:37
JohannaStein
JohannaStein
Themenersteller/in
Dabei seit: 22. 03. 2024
Rauchfrei seit: 123 Tagen
Beiträge: 259 Beiträge

... keine Ahnung, welchen Einfluss die Lotsen haben, aber vielleicht könnte ein dreiteiliger Kalender über die Dauer eines Jahres angeregt werden ... In etwa unter den Arbeitstiteln: "Die ersten 100", "Durchhalten lohnt" und "Mach das Jahr voll".

Allen ein gutes Wochenende
Ahoi
Johanna

P.S.: Ich kann inzwischen Abende mit Rauchern verbringen, ohne dass mich das irgendwie belasten oder antriggern würde. Schön ist das.

Verfasst am: 31.05.2024, 08:31
Anke- Astrid
Anke- Astrid
Dabei seit: 22. 03. 2024
Rauchfrei seit: 164 Tagen
Beiträge: 319 Beiträge

Liebe Johanna eine super tolle Idee

Auch an dich mal ein großes Lob...du reagierst immer auf Antworten

und machst dir immer Gedanken über den Inhalt .

Liebe Grüße und einen schönen Tag Anke

Verfasst am: 31.05.2024, 08:48
rauchfrei-lotse-klaus
rauchfrei-lotse-klaus
Dabei seit: 20. 08. 2023
Rauchfrei seit: 344 Tagen
Beiträge: 3946 Beiträge

Ein Jahreskalender wäre toll. Ich habe keine Ahnung ob wir hier irgendeinen Einfluss dieser Art haben.
Aber ich versuche das gerne.
Das hier ist eine staatliche Einrichtung, und die sind demokratisch organisiert und deshalb nicht immer die schnellsten.
Ich werde das auf jeden Fall unterstützen
Versprochen!

Verfasst am: 31.05.2024, 08:49
Anke- Astrid
Anke- Astrid
Dabei seit: 22. 03. 2024
Rauchfrei seit: 164 Tagen
Beiträge: 319 Beiträge

Super Klaus, das ist schön

Verfasst am: 31.05.2024, 09:01
JohannaStein
JohannaStein
Themenersteller/in
Dabei seit: 22. 03. 2024
Rauchfrei seit: 123 Tagen
Beiträge: 259 Beiträge

@Klaus

Ganz wunderbar. Dann hoffe ich mal, dass es für dich als Lotsen einen staatlich-freundlichen ;-) Ansprechpartner geben wird.

Hab einen schönen Tag.
Herzliche Grüße
Johanna

Verfasst am: 01.06.2024, 17:30
Nie mehr rauchen
Nie mehr rauchen
Dabei seit: 09. 08. 2022
Rauchfrei seit: 626 Tagen
Beiträge: 974 Beiträge

Hallo liebe Mitstreiter,
liebe Johanna,

vor einigen Tagen habe ich bei dir/euch die Diskussion mitgekriegt, bei der es um das Thema Suchtverlagerung ging. Sofort konnte ich leider nicht antworten, aber ich möchte unbedingt auch noch mein "Leid" hier klagen.

Tatsächlich war Alkohol nie ein Thema für mich. Ab und zu, bevorzugt bei festlichen Anlässen, habe ich mal etwas getrunken, aber das war selten. Nach meinem Rauchstopp habe ich vorsichtshalber die ersten 100 Tage ganz ohne verbracht. Fiel mir aber auch gar nicht schwer.

An meinem hundertsten Tag im Rauchfreiland habe ich dann 2 Gläser Wein getrunken. Und seitdem immer öfter. Dann gibt es auch wieder Zeiten, wo ich das abstellen möchte. Aber dann kommt ein anderes Thema herbei, bspw. Süßes, dann wieder Alkohol usw. usf.

Es gefällt mir nicht, ich bin nicht zufrieden mit mir. Aber irgendetwas habe ich meistens. Und mittlerweile wächst sich das Thema auch zu einem echten Problem aus.

Ich würde mich freuen, wenn noch mehr ihre Meinung mitteilen würden. Und vor allem, wie habt ihr das Problem gemeistert?

Ihr könnt mir gerne auch in meinem Wohnzimmer antworten.
Oder ist es dir Johanna, auch so recht?

Einen schönen Abend wünsche ich euch.

LG Traudl

Verfasst am: 01.06.2024, 21:21
JohannaStein
JohannaStein
Themenersteller/in
Dabei seit: 22. 03. 2024
Rauchfrei seit: 123 Tagen
Beiträge: 259 Beiträge

Liebe Traudl,
Liebe ALLE

ja natürlich, das Thema Suchtverlagerung können wir gerne hier weiter diskutieren.
Ich habe überhaupt keine Lust auf eine Suchtverlagerung, die so extrem wird, dass ich das nächste "Wie komme ich davon los?" an der Backe habe.
Alkohol, der in meinem Leben nie eine große Rolle gespielt hat, hat nach dem Rauchstopp deutlich Potential. Mir geht es eindeutig besser, wenn ich keinen einzigen Tropfen trinke. Vorgestern habe ich zwei Gläser Weißwein getrunken, gestern war der Hieb auf Alkohol richtig doll; also nochmal zwei Gläser getrunken. Beobachtet habe ich, dass ich nach einmaligem Konsum tatsächlich mehrere Tage brauche, bis das Thema Alkohol keine Rolle mehr spielt oder zumindest aus dem Fokus ist.
Dass ich nach dem Rauchstopp erstmal mehr esse und vielleicht auch ein paar Kilo zulege, finde ich akzeptabel. Alles andere nicht. Das Einzige, was bei mir gegen jede Art von Suchtverlagerung hilft ist Bewegung. Heute bin ich 60km Rad gefahren und zwischendrin noch baden gegangen. Jetzt bin ich ganz ausgeglichen zuhause und denke weder daran, mir den Wams voll zuschlagen und an Alkohol schon gar nicht.
Hätte ich gewußt, wie viel dieses Rauchen nach sich zieht, ich hätte vermutlich niemals angefangen ...
Doch - und das ist eine positiv, ich kümmere mich jetzt um mich und versuche mit Bewegung, regelmäßigen Fastentagen und Verzicht auf Brot und Zucker ins Lot zu kommen. Ich denke, es ist ein Prozess und ich galube, dass das gut wird.

Liebe Grüße
Johanna

Verfasst am: 02.06.2024, 09:00
rauchfrei-lotse-paul
rauchfrei-lotse-paul
Dabei seit: 22. 02. 2024
Rauchfrei seit: 2203 Tagen
Beiträge: 326 Beiträge

Hallo ihr lieben

Die Suchtverlagerung ist natürlich auch mein Thema, Alkohol war die erste Droge die ich aus meinem Leben gekickt hatte. Ob ich tatsächlich alkoholsüchtig war, würde ich anzweifeln, da es unerwartet leicht gewesen war darauf zu verzichten; dennoch war es mir wichtiger erst das Trinken und danach das Rauchen zu beenden; andersherum hätte es auch nie funktioniert, davon bin ich überzeugt.
Der Rauchstopp war definitiv schwerer, aus zwei Gründen: Zigaretten haben mich durch den ganzen Tag begleitet und immer wieder meine Stimmung hochgepusht. Und die Zigaretten sind nach dem Alkoholstopp für mich wichtiger geworden.
Meine Suchtverlagerung war anfangs auch der Zucker, ich habe 14 kg zugenommen, davon ist ein Teil wieder runter aber ganz wird es nicht auf das „Rauchergewicht“ zurückgehen (so muss ich es wohl nennen).

Jede stoffliche Substanz (das ist vermutlich doppelt gemoppelt) die das Belohnungszentrum anregt hat das Potenzial eine Ersatzdroge zu sein.
Vielleicht steckt dahinter noch der Wunsch nach einer Endorphinausschüttung, wie wir sie beim Rauchen hatten.

Es gibt einen buddhistischen Lehrsatz, der heißt: „sei dir selbst eine Insel“. Es geht unter anderem darum, ein Vertrauen in uns selbst zu entwickeln und Erfüllung nicht im Außen zu suchen.

Ich bin kein Buddhist, und es ist immer schwierig sich aus dem komplexen System einer Philosophie ( oder Religion) nur einen Teilaspekt herauszunehmen.
Aber es gibt zu diesem Thema einen ganz wunderbaren Vortrag einer buddhistischen Nonne
Ayya Khema die darüber spricht. Vielleicht interessiert es jemanden.

https://m.youtube.com/watch?v=a5Kq7kqn-Gc

LG von Paul

Verfasst am: 02.06.2024, 11:09
Nie mehr rauchen
Nie mehr rauchen
Dabei seit: 09. 08. 2022
Rauchfrei seit: 626 Tagen
Beiträge: 974 Beiträge

Liebe Johanna,
lieber Paul,

danke für eure Antworten.

Johanna, das ist genau das, was ich meine. Ich trinke an einem Abend 2 Gläser Wein, und am nächsten Abend trinke ich wieder 2 Gläser.
Dann will ich aber nichts mehr trinken und muss tatsächlich mehrere Tage daran denken, bis es wieder gut ist. Danach lenke ich mich ab mit Essen und das geht auch wieder ein paar Tage, und dann will ich das auch nicht mehr. So geht es immer weiter.

Paul, ich danke dir für den buddistischen Lehrsatz.

„sei dir selbst eine Insel“. Es geht unter anderem darum, ein Vertrauen in uns selbst zu entwickeln, was bei einer Suchtverlagerung mit uns geschieht bzw. geschehen kann. Und welchen Weg wir daraus nehmen können.

Für mich bedeutet das, dass ich ganz bewusst allen Drogen die Absage erteilen muss bzw. will.
Erst dann bin ich wirklich frei.

Das habe ich mir jetzt so vorgenommen.

Liebe Grüße und einen schönen Sonntag wünscht euch die Traudl



Den Podcast habe ich mir übrigens schon mal angehört. Danke für den Link. Das muss ich erst mal sacken lassen.

Verfasst am: 02.06.2024, 12:19
JohannaStein
JohannaStein
Themenersteller/in
Dabei seit: 22. 03. 2024
Rauchfrei seit: 123 Tagen
Beiträge: 259 Beiträge

Liebe Traudl, lieber Paul

1. DANKE für den Hinweis auf den Vortrag der buddistischen Nonne.
2. Hast du Paul in einem anderen Thread hier kürzlich das Belohnungssystem angesprochen.
Ich fand diesen Beitrag total gut, denn genau darum geht es und genau das wollen wir bzw. unser Hirn: Belohnung!
Das Belohnungssystem und die Sucht sind also aufs Engste miteinander verbunden, doch - und das ist die gute Nachrricht, es ist möglich dem Hirn andere Belohnungen (Glücksgefühle) anzubieten außer Nikotin, Zucker oder Alkohol. Im Netz finden sich hierzu vielfach spannende Beiträge.
Paul, dich habe ich so verstanden, dass du dich mit dem Gefühl der FREUDE darüber Nichtraucher zu sein belohnst und dein Gehirn kontinuierlich mit diesem Bild sozusagen fütterst.
Ich bin recht überzeugt, dass es möglich ist, unserem Gehirn je nach Veränderungswunsch ein starkes Bild anzubieten, für dessen Erreichen (auch in kleinen Schritten), wir uns immer und immer wieder belohnen.
3. Es ist ein Prozess - den haben wir uns freiwillig ausgesucht. Das finde ich einmalig gut!

Ahoi, habt einen schönen Tag!
Alles Liebe
Johanna